Marc Márquez reist nach Jerez: Medizinischer Check

Von Nora Lantschner
MotoGP
Marc Márquez traf heute am späten Vormittag in Jerez ein

Marc Márquez traf heute am späten Vormittag in Jerez ein

Erst am Dienstag wurde der sechsfache MotoGP-Champion Marc Márquez (Honda) in Barcelona am gebrochenen rechten Oberarm operiert, am heutigen Donnerstag machte er sich wieder auf den Weg nach Jerez.

Nach seinem fürchterlichen Abflug im Spanien-GP am Sonntag reiste Marc Márquez am Montag nach Barcelona, wo im Hospital Universitari Dexeus am Dienstag ein Ärzteteam um seinen Vertrauensarzt Dr. Xavier Mir eine Titanplatte an seinem rechten Oberarm einsetzte. Der achtfache Weltmeister wurde am Mittwoch nach Hause nach Cervera entlassen. Márquez war in der Klinik im obersten Stockwerk einquartiert. Er soll in seinem Zimmer bereits mehr als 40 Armbeugen absolviert haben, bevor er sich zur Heimreise aufgemacht hat.

Die Tatsache, dass der Speichennerv nicht in Mittleidenschaft gezogen worden ist, stimmt alle Beteiligten zwar zuversichtlich, weil der Honda-Star dadurch umgehend mit den Reha-Maßnahmen beginnen konnte. Allerdings ließ Dr. Mir gegenüber «MotoGP.com» durchklingen, dass er einen Start in der MotoGP-WM erst für den Brünn-GP in zwei Wochen für möglich halte: «Der Arm ist zum Glück in besserem Zustand als erwartet. Die Tür für eine Rückkehr in Brünn ist halb offen», gab er sich vorsichtig optimistisch.

Trotzdem sickerte vor allem in den spanischen Medien durch, dass Marc Márquez mit dem Gedanken spiele, es schon beim «Gran Premio Red Bull de Andalucía» an diesem Wochenende zu versuchen. Das Repsol Honda Team hielt sich mit einem Zeitplan für das Comeback des achtfachen Weltmeisters zunächst zurück, bestätigte aber am Donnerstagvormittag über Twitter: «Nach einer erfolgreichen Operation am Dienstag ist Marc Márquez auf dem Weg nach Jerez.»

Nun wurde zudem bekanntgegeben: Um 13.30 Uhr wird sich der 27-jährige Spanier einem medizinischen Check unterziehen. Anschließend wird sich Repsol-Honda-Teammanager Alberto Puig zum Zustand seines Schützlings äußern.

Angeblich hätte Marquez keine Probleme, das Gas auf- und zuzudrehen und den Bremshebel zu betätigen. Dennoch: Wer Márquez auf kurzen Video-Sequenzen eines spanischen TV-Senders am Mittwoch mit Gesichtsmaske beim Verlassen der Klinik in Begleitung seines Managers Emilio Alzamora und Dr. Mir gesehen hat, hält eine vorgezogene Probefahrt mit der MotoGP-Honda am Freitag für nahezu ausgeschlossen.

Auch das Team wirkt etwas überrumpelt und ist derzeit in Gesprächen mit Spezialisten, die diverse Vor- und Nachteile für einen frühen Comeback-Versuch am Wochenende evaluieren.

Ein Notfallplan wäre es, erst am Samstag in der dritten freien Trainingssession einzusteigen. Somit hätte der Arm einen weiteren Tag Ruhe.

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