Aprilia: Bradley Smith erhält eine neue MotoGP-Chance

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Bradley Smith (li.) mit Andrea Iannone, dazwischen Techniker Paolo Caprara

Bradley Smith (li.) mit Andrea Iannone, dazwischen Techniker Paolo Caprara

Bradley Smith könnte ein Jahr nach der Trennung vom KTM-Werksteam wieder Stammfahrer in der MotoGP werden. Er ist bei Aprilia als Ersatz für den mutmasslichen Dopingsünder Iannone vorgesehen.

Bradley Smith, der 2009 und 2010 drei 125-ccm-GP-Siege errungen. Er hat dann bei Tech3 auf der Eigenbaumaschine 2011 und 2012 die Moto2-WM bestritten und drei Podestplätze. 2020 wird BS#38 aller Voraussicht nach wieder einen Stammplatz in der MotoGP-Klasse erhalten. Denn noch vor dem Wochenende soll der Befund der B-Probe von Andrea Iannone vorliegen. Und Bradley wird bei Aprilia hausintern bereits seit Weihachten auf seine neue Aufgabe vorbereitet.

Der 29-jährige Engländer fuhr vier Jahre lang für das Tech3-Yamaha-Team in der MotoGP-WM und eroberte damals zwei Podestplätze (Platz 2 in Misano 2015 und Platz 3 in Phillip Island 2014). Danach unterschrieb er für zwei Jahre bei Red Bull-KTM und sicherte sich auf der KTM RC16 vier zehnte Plätze: 2017 in Misano und Phillip Island, 2018 auf dem Sachsenring und in Phillip Island. Dann verabschiedete er sich beim Regenrennen in Valencia 2018 mit einem sauberen achten Platz von KTM. Er musste dort seinen Platz für Johann Zarco räumen – und heuerte als Testfahrer bei Aprilia an.

Neben einzelnen Wildcard-MotoGP-Einsätzen bestritt Smith 2019 für das One Energy Team von Petronas den MotoE-Weltcup – er beendete ihn als Gesamtdritter. Das malaysische Team wird einen neuen MotoE-Piloten suchen müssen – denn MotoE und MotoGP am selben Wochenende, das erlauben die Vorschriften nicht. Deshalb musste Bradley 2019 bereits zwei Wildcard-Einsätze bei Aprilia streichen.

Die Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaró (63 Punkte) und Andrea Iannone (43 Punkte, Platz 6 in Australien) schafften in der WM 2019 nur die Gesamtränge 14 und 16. Aleix gelangen fünf Top-Ten-Ergebnisse – und er sicherte sich mit Rang 7 in Aragón sein bestes Saisonresultat.

Aprilia Racing brachte 2016 für Bautista und Bradl den ersten reinrassigen V4-Protoyp für die Königsklasse auf die Strecke. Nach vier Jahren steht dieses Motorrad am Ende der Entwicklung. In Noale wurde deshalb jetzt ein neuer Motor mit 90 Grad Zylinderwinkel (statt 72 Grad) gebaut. Die neue RS-GP 20 wird erst beim Sepang-Test (7. bis 9. Februar) einsatzfähig sein.

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