Jerez-Test: Marc Márquez vorne, Rossi auf Platz 3

Von Nora Lantschner
MotoGP
In der ersten MotoGP-Test-Session nach der Zwangspause fuhr Marc Márquez (Honda) auf dem Circuito de Jerez-Ángel Nieto Bestzeit – gefolgt von Alex Rins (Suzuki) und Valentino Rossi (Yamaha).

Genau 142 Tage sind vergangen, seit die MotoGP-Stars beim Katar-Test zuletzt auf ihren Rennmaschinen saßen. Einzig die «concession teams» von KTM und Aprilia konnten bereits privat mit ihren Stammfahrern testen, zuletzt in Misano. Kein Wunder also, dass auf dem Circuito de Jerez-Ángel Nieto bereits kurz nach 10 Uhr Hochbetrieb herrschte, als die erste von zwei eineinhalbstündigen Test-Sessions für die Königsklasse begann.

Zur Erinnerung: In der kombinierten Zeitenliste des Katar-Tests dominierte Yamaha mit Viñales, Morbidelli und Quartararo in den Top-3, gefolgt von Suzuki-Werksfahrer Alex Rins und Ducati-Pilot Jack Miller.

In Jerez blieb nach einer knappen halben Stunde Repsol-Honda-Star Marc Márquez in 1:38,985 min als Erster unter der Marke von 1:39 min. Zum Vergleich seine schnellste Rennrunde aus dem Vorjahr, als der Spanien-GP allerdings noch Anfang Mai stattfand: 1:38,051 min. Der All-Time-Lap-Record aus der Pole-Runde von Fabio Quartararo, eine 1:36,880 min, wird angesichts der höheren Temperaturen im andalusischen Hochsommer schwer erreichbar sein. Schon um 11 Uhr kratzten die Lufttemperaturen heute an den 35 Grad, die Streckentemperatur betrug bis zu 44 Grad.

Zur Halbzeit der Session setzte sich Yamaha-Werksfahrer Viñales in 1:38,873 min auf Platz 1, kurz darauf gelang der Aprilia-Speerspitze Aleix Espargaró auf der RS-GP20 die exakt gleiche Zeit. Lange blieb das Duo aber nicht an der Spitze: Zunächst war Marc Márquez um 0,035 sec schneller, ehe Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller in 1:38,348 min deutlich schneller war.

Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli, der vor dem WM-Neustart seine Vertragsverlängerung bis 2022 verkünden durfte, schob sich auf Rang 2 (+ 0,385 sec), bevor die letzte halbe Stunde der ersten Session anbrach.

Andrea Dovizioso, der bis zu diesem Zeitpunkt noch auf dem 22. und letzten Platz gelegen war, machte einen ersten Sprung nach vorne: Mit 0,854 sec Rückstand auf seinen Markenkollegen reihte sich der dreifache MotoGP-Vizeweltmeister zweieinhalb Wochen nach der Schlüsselbein-OP vorläufig auf Rang 9 ein.

20 Minuten vor Schluss übernahm Quartararo Rang 3 von Marc Márquez, der dann auch von Joan Mir um einen Platz nach hinten verdrängt wurde. Wenig später schob sich auch dessen Suzuki-Teamkollege Alex Rins in die Top-10.

Als nur noch 12 Minuten auf der Uhr standen, überraschte Bradley Smith (Aprilia) mit einem Sprung auf Platz 8, ehe sich Red Bull-KTM-Werksfahrer Pol Espargaró auf Rang 6 verbesserte. In den finalen sieben Minuten sollte die Zeitenliste aber noch einmal kräftig durchgemischt werden.

Aleix Espargaró schob sich bis auf 0,018 sec an Miller heran, dann setzte Marc Márquez in 1:37,941 min eine neue Richtzeit. Aprilia-Hoffnungsträger Espargaró verbesserte sich im nächsten Umlauf auf Platz 2 (+ 0,344), Cal Crutchlow (LCR Honda) seinerseits auf Platz 3 (+ 0,372 sec).

Zwei Minuten vor Schluss übernahm Rins den zweiten Rang (+ 0,252 sec) und Valentino Rossi, der zuvor lange nicht in den Top-10 zu sehen gewesen war, tauchte doch noch auf Platz 3 (+ 0,281 sec) auf.

Übrigens: Mit dem achtplatzierten Tech3-KTM-Pilot Miguel Oliveira finden sich in den Top-8 alle sechs Fabrikate.

Jerez-Test, 15. Juli, MotoGP-Session 1:

1. Marc Márquez, Honda, 1:37,941 min
2. Rins, Suzuki, 1:38,193 min, + 0,252 sec
3. Rossi, Yamaha, 1:38,222, + 0,281
4. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:38,285 + 0,344
5. Quartararo, Yamaha, 1:38,312, + 0,371
6. Crutchlow, Honda, 1:38,313, + 0,372
7. Miller, Ducati, 1:38,348, + 0,407
8. Oliveira, KTM, 1:38,426, + 0,485
9. Morbidelli, Yamaha, 1:38,733, + 0,792
10. Bagnaia, Ducati, 1:38,792, + 0,851
11. Mir, Suzuki, 1:38,823, + 0,882
12. Pol Espargaró, KTM, 1:38,844, + 0,903
13. Viñales, Yamaha, 1:38,863, + 0,922
14. Nakagami, Honda, 1:38,873, + 0,932
15. Smith, Aprilia, 1:38,942, + 1,001
16. Lecuona, KTM, 1:39,089, + 1,148
17. Zarco, Ducati, 1:39,139, + 1,198
18. Alex Márquez, Honda, 1:39,151, + 1,210
19. Dovizioso, Ducati, 1:39,201, + 1,260
20. Petrucci, Ducati, 1:39,249, + 1,308
21. Binder, KTM, 1:39,282, + 1,341
22. Rabat, Ducati, 1:39,559 + 1,618

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 28.11., 08:55, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 28.11., 09:25, Motorvision TV
    Chateaux Impney Hill Climb
  • Sa. 28.11., 09:25, Sky Sport 2
    Formel 2
  • Sa. 28.11., 10:05, Sky Sport 2
    Formel 2
  • Sa. 28.11., 10:10, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 28.11., 10:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 28.11., 11:00, Spiegel TV Wissen
    Rosberg über Rosberg
  • Sa. 28.11., 11:25, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Sa. 28.11., 11:55, Sky Sport 2
    Formel 1: Großer Preis von Bahrain
  • Sa. 28.11., 12:25, SPORT1+
    Motorsport - Porsche GT Magazin
» zum TV-Programm
8DE