Casey Stoner: Spezielle Honda für Jorge Lorenzo?

Von Colin Young
MotoGP

Ex-MotoGP-Weltmeister Casey Stoner meint, dass Honda für seinen prominenten Neuzugang Jorge Lorenzo eine maßgeschneiderte RC213V baut: «Ich habe keinen Zweifel daran, dass er siegen kann.»

Casey Stoner kam 2011 von Ducati in das Honda-Werksteam und sicherte sich in seiner ersten Saison mit dem japanischen Hersteller zehn GP-Siege und den MotoGP-Titel. Jorge Lorenzo kommt 2019 nach zwei Jahren auf der italienischen Traditionsmarke zu Repsol-Honda.

«Ich glaube, dass es für Jorge einfacher wird, von Ducati auf Honda zu wechseln. Die Honda ist viel mehr ein normales Motorrad», meinte Stoner. Nach neun Jahren auf der Yamaha M1 sei Lorenzos Umstieg auf Ducati 2017 sicherlich ein großer Sprung gewesen.

«Er brauchte länger, um zu siegen, als wir das erwartet hatten. Aber Jorge hat bewiesen, dass er auf einer Ducati gewinnen kann. Zu Honda zu gehen wird ihn motivieren», ist sich der Australier sicher. «Ich habe keinen Zweifel daran, dass er es schaffen kann. Ich bin sehr interessiert daran zu sehen, was passiert.»

Die ersten Testfahrten auf der Honda verliefen für den Spanier durchaus positiv: Der dreifache MotoGP-Weltmeister beendete die letzten Testfahrten vor der Winterpause in Jerez mit der fünftschnellsten Rundenzeit. Von seinem neuen Teamkollegen Marc Márquez trennten ihn nur 0,135 sec. Honda signalisierte mit einem modifizierten Tank und einem breiteren Sitz auch die Absicht, die RC213V an die Wünsche von Lorenzo anzupassen.

Die Ergebnisse der letzten Jahre vermittelten den Eindruck, dass Márquez der einzige Honda-Pilot ist, der konstant gewinnen kann. Seit 2013 holte er sich fünf der sechs WM-Titel in der «premier class». Nur Lorenzo unterbrach diese Serie 2015 auf der Yamaha.

Den Mallorquiner auf der RC213V zum Siegfahrer zu machen, könnte für die Honda-Ingenieure um den Technischen Direktor Takeo Yokoyama eine neue Herausforderung sein. «Es ist wahrscheinlich, dass im nächsten Jahr nur die Motorenspezifikation und Dinge wir die Bremsen, die Räder und die Reifen auf den Honda-Bikes von Jorge und Marc gleich sein werden», vermutete Stoner, der nach seinem Rücktritt vom Rennsport Ende 2012 drei Jahre lang als Testfahrer für HRC im Einsatz war, bevor er 2016 zu Ducati zurückkehrte.

«Die Honda kann verschiedene Chassis und sogar unterschiedliche Schwingen und eine andere Geometrie haben», fügte er hinzu. «Als ich bei Honda war, haben Dani Pedrosa und ich oft unterschiedliche Entscheidungen getroffen und ich weiß, dass Marc immer einen anderen Rahmen und ein anderes Set-up als Dani bevorzugte. Es ist sogar möglich, dass Jorge und Marc verschiedene Elektronik-Mappings wählen.»

«Einige Leute behaupten, die Japaner seien bei der Arbeit kühl und roboterhaft, diesen Eindruck hatte ich bei Honda nicht, sie waren sehr motiviert. Takeo [Yokoyama] nimmt das Rennfahren sehr ernst und hat eine große Leidenschaft dafür. Ihn hat es immer interessiert, was ich über das Motorrad und die verschiedenen Optionen zu sagen hatte», betonte Stoner. «Takeo hat auch eine sehr starke Meinung und eine klare Leitung, aber das ist nie eine schlechte Sache.»

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