Danilo Petrucci: Von der MotoGP-WM in die Wüste?

Von Nora Lantschner
MotoGP

Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci (29) muss sich nach der MotoGP-Saison 2020 nach einem neuen Job umschauen. Aprilia oder die Superbike-WM stehen als Alternativen zur Debatte, aber auch die Rallye Dakar reizt ihn.

Weil das Ducati-Werksteam – wie am Mittwoch offiziell bestätigt wurde – für 2021 auf den 25-jährigen Jack Miller setzt, wird es für Danilo Petrucci eng in der MotoGP-WM. Der Manager des 29-Jährigen aus Terni, Alberto Vergani, sprach zuletzt bei «GPOne.com» von zwei Alternativen für die Zukunft seines Schützlings: Ein Wechsel in die Superbike-WM zu Aruba Ducati oder ein MotoGP-Vertrag mit Aprilia. In beiden Fällen liege aber noch nichts Konkretes vor, ergänzte der Italiener.

Dass ein eventueller Umstieg in die seriennahe Weltmeisterschaft kein Selbstläufer sei, weiß auch Vergani: «Man muss es aufmerksam abwägen», mahnte er. «Sollte Danilo in die Superbike-WM wechseln, wäre es sicher nicht so einfach, wie viele glauben, den Titel gleich im ersten Jahr zu holen.»

Zur Erinnerung: Der ehemalige MotoGP-Pilot Alvaro Bautista legte 2019 auf der Ducati Panigale V4R mit elf Siegen in Folge einen furiosen Start in sein Superbike-Abenteuer hin, musste sich am Ende in der WM-Tabelle aber doch deutlich dem inzwischen fünffachen Champion Jonathan Rea (Kawasaki) geschlagen geben.

«Petrux» selbst hatte zuletzt angedeutet, dass er sich einen Wechsel in die Superbike-WM vorstellen könne, brachte nun in der aktuellen Ausgabe des italienischen «Motosprint» aber auch ein ganz anderes Karriere-Ziel ins Spiel: «Mehr als die Superbike-WM würde mir die Dakar gefallen», schwärmte er von der berüchtigten Wüstenrallye.

«Ich will so lang wie möglich in der MotoGP weitermachen, weil es mein Traum ist, ein MotoGP-Bike zu fahren, und weil ich noch mehr Rennen gewinnen will», stellte der Mugello-Sieger von 2019 klar. «Wenn dies nicht möglich ist, würde ich gerne die Dakar mit dem Motorrad bestreiten. Noch kein MotoGP-Pilot hat die Dakar gewonnen, das wäre ein beachtliches Unterfangen.»

Das hat einen besonderen Grund: «Es sind zwei unterschiedliche Disziplinen. Im Rallye-Sport gibt es weniger Technologie, der Fahrer startet am Morgen, kommt am Abend an und muss den Großteil der Probleme alleine lösen, ohne Ingenieure oder Mechaniker. Das Konzept gefällt mir – und danach könnte ich sagen, dass ich mit allen Motorrädern Rennen gefahren bin. Ich habe mit Trial angefangen, dann Cross und Straßenrennsport, die Disziplin, die mir am Herzen liegt», zählte Petrucci auf.

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