Andrea Iannone: «Wir sind, was wir aushalten können»

Von Mario Furli
MotoGP
Andrea Iannone: «Ich bin nicht wütend»

Andrea Iannone: «Ich bin nicht wütend»

Während seine MotoGP-Zukunft weiter ungewiss ist, gibt sich Andrea Iannone (30) kämpferisch. Der Aprilia-Pilot wandte sich mit einer Botschaft an seine Fans und seine schwer vom Coronavirus getroffene Heimat Italien.

Andrea Iannone nutzt die Zeit des «Social Distancing», um seine Fans an seinem Seelenleben teilhaben zu lassen: «Ich bin nicht wütend. Wir sind das, was wir aushalten können», schrieb er am Wochenende vielsagend auf seinem Instagram-Account.

Der 30-jährige Italiener bezieht sich dabei nicht nur auf den Coronavirus, der in seiner Heimat bereits 5476 Todesopfer gefordert hat. Iannone, der in Lugano wohnhaft ist, erlebt auch sportlich und privat schwere Zeiten: Seit dem 17. Dezember ist er vom Motorradweltverband FIM suspendiert, weil in seiner Urinprobe vom Sepang-GP (3. November) die verbotene Substanz Drostanolon nachgewiesen wurde. Ein Urteil steht nach der Anhörung am 4. Februar noch immer aus. Zu allem Überfluss ging vor wenigen Wochen auch noch die Beziehung zum italienischen TV-Sternchen und Influencerin Giulia De Lellis (24) in die Brüche.

«Ich gebe zu, dass es sicher kein einfacher Moment ist: Neben den Vorkommnissen, die das gesamte Land gerade erlebt und erleidet, brachte 2020 für mich viele Veränderungen und Situationen mit sich, denen man sich nur schwer stellt. Ich habe die Veränderung aber nicht als Limit gesehen, sondern als Chance, um zu beobachten und zu bewerten, mich selbst und die anderen», fuhr Iannone fort. «Heute bin ich nicht wütend, ganz im Gegenteil, ich schätze mich glücklich.»

Auch für seine Fans hat der 13-fache GP-Sieger eine Botschaft: «Ich erhalte jeden Tag tausende Nachrichten von Leuten, die mich unterstützen. Zuletzt habe ich mich selbst neu eingeschätzt, aber auch alle, die an meiner Seite waren, und jene, die sich ohne Zögern entfernt haben.»

«Sich der Veränderung zu stellen macht keine Angst, wenn man weiß, dass man zusammen ist. Sich dem Ganzen zu stellen macht dem keine Angst, der weiß, dass er alles hoch erhobenen Hauptes hinter sich lassen wird, ganz egal, wie es ausgeht», gibt sich Iannone entschlossen. «Das soll auch eine Botschaft für euch alle sein: Liebt eure Routine und wer dazu gehört, denn auf deren Halt könnt ihr euer Reich errichten. Mein Rat? Fangt damit an!»

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