Krise bei Honda: Marc Márquez testet heute 2019-Bike!
Offiziell wurde diese Neuigkeit bei HRC noch nicht bestätigt. Aber Weltmeister Marc Márquez wird heute in Katar überraschend ein 2019-Bike von Nakagami testen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die drei HRC-Werksfahrer Marc Márquez, Alex Márquez und Castrol-Honda-LCR-Pilot Cal Crutchlow schafften am zweiten Abend beim IRTA-Test auf dem Losail Circuit in Katar nur die Plätze 14, 19 und 21. Der Japaner Takaaki Nakagami stahl ihnen auf der letztjährigen Idemitsu-Honda aus dem LCR-Team die Show – er landete auf Platz 10 und war damit bester Honda-Pilot.
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Diese Situation stimmte Weltmeister Marc Márquez nachdenklich. Offenbar herrschte am Sonntagabend im HRC-Lager auf dem Losail Circuit Krisenstimmung. Schließlich schlug Marc Márquez vor, man solle für ihn eine von Nakagamis 2019-Werksmaschinen startklar machen. Denn er will heute am dritten und letzten Testtag in Doha herausfinden, ob er mit der letztjährigen Honda RC213V ein besseres Vorderrad-Feeling findet als mit der neuesten Version. SPEEDWEEK.com entdeckte die 2019-Honda bereits kurz nach Beginn des letzten Testtages in der Repsol-Box.
Marc Márquez hat mit so einer 2019-Honda bei 19 Rennen zwölf Siege und sechs zweite Plätze erbeutet. Er wünschte sich dann trotzdem beim neuen Motorrad ein besseres Vorderrad-Gefühl, weil er oft stürzte und viele "Saves" veranstalten musste. Aber der Spanier stellte schon in Sepang vor zwei Wochen fest: "Das Ziel, ein besseres Feeling für den Vorderreifen zu finden, haben wir nicht erreicht."
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Repsol-Honda muss bis zum Donnerstag vor dem ersten Katar-Training (5. März) die Motor-Spezifikation und die Aerodynamik für das Bike von Marc Márquez und der anderen Honda-Fahrer homologieren. Danach ist diese "engine spec" eingefroren, der Fahrer darf nicht mehr umsteigen. Auch die Weiterenwicklung des Motors ist untersagt – wie bei den anderen Sieger-Teams Yamaha, Suzuki und Ducati. HRC könnte bis 5. März auch eine Version mit dem 2020-Motor und dem Chassis von 2019 aufbauen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Oder die drei HRC-Fahrer bekommen wie Nakagami letztjährige Maschinen...
HRC wollte ohnedies zwei Versionen homologieren lassen: Die 2019er-Honda für Nakagami, die 2020er-Spec waren für Marc und Alex Márquez und Cal Crutchlow vorgesehen. Nach dem gestrigen Tag steht fest: Honda muss sich etwas einfallen lassen. Denn Yamaha, Suzuki und Ducati sind deutlich stärker als die Titelverteidiger mit der "Triple Crown".
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