Marc Márquez (Honda/14.): Das Rätsel bleibt ungelöst

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Der Losail Circuit war noch nie ein wirklich gutes Pflaster für Honda. Aber so schlimm wie jetzt war es noch nie. Marc Márquez stürzte am Sonntag und wirkt weiter ratlos.

MotoGP-Weltmeister Marc Márquez hatte am zweiten Testtag in Katar wie am Samstag sichtlich zu kämpfen, mit der rechten Schulter und seinem Motorrad, er landete auf dem 14. Platz, nachdem er in Kurve 8 gestürzt war. Damit lag er 1,055 Sekunden hinter dem Tagesbesten Fabio Quartararo.

«Ich habe die Fahrweise gewechselt und zwar auf eine andere Art als normal», erklärte der Repsol Honda Fahrer. «Wenn ich müde bin, pushe ich jetzt viel mit den Beinen, weil ich dann mit den Schultern nicht mehr in der Lage dazu bin. Weil ich mit den Beinen zu stark gepusht habe, habe ich die Kontrolle über den Vorderreifen verloren. Wegen der lädierten Schulter konnte ich den Rutscher nicht mehr ausgleichen, deshalb bin ich vom Motorrad gefallen. Sonst ist aber zum Glück nichts passiert.»

Ende November hatte sich der Spanier einer Schulter-OP unterzogen, nachdem er sie innerhalb eines Monats zweimal ausgekugelt hatte.

Márquez ist aber nicht der einzige Honda-Pilot, der auf dem Losail Circuit mit Sorgen zu kämpfen hat. «Wir probieren unterschiedliche Dinge aus, aber Katar ist eine Strecke, auf der wir bei Honda immer Mühe haben. Wir versuchen herauszufinden, woher die Probleme kommen, weil momentan alle Honda-Fahrer mit dem neuen Motorrad dieselben Sorgen haben. Malaysia war nicht so schlecht, aber hier in der Wüste ist es schwierig.»

«Auch wenn Katar immer mühsam ist für uns, stört es mich, dass es dieses Jahr wieder nicht richtig läuft», meinte Marquez am Sonntagabend. «Ich wäre natürlich gerne sehr schnell hier und würde gerne auf allen Rennstrecken gute Rundenzeiten fahren können. Es belastet mich, dass wir nicht wissen, woher unsere Probleme kommen und wie wir sie lösen können.»

Honda versucht mit aller Kraft, die Probleme an der RC213V zu beheben, ehe die Saison 2020 am ersten März-Wochenende losgeht. «Wir arbeiten uns Schritt für Schritt nach vorne», erklärte der achtfache Weltmeister. «Wir wissen nicht, ob es am Motor liegt. Wir haben ein paar Dinge geändert und jetzt ist es an der Zeit, alles zu analysieren. Wir müssen auch auf das Set-up und auf die Balance achten.»

Am Montag testen die MotoGP-Fahrer noch einen Tag in Katar. «Das ist ein wichtiger Tag vor dem ersten Grand Prix der Saison», sagte Marquez. «Der Rest der Saison ist ein anderes Thema, aber hier haben wir beim ersten Rennen immer stark zu kämpfen. Wenn wir in zwei Wochen ein gutes Resultat erzielen wollen, muss alles funktionieren. Losail ist mit Sicherheit für Honda die speziellste Strecke im ganzen Rennkalender.»

Katar-Test, MotoGP, 23. Februar, 18 Uhr MEZ

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:54,038
2. Alex Rins, Suzuki, + 0,162 sec
3. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,226
4. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,443
5. Pecco Bagnaia, Ducati, + 0,482
6. Johann Zarco, Ducati, + 0,527
7. Joan Mir, Suzuki, + 0,574
8. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,624
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,702
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,721
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,724
12. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,814
13. Pol Espargaró, KTM, + 0,852
14. Marc Márquez, Honda, + 1,055
15. Jack Miller, Ducati, + 1,156
16. Tito Rabat, Ducati, + 1,314
17. Miguel Oliveira, KTM, + 1,562
18. Iker Lecuona, KTM, + 1,606
19. Alex Márquez, Honda, + 1,687
20. Brad Binder, KTM, + 2,140
21. Cal Crutchlow, Honda, + 2,140
22. Bradley Smith, Aprilia, + 2,369 

Katar-Test, MotoGP, 22. Februar, 20 Uhr

1. Rins, Suzuki, 1:54,462 min
2. Mir, Suzuki, 1:54,464 min, + 0,002 sec
3. Viñales, Yamaha, 1:54,494, + 0,032
4. Petrucci, Ducati, 1:54,634, + 0,172
5. Morbidelli, Yamaha, 1:54,700, + 0,238
6. Marc Márquez, Honda, 1:54,823, + 0,361
7. Rossi, Yamaha, 1:54,876, + 0,414
8. Quartararo, Yamaha, 1:55,074, + 0,612
9. Bagnaia, Ducati, 1:55,204, + 0,742
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:55,268, + 0,806
11. Dovizioso, Ducati, 1:55,308, + 0,846
12. Zarco, Ducati, 1:55,360, + 0,898
13. Miller, Ducati, 1:55,430, + 0,968
14. Pol Espargaró, KTM, 1:55,449, + 0,987
15. Nakagami, Honda, 1:55,627, + 1,165
16. Binder, KTM, 1:55,644, + 1,182
17. Rabat, Ducati, 1:55,707, + 1,245
18. Oliveira, KTM, 1:55,737, + 1,275
19. Crutchlow, Honda, 1:55,757, + 1,295
20. Lecuona, KTM, 1:56,135, + 1,673
21. Alex Márquez, Honda, 1:56,552, + 2,090
22. Smith, Aprilia, 1:57,027, + 2,565 

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