Marc Márquez (Honda): «Leute erwarten sich ein Drama»

Von Colin Young
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Marc Márquez spricht über den entscheidenden Moment im MotoGP-Titelkampf mit Andrea Dovizioso und über das Verhältnis zu Jorge Lorenzo: Der Honda-Pilot will nicht wie Prost und Senna enden.

Wie Marc Márquez sich in Motegi zum fünffachen MotoGP-Weltmeister kürte, war eine Demonstration seines unerschütterlichen Glaubens an sich selbst. 20 von 24 Runden folgte er der Ducati von Andrea Dovizioso: Der Italiener war der einzig verbliebene Rivale im Titelkampf.

Zehn Runden vor Schluss hatte der Honda-Star die Spitze übernommen, er machte aber einen Fehler und kam kurz auf das Grass, was «Dovi» nutze, um wieder in Führung zu gehen. Aber Márquez hatte einen Plan: «Als Dovi vier Runden vor Schluss wieder an mir vorbei ging, fuhr ich eine schnelle Runde und dachte mir 'ok, ist setze alles auf diese Runde' – und die nächste war viel schneller. Dann entschied ich, drei Qualifying-Runden zu drehen, ohne über die Weltmeisterschaft nachzudenken.»

Der Rest steht in den Geschichtsbüchern: Márquez gewann das Rennen und sicherte sich den Weltmeistertitel, ausgerechnet beim Honda-Heimrennen. Dem Spanier reichten zwei seiner geplanten drei «Qualifying-Runden» für den Sieg, weil sein Verfolger Dovizioso eine Runde vor Schluss in Kurve 10 zu Boden ging.

2019 könnte das Titelduell in der Honda-Box stattfinden: Mit Jorge Lorenzo bekommt Márquez einen dreifachen MotoGP-Weltmeister als Teamkollegen. Diese Fahrerpaarung ist lange vor dem eigentlichen Saisonauftakt in Katar in aller Munde: Zwei schnelle und außergewöhnliche Fahrer, Kopf-an-Kopf auf den Honda RC213V-Maschinen. Auch Vergleiche mit der berühmten Rivalität zwischen den McLaren-Piloten Ayrton Senna und Alain Prost wurden angestellt: Die beiden F1-Stars blieben sich auch abseits der Strecke nichts schuldig.

Entwickelt sich die Kombination Márquez-Lorenzo wie damals Prost und Senna? «Nein», entgegnete Márquez. «Auf der Strecke wollen beide Fahrer den Titel holen und wir werden beide 100 Prozent geben. Wir hatten in Österreich und Brünn einige gute Zweikämpfe – und wir hatten ein professionelles Verhältnis. Auf der Strecke ist eine Sache, aber abseits kann man ein gutes Verhältnis pflegen, so wie es bei mir und Dovizioso der Fall ist.»

«Die Leute erwarten sich ein Drama im kommenden Jahr und ich verstehe das, aber Jorge und ich sind professionell. Der Wettkampf wird auf der Strecke ausgetragen – wir wissen, dass es unser Job ist, nur dort zu kämpfen», meinte der Honda-Werksfahrer.

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