Stefan Bradl auf Honda-Pitbike: «Das war cool»

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl flitzt normal mit seiner 290 PS starken Honda RC213V um die Pisten. Auf der Kartbahn in Gevelsberg driftete er mit einem 13,5 PS-Pitbike auf Basis der Honda MSX 160 – mit Klaus Nöhles und Meik Appel.

Stefan Bradl wird am 22./23. Januar bereits wieder in Jerez mit der MotoGP-Honda testen. Von 2. bis 4. Februar folgte dann der Shakedown-Test in Sepang mit allen Testteams, auch allen «concession teams» (Aprilia und KTM) werden dort auftreten. Bradl wird dann für das HRC Testteam auch beim IRTA-Test in Malaysia (7. bis 9. Februar) antreten.

Vor dem Jahreswechsel flog Stefan Bradl jetzt noch von München nach Dortmund, um in der Kart-Halle Gevelsberg an einem von Lothar Schauer organisierten Jedermann-Pitbike-Event mit 125-ccm-Pitbikes teilzunehmen. Insgesamt traten vor rund 350 Zuschauern 27 Teilnehmer an. Die Ankündigung, dass Ex-Weltmeister Stefan Bradl am Start sein würde, hat etliche Fans zusätzlich angelockt. Ein weiblicher Fans reiste aus 200 km an, um ein Selfie mit dem Honda-Werksfahrer zu ergattern.

Bradls Teilnahme war durch seinen Honda-Crew-Chief Klaus Nöhles eingefädelt worden. Gefahren wurde mit Pitbikes auf der Basis der Honda MSX 160, die ca.15 PS leisten. Sie wurden mit einer einstellbaren Suspension ausgestattet, mit Nissin-Bremsen, mit Slickreifen, zurückversetzten Fussrasten und so weiter. Nach dem Umbau werden sie als LS-Honda bezeichnet – nach dem Namen des Veranstalters. Sie haben Einspritzung und G-Kat. «Wir wollen uns ja in der Halle nicht vergiften», lautet das Motto von Schauer.

160ccm, Einspritzung, G-Kat, hochwertige, einstellbare Fahrwerkselemente, zurückverlegte Rasten, Nissin Bremsen, und eine Reihe anderer sinnvoller Modifikationen…

«Klaus Nöhles hat mir mehrmals erzählt, dass Lothar Schauer jetzt solche Events mit Pitbikes anbietet. Das hat vor drei, vier Monaten begonnen», schilderte Bradl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Klaus hat ihn beim Set-up und bei der Reifenauswahl unterstützt und beraten. Er hat mir das immer wieder erzählt, und ich habe gesagt, das täte mich auch mal interessieren. Deshalb haben wir es jetzt vor dem Jahreswechsel noch umgesetzt. Es war lustig, ja. Ich möchte das jetzt öfters machen, denn es ist ein gutes Training. Auch für die Konzentration und für die Fahrzeugbeherrschung ist es genial.»

Bradl freute sich, weil er auf der 27 Sekunden langen Runden den Rundenrekord pulverisierte. «Um einiges...», stellte er fest. «Es hat wirklich Spaß gemacht, denn neben Klaus ist auch sein Sohn Merlin dabei gewesen, der ziemlich schnell ist. Klaus und Merlin haben das gemeinsam schon ziemlich oft gemacht. Für mich war es das erste Mal. Dazu ist auch der schnelle Supermoto-Fahrer Meik Appel dabei gewesen. Wir vier haben es uns dann ziemlich gegeben. Wir sind aber keine Rennen gefahren, denn die Piste ist dazu etwas zu klein; das Überholen war schwierig.»

Fahrtechnik-Guru Lothar Schauer wurde einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als er als Kandidat bei «Wetten, daß…» eine Wette gewann, indem er als Wheelie-King so lange auf dem Hinterrad balancierte, bis in der Zwischenzeit seine vorne auf dem Tank hockenden Beifahrerin unter Assistenz eines daneben  rollenden Pickup-Transporters das Vorderrad gewechselt hatte.

Schauer macht in den 1980er-Jahren mit unvergesslichen Motorrad-Stunts auf sich aufmerksam. Er bietet von November bis April als Fitness-Training für aktive Motorradfahrer in den Wintermonaten auch Jedermann-Supermoto in der Karthalle an – in Rottweil, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Sein umfangreiches Equipment umfasst 80 Motorräder – auch 250-ccm-Supermoto-Bikes von Kawasaki sind dabei.

Nähere Infos: www.teamls.de

«Die Idee von Lothar Schauer ist schon cool, denn er macht das nicht nur in Gevelsberg, das ist in der Nähe von Ennepetal», sagt Bradl. «Er organisiert solche Jedermann-Pitbike-Events auch in Rottweil in Baden-Württemberg. Das ist für mich besser erreichbar, dort bin ich mit dem Auto in zwei Stunden.»

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