Keine Motorentwicklung für 2021: Gut für die MotoGP?

Von Simon Patterson
MotoGP
Honda-Pilot Cal Crutchlow vor Valentino Rossi (Yamaha) und Danilo Petrucci (Ducati)

Honda-Pilot Cal Crutchlow vor Valentino Rossi (Yamaha) und Danilo Petrucci (Ducati)

Die MotoGP-Asse werden mit den bereits für 2020 homologierten Motoren auch in das Jahr 2021 starten. LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow nimmt es gelassen: «Der Fahrer macht auf dem Motorrad einen großen Unterschied.»

Als Reaktion auf die Coronakrise wurde die Motorentwicklung in der MotoGP-WM bis zum Saisonstart 2021 eingefroren, das gilt auch für die sogenannten «concession teams», aktuell Aprilia und KTM. Erst nach dem ersten Rennen des kommenden Jahres greifen dann wieder die bisher bekannten Regeln. Das bedeutet, dass Hersteller mit Konzessionen 2021 wieder am Motor arbeiten können, während Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki erst 2022 wieder ein neues Triebwerk homologieren dürfen. Außerdem gilt für alle: Das bereits homologierte Aero-Paket darf erst während der Saison 2021 ein Update pro Fahrer erhalten.

Neben der Kostenreduktion spielte bei der Entscheidung von Motorrad-Weltverband FIM, Teamvereinigung IRTA, Herstellerbund MSMA und WM-Promoter Dorna auch der Gedanke der Chancengleichheit eine Rolle, denn die in Europa ansässigen Hersteller waren in den vergangenen Wochen stärker eingeschränkt als die Kollegen in Japan.

«Sie haben die richtige Entscheidung getroffen», findet Cal Crutchlow. «Hervé [Poncharal], IRTA und MSMA haben es richtig gemacht. Es ist schwierig, weil wir das Motorrad immer verbessern wollen – die Ingenieure genauso – aber so ist es für alle fairer. Der Schlüssel wird sein, ob du mit deinem Bike und dem Set-up glücklich bist. Es ist schwierig zu wissen, wie wir uns – ausgehend von dem, wo wir jetzt stehen – verbessern können.»

«Einige Leute, die vielleicht einen guten Schritt von 2020 auf 2021 geplant haben, werden härter getroffen, aber das Feld, das wir hatten, war schon sehr konkurrenzfähig», ergänzte der LCR-Honda-Pilot. «Ein Motorrad war besonders stark – und ich werde nicht sagen welches – und sie werden davon profitieren. Aber der Fahrer macht auf dem Motorrad auch einen großen Unterschied.»

«Es war richtig und es ist gut für die WM», fasste der 34-jährige Brite zusammen. «Es sorgt dafür, dass es weiter eng zugeht und so weitergeht, wie es seit 2014 ist. Auch Aprilia und KTM müssen nicht so viel auf die anderen Bikes aufholen, weil sie gute, starke Bikes und schnelle Fahrer haben. Wir haben eine gute WM und ich freue mich darauf, wenn es losgeht.»

Zur Erinnerung: Bei den Testfahrten in Doha trennten die Top-7 zuletzt keine drei Zehntel. Beim Sepang-Test Anfang Februar waren alle sechs MotoGP-Hersteller in den Top-10 (und 0,345 Sekunden) vertreten.

Gesamtwertung IRTA-Test Sepang, 7. bis 9. Februar:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:58,349 min
2. Cal Crutchlow, Honda, 1:58,431 min, + 0,082 sec
3. Alex Rins, Suzuki, 1:58,450, + 0,101
4. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:58,502, + 0,153
5. Valentino Rossi, Yamaha, 1:58,541, + 0,192
6. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,606, + 0,257
7. Pol Espargaró, KTM, 1:58,610, + 0,261
8. Jack Miller, Ducati, 1:58,616, + 0,267
9. Dani Pedrosa, KTM, 1:58,662, + 0,313
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,694, + 0,345
11. Joan Mir, Suzuki, 1:58,731, + 0,382
12. Miguel Oliveira, KTM, 1:58,764, + 0,415
13. Marc Márquez, Honda, 1:58,772, + 0,423
14. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:58,831, + 0,482
15. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:58,859, + 0,510
16. Maverick Viñales, Yamaha, 1:58,893, + 0,544
17. Johann Zarco, Ducati, 1:58,951, + 0,602
18. Alex Márquez, Honda, 1:59,042, + 0,693
19. Brad Binder, KTM, 1:59,104, + 0,755
20. Tito Rabat, Ducati, 1:59,549, + 1,200
21. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:59,697, + 1,348
22. Bradley Smith, Aprilia, 1:59,841, + 1,492
23. Takaaki Nakagami, Honda, 1:59,860, + 1,511
24. Iker Lecuona, KTM, 1:59,898, + 1,549
25. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:00,100, + 1,751
26. Mika Kallio, KTM, 2:00,148, + 1,799
27. Lorenzo Savadori, Aprilia, 2:03,150, + 4,801
28. Takuya Tsuda, Suzuki, 2:03,674, + 5,325

Gesamtwertung IRTA-Test Doha, 22. bis 24. Februar:

1. Maverick Viñales, Yamaha, 1:53,858 min
2. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:53,891 min, + 0,033 sec
3. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:54,038, + 0,180
4. Alex Rins, Suzuki, 1:54,068, + 0,210
5. Jack Miller, Ducati, 1:54,105, + 0,247
6. Joan Mir, Suzuki, 1:54,129, + 0,271
7. Marc Márquez, Honda, 1:54,149, + 0,291
8. Takaaki Nakagami, Honda, 1:54,239, + 0,381
9. Brad Binder, KTM, 1:54,283, + 0,425
10. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:54,312, + 0,454
11. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:54,326, + 0,468
12. Valentino Rossi, Yamaha, 1:54,332, + 0,474
13. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:54,432, + 0,574
14. Johann Zarco, Ducati, 1:54,565, + 0,707
15. Pol Espargaró, KTM, 1:54,623, + 0,765
16. Danilo Petrucci, Ducati, 1:54,634, + 0,776
17. Tito Rabat, Ducati, 1:54,674, + 0,816
18. Cal Crutchlow, Honda, 1:54,830, + 0,972
19. Miguel Oliveira, KTM, 1:55,008, + 1,150
20. Iker Lecuona, KTM, 1:55,301, + 1,443
21. Alex Márquez, Honda, 1:55,519, + 1,661
22. Bradley Smith, Aprilia, 1:55,916, + 2,058

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