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Cal Crutchlow (LCR Honda): «Wie die Arbeit für drei»

Von Simon Patterson
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

6700 Kilometer spulte Cal Crutchlow die letzten zwei Monate mit dem Rennrad in Kalifornien ab. «Ich brauche diese Auszeit, jetzt freue ich mich wieder auf MotoGP», hielt der Honda-Pilot fest.

«Ich habe mich nicht ausgeruht», flachste Cal Crutchlow, bevor von Freitag bis Sonntag in Sepang der erste MotoGP-Test 2020 stattfindet. «Ich nütze die Saison, um mich vom Rennradfahren zu erholen. Wenn du in Kalifornien bist, und es in neun Wochen nur an zwei Tagen regnet, dann radle ich: 100 Stunden im Dezember und 102 im Januar. Das sind 25 Stunden pro Woche, ich fuhr zirka 6700 Kilometer. Ich fühle mich gut in Form, bereit zu fahren. Seit dem Jerez-Test saß ich auf keinem Motorrad. Nein, das ist gelogen: Für ein Foto saß ich auf einem kleinen Bike – aber ich fuhr keines.»

«Ich brauche diese Auszeit, sie tut mir gut», unterstrich der WM-Neunte aus dem Team LCR Honda. «Jeder muss für sich selbst schauen, was ihn auf einem Motorrad besser macht, dieses System hat sich für mich bewährt. Jetzt freue ich mich wieder aufs Fahren und die Rennen.»

Crutchlow hat nach wie vor Probleme mit dem Knöchel im rechten Fuß. 2018 stürzte der Engländer in FP2 auf Phillip Island, seither werden die Knochen von diversen Platten, Drähten und Schrauben zusammengehalten. Immer wieder entzündet sich der Fuß und ein Nerv sorgt mal für Schmerzen, dann wieder für Taubheitsgefühle in den Zehen.

Operieren ließ sich der 34-Jährige aber auch diesen Winter nicht. Laut Crutchlow mangelt es dafür an Zeit: «Wir testen direkt nach der Saison in Valencia und Jerez. Das heißt, ich müsste diese Sache im Dezember erledigen. Das wären inklusive der Heilung und Reha nur sechs Wochen Zeit bis zu den Tests. Wenn die Saison vorbei ist, klingt die Entzündung im Fuß langsam ab. November und Dezember waren ein Desaster, seit Januar ist es gut. Mal sehen, wie es mir nach den drei Testtagen geht.»

Honda ist in einer diffizilen Situation: Mit Moto2-Weltmeister Alex Marquez haben sie einen Rookie ins Repsol-Werksteam geholt und dessen Bruder Marc ist nach seiner Schulteroperation noch nicht 100-prozentig fit.

«Ich glaube nicht, dass ich deshalb mehr Arbeit habe», überlegte Crutchlow. «Testfahrer Stefan Bradl ist auch in Sepang und sammelt Informationen. Außerdem wird es in den ersten Tagen darum gehen, einfach Motorrad zu fahren. Aber klar: Je früher wir eindeutige Aussagen liefern können, desto besser – wir haben einiges zu probieren. Ich sah die Zu-erledigen-Liste: Es sieht so aus, als hätte ich die Arbeit von drei Fahrern. Ich werde erledigen, was ich erledigen kann.»

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