Maverick Viñales (Yamaha/2.): «Wir haben noch Ideen»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Die Arbeitsweise in der Yamaha-Box wurde an die Corona-Vorschriften angepasst

Die Arbeitsweise in der Yamaha-Box wurde an die Corona-Vorschriften angepasst

«Es funktioniert schon gut», freute sich Maverick Viñales am Freitag in Jerez. Im Hinblick auf den MotoGP-Auftakt weiß er um die Schwäche der Yamaha M1, im Reifenmanagement macht er aber einen Vorteil aus.

Mit der zweiten Gesamtzeit war Maverick Viñales nach zwei Trainings-Sessions zufrieden: «Ich fühlte mich heute wirklich gut, vor allem am Vormittag, da war das Grip-Level sehr hoch und ich konnte ohne Probleme sehr gute Rundenzeiten fahren. Am Nachmittag mussten wir dann viele Dinge ausprobieren, vor allem an der Elektronik. Wir haben versucht, uns bei diesen Bedingungen zu verbessern. Ich fühlte mich recht gut, Runde für Runde besser. Vor allem beim letzten Exit haben wir etwas ausprobiert und die Rundenzeiten waren auf gebrauchten Reifen wirklich gut.»

Trotzdem gebe es noch Verbesserungspotenzial, ist der WM-Dritte von 2019 überzeugt: «Wir haben noch einige neue Ideen für morgen. Wir wollen aber nicht vom Weg abkommen, weil ich glaube, dass unser Motorrad schon gut funktioniert, auf einer Runde ist es fantastisch. Wir werden also auf dem Weg weitermachen.»

In Sachen Top-Speed sind die Yamaha-Piloten aber weiter am Ende des Feldes. Davon will sich der 25-jährige Spanier aber nicht zu sehr beeindrucken lassen. «Klar ist es etwas, das wir auf dem Zettel haben. Wir haben aber auch etwas hier, was wir in der Hinsicht probieren wollen. Wir müssen aber mit dem arbeiten, was wir haben, und das Maximum aus jeder Runde herausholen: Wir müssen die Vorteile unseres Motorrads hervorheben. Mit den Reifen gehen wir gut um, das ist ein Punkt auf unserer Seite. Mit der zweiten Session bin ich auch ziemlich happy, es war nicht einfach mit der Hitze und dem Wind – und ich fühlte mich mit ziemlich viel Sprit gut. Klar, mit dem Top-Speed wird es hier schwierig, aber ich glaube auch, dass ich aus Kurve 5 recht gut herausbeschleunige. Es wird schwierig, mich dort zu überholen, weil ich viel Grip habe.»

Der Start wird der Schlüssel, glaubt der zweifache Saisonsieger von 2019: «Es wird sehr wichtig, in der ersten Startreihe zu stehen – ob auf 1, 2 oder 3 ist egal. Dann wird es auch wichtig sein, in den ersten Runden zu pushen und zu versuchen, einen Abstand herauszufahren. Mit dem niedrigen Top-Speed ist es in den Kämpfen immer schwer.»

Während Valentino Rossi über Probleme mit dem Hinterreifen klagte, unterstrich sein Teamkollege: «Ich hatte keine Probleme mit den Reifen, darüber bin ich sehr glücklich. Es wird ein bisschen schwierig werden, die Mischung für das Rennen auszuwählen, aber ich fühle mich mit beiden Kombinationen gut. Das Bike arbeitet fantastisch.»

Übrigens: Viñales muss auf einen Öhlins-Techniker verzichten, der nicht rechtzeitig aus Australien ausreisen konnte. «Es ist schade, weil Patrick ein wichtiger Teil des Teams ist, der immer gute Ideen für das Rennen hat. Aber es ist, wie es ist. Die Jungs arbeiten gut und ich mag unser System mit den Kopfhörern, weil ich sie besser höre und die Dinge auch besser erklären kann, weil die Nebengeräusche wegfallen. Ich glaube, dass können wir auch in Zukunft nutzen.»

Ergebnisse Spanien-GP, MotoGP, FP2:

1. Morbidelli, Yamaha, 1:38,125 min
2. Quartararo, Yanmaha, 1:38,152
3. Binder, KTM, 1:38,250
4. Marc Márquez, Honda, 1:38,369
5. Pol Espargaró, KTM, 1:38,372
6. Crutchlow, Honda, 1:38,390
7. Viñales, Yamaha, 1:38,596
8. Zarco, Ducati, 1:38,610
9. Dovizioso, Ducati, 1:38,614
10. Bagnaia, Ducati, 1:38,625
11. Nakagami, Honda, 1:38,687
12. Lecuona, KTM, 1:38,816
13. Petrucci, Ducati, 1:38,836
14. Rins, Suzuki, 1:38,845
15. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:38,904
16. Mir, Suzuki, 1:38,933
17. Oliveira, KTM, 1:39,004
18. Miller, Ducati, 1:39,156
19. Rabat, Ducati, 1:39,181
20. Rossi, Yamaha, 1:39,222
21. Alex Márquez, Honda, 1:39,604
22. Smith, Aprilia, 1:39,703

Kombinierte MotoGP-Zeitenliste am Freitag:

1. Marc Márquez, Honda, 1:37,350 min
2. Viñales, Yamaha, 1:37,374, + 0,024 sec
3. Crutchlow, Honda, 1:37,438, + 0,088
4. Dovizioso, Ducati, 137,471, + 0,121
5. Mir, Suzuki, 1:37,481, + 0,131
6. Miller, Ducati, 1:37,487, + 0,137
7. Rins, Suzuki, 1:378,569, + 0,219
8. Pol Espargaró, KTM, 1:37,712, + 0,362
9. Lecuona, KTM, 1:37, 714, + 0,364
10. Binder, KTM, 1:37,923, + 0,573
11. Zarco, Ducati, 1:37,940, + 0,590
12. Morbidelli, Yamaha, 1:37,982, + 0,632
13. Rossi, Yamaha, 1:38,118, + 0,768
14. Nakagami, Honda, 1:38,129, + 0,779
15. Quartararo, Yamaha, 1:38,152, + 0,802
16. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:38,209, + 0,859
17. Alex Márquez, Honda, 1:38,212, + 0,862
18. Bagnaia, Ducati, 1:38,316, + 0,966
19. Rabat, Ducati, 1:38,337, + 0,987
20. Oliveira, KTM, 1:38,506, + 1,156
21. Petrucci, Ducati, 1:38,507, + 1,157
22. Smith, Aprilia, 1:38,730, + 1,380

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