Brivio: Suzuki setzt in der Coronakrise ein Zeichen

Von Nora Lantschner
MotoGP
Joan Mir, Davide Brivio und Alex Rins machen gemeinsam weiter

Joan Mir, Davide Brivio und Alex Rins machen gemeinsam weiter

Innerhalb von nur zwei Wochen legte Suzuki die Karten auf den Tisch: Joan Mir und Alex Rins sitzen auch 2021 und 2022 auf der GSX-RR. «Wir blicken der Zukunft zuversichtlich entgegen», betont Teammanager Davide Brivio.

Am gestrigen Samstag bestätigten Suzuki Ecstar und Joan Mir (22) offiziell, ihre Zusammenarbeit auf die Jahre 2021 und 2022 auszudehnen. Das Fahrerduo des Herstellers aus Hamamatsu steht somit fest, denn bereits vor zwei Wochen durfte Alex Rins (24), zweifacher Saisonsieger von 2019, seine Vertragsverlängerung verkünden – trotz Coronakrise.

«Ich möchte Joan für sein Vertrauen danken und auch der gesamten Suzuki Motor Corporation, die uns unterstützt», kommentierte Teammanager Davide Brivio die Vertragsunterzeichnung. «Dass wir die Verträge mit Alex Rins und Joan Mir in einem derart außergewöhnlichen und merkwürdigen Moment der Geschichte verlängern konnten, ist ein Zeichen, das uns große Hoffnung für die Zukunft gibt und die Fans ermutigt, positiv und optimistisch nach vorne zu blicken – in der Hoffnung, dass wir so bald wie möglich wieder auf die Rennstrecke zurückkehren können.»

Mit seinen 22 Jahren hat Mir schon eine MotoGP-Saison hinter sich. Mit zehn Top-10-Ergebnissen landete der Suzuki-Werksfahrer auf WM-Rang 12, obwohl er nach seinem Crash beim Montag-Test von Brünn zwei Grand Prix verpasste. Von den Rookies war am Ende nur Sensationsmann Fabio Quartararo (21) besser, der sieben Mal auf dem Podest stand. Mir hat Rang 5 auf Phillip Island als persönliche Bestleistung vorzuweisen. Auch in den Wintertests wusste der Moto3-Weltmeister von 2017 zu überzeugen, zuletzt landete er in Katar nur 0,271 Sekunden hinter der Bestzeit von Maverick Viñales (Yamaha) auf Platz 6.

«Wir sind sehr glücklich, dass wir uns mit Joan Mir einigen konnte und er unser Line-up für die kommenden zwei Jahre komplettiert», unterstrich Brivio. «Wir sehen in Joan einen sehr talentierten Fahrer und es ist wichtig, dass wir zusammen weitermachen, um die Erfahrung, die wir bisher gesammelt haben, voll auszunutzen und zu versuchen, uns noch weiter zu steigern. Wir sind zudem glücklich, dass wir ein junges Team mit zwei starken Fahrern wie Alex und Joan haben, was immer unser Ziel war. Damit können wir der Zukunft zuversichtlich entgegenblicken.»

Dass Suzuki auf Kontinuität setzt, kam alles andere als überraschend. Schon bei der Teamvorstellung Anfang Februar hatte Brivio betont: «Unser Projekt, das wir schon vor einigen Jahren begonnen haben, sieht vor, unsere eigenen Fahrer aufzubauen, um dann hoffentlich Top-MotoGP-Fahrer zu haben und Siege zu feiern. Wir sind sehr happy mit Alex und Joan, beide sind mit Suzuki in ihre MotoGP-Karriere gestartet. Wir hoffen, so lange wie möglich zusammen weiterzumachen, weil sie sehr stark sind und über großes Potenzial verfügen. Ich glaube, es ist ein großartiges Team, wir sollten es so beibehalten.»

Mit den Unterschriften von Mir und Rins wurde dies nun bestätigt. «Das wird uns Kontinuität geben, die auch aus technischer Sicht hilfreich sein wird», erklärte Projektleiter Shinichi Sahara die Suzuki-Philosophie. «Diese Konstanz, dass man dieselben Fahrer behält, ist sehr wichtig, weil es uns hilft, die Fortschritte nachzuverfolgen, was wiederum bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Über Mir sagte Sahara: «Joan ist ein talentierter Fahrer, er hat seine Fähigkeiten schon im Vorjahr unter Beweis gestellt und wir glauben, dass er mit unserem Team bedeutende Erfolge feiern kann, sobald er über noch mehr Erfahrung verfügt.»

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