Danilo Petrucci (Ducati/12.): Viñales in bester Form

Von Nora Lantschner
MotoGP
Danilo Petrucci: Ducati muss noch Probleme lösen

Danilo Petrucci: Ducati muss noch Probleme lösen

Danilo Petrucci war am Sonntag im Gegensatz zum ersten MotoGP-Testtag in Katar nicht in den Top-10 zu finden. Trotzdem war der Ducati-Pilot glücklicher. Viñales und der neue Michelin-Reifen machen ihm aber Sorgen.

Danilo Petrucci war am Samstag mit Platz 4 in den Katar-Test gestartet, am Sonntag landete er hingegen nur auf Rang 12. Trotzdem fiel sein Fazit positiver aus als noch am ersten Testabend: «Ich bin recht glücklich, es war nicht schlecht. Wir haben es am Ende des Tages nicht auf eine schnelle Rundenzeit angelegt, aber ich war glücklich mit der Pace. Denn ich konnte elf Runden, also eine halbe Renndistanz, auf einem gebrauchten Medium-Reifen fahren und ich fuhr niedrigere 1:55er-Zeiten. Das ist nicht schlecht.»

«Sicher, es gibt einige Fahrer – wie zum Beispiel Maverick – die schneller sein können», fuhr der Italiener fort. «Ich bin aber recht glücklich, es war heute nicht wichtig, an der Spitze der Zeitenliste zu stehen, sondern eine gute Balance mit dem Motorrad zu finden. Und heute hatten wir die Gelegenheit, ein bisschen mehr zu fahren. Morgen sollten wir unsere Arbeit abschließen, was das Set-up und die neuen Dinge, die wir testen müssen, angeht. Dann sind wir bereit für die Rennsimulation.»

Traut sich «Petrux» zu, für das erste GP-Wochenende an die Pace von Maverick Viñales heranzukommen? «Ich weiß es nicht, Maverick war sehr schnell, auch schon in Sepang. Ich glaube, dass er im Moment der Fahrer ist, der in der besten Form ist. Absolut, auf einer Runde und in Sachen Pace – er schaffte es, hohe 1:54-Zeiten zu fahren. Ich glaube, kein anderer ist im Moment dazu in der Lage. Ich hatte gegen Ende auch 1:55,0 min dabei, aber mir fehlen sicher einige Zehntel», grübelte der Mugello-Sieger des Vorjahres.

«Wir haben noch einige Probleme, die wir lösen müssen», ergänzte der Ducati-Werksfahrer. «Vor allem brauchen wir noch mehr ‚track time‘. Ich bin aber trotzdem heute glücklicher als gestern, auch wenn die Platzierung auf der Zeitenliste nicht die beste ist. Die Pace war im Vergleich zu gestern besser, ich habe mich ein bisschen verbessert, aber es ist nicht die beste Pace. Das muss ich klar sagen. Ehrlich gesagt, ich war am Limit und bin Zeiten zwischen 1:55,0 und 1:55,3 gefahren. Ich glaube, Maverick schafft 1:54er-Zeiten.»

Im Hinblick auf den Saisonauftakt am 8. März erklärte der 29-jährige Italiener: «Wir haben noch einige Zweifel, was das Set-up angeht. Ich habe etwas mehr von den Veränderungen erwartet, die wir vorgenommen haben. Wir müssen morgen noch etwas ausprobieren, denn das Motorrad ist ein bisschen anders als im Vorjahr, aber der größte Unterschied ist der neue Reifen. Vielleicht braucht dieser Reifen etwas anderes, damit man das Beste herausholen kann. Wir haben etwas probiert und haben erwartet, dass wir uns verbessern. Das war aber nicht der Fall. Ich bin glücklich mit der Pace, aber wir haben nicht wirklich etwas gefunden, was die Situation verbessern würde. Das ist der negative Aspekt heute», seufzte Petrux am Sonntagabend in Doha.

Katar-Test, MotoGP, 23. Februar, 20 Uhr

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:54,038 min
2. Alex Rins, Suzuki, + 0,162 sec
3. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,226
4. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,443
5. Pecco Bagnaia, Ducati, + 0,482
6. Johann Zarco, Ducati, + 0,527
7. Joan Mir, Suzuki, + 0,574
8. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,624
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,702
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,721
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,724
12. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,814
13. Pol Espargaró, KTM, + 0,852
14. Marc Márquez, Honda, + 1,055
15. Jack Miller, Ducati, + 1,156
16. Tito Rabat, Ducati, + 1,314
17. Miguel Oliveira, KTM, + 1,562
18. Iker Lecuona, KTM, + 1,606
19. Alex Márquez, Honda, + 1,687
20. Brad Binder, KTM, + 2,140
21. Cal Crutchlow, Honda, + 2,140
22. Bradley Smith, Aprilia, + 2,369 

Katar-Test, MotoGP, 22. Februar, 20 Uhr

1. Rins, Suzuki, 1:54,462 min
2. Mir, Suzuki, 1:54,464 min, + 0,002 sec
3. Viñales, Yamaha, 1:54,494, + 0,032
4. Petrucci, Ducati, 1:54,634, + 0,172
5. Morbidelli, Yamaha, 1:54,700, + 0,238
6. Marc Márquez, Honda, 1:54,823, + 0,361
7. Rossi, Yamaha, 1:54,876, + 0,414
8. Quartararo, Yamaha, 1:55,074, + 0,612
9. Bagnaia, Ducati, 1:55,204, + 0,742
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:55,268, + 0,806
11. Dovizioso, Ducati, 1:55,308, + 0,846
12. Zarco, Ducati, 1:55,360, + 0,898
13. Miller, Ducati, 1:55,430, + 0,968
14. Pol Espargaró, KTM, 1:55,449, + 0,987
15. Nakagami, Honda, 1:55,627, + 1,165
16. Binder, KTM, 1:55,644, + 1,182
17. Rabat, Ducati, 1:55,707, + 1,245
18. Oliveira, KTM, 1:55,737, + 1,275
19. Crutchlow, Honda, 1:55,757, + 1,295
20. Lecuona, KTM, 1:56,135, + 1,673
21. Alex Márquez, Honda, 1:56,552, + 2,090
22. Smith, Aprilia, 1:57,027, + 2,565 

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