Valentino Rossi (Yamaha): WM für viele Fahrer offen

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi analysiert vor dem Österreich-GP die WM-Situation

Valentino Rossi analysiert vor dem Österreich-GP die WM-Situation

Yamaha-Star Valentino Rossi will sich vom Top-Speed-Rückstand seiner M1 selbst in Spielberg nicht aus der Ruhe bringen lassen. In der MotoGP-WM hat der Italiener auch Lokalmatador KTM auf dem Zettel.

Valentino Rossi kommt nach dem fünften Platz in Brünn zuversichtlich nach Spielberg: «Auf dem Papier ist diese Strecke nicht gut für die M1, denn der Top-Speed ist keine besondere Stärke von uns. 2019 ließ sich das Motorrad aber gut fahren, wir haben ein gutes Rennen gemacht», verwies der Yamaha-Star auf seinen vierten Platz im Vorjahr – hinter Fabio Quartararo, der mit Platz 3 das bisher beste Ergebnis für die M1 auf dem Red Bull Ring egalisierte. «Von Ducati und Honda waren wir etwas zu weit weg, aber wir haben um den Sieg gekämpft. Das ist sehr wichtig. Wir müssen versuchen, stark zu sein und um das Podium zu kämpfen.»

Interessant dürfte auch sein, wie sich das Wetter für den Österreich-GP entwickelt. Am Donnerstagvormittag strahlte noch die Sonne, während der Pressekonferenz schüttete es am frühen Abend wie aus Eimern. «Es sieht so aus, als könnte es sich vom Vormittag auf den Nachmittag verändern. Es ist nicht ganz klar, was passieren wird. Wir müssen also auf alle Bedingungen vorbereitet sein», weiß auch der 41-jährige Italiener.

Im Hinblick auf den WM-Kampf in der verkürzten Corona-Saison, die schon einige Überraschungen bereithielt, sagte der «Dottore» vor dem vierten MotoGP-Rennen des Jahres: «Ich glaube, dass die WM für viele Fahrer wirklich offen ist. Nicht nur, weil Dovi bis jetzt etwas in Schwierigkeiten steckt und Márquez sich verletzt hat. Die ganzen Ergebnisse hängen stark von den Reifen ab. Und vor allem liegen die ersten zehn oder vielleicht sogar 15 Fahrer sehr eng beieinander. Ein Wochenende kann sich vom Vormittag zum Nachmittag verändern. Manchmal bist du nicht direkt im Q2, aber am Ende gewinnst du das Rennen – wie Brad in Brünn. Das bedeutet, alles ist offen. Es kann sehr lustig werden, das zu verfolgen.»

Auch KTM sieht der neunfache Weltmeister nicht zuletzt nach dem Premieren-Sieg in Brünn im Titelkampf: «Ja, warum nicht? Der Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr ist beeindruckend. KTM hat viel Engagement in das MotoGP-Programm gesteckt. In Jerez waren sie schon konkurrenzfähig und in Brünn hätten sie ohne den Crash von Pol einen Doppelsieg feiern können. Hier in Spielberg sind sie sehr stark, vielleicht sogar die Favoriten. Schon im Vorjahr hat zum Beispiel Oliveira hier ein sehr gutes Rennen gezeigt. Sie haben mindestens drei Fahrer, die sich in einer sehr guten Form befinden und stark unterwegs sind. Sicher können sie um die WM mitkämpfen.»

WM-Stand nach 3 von 14 Rennen:

1. Quartararo, 59 Punkte. 2. Viñales 42. 3. Morbidelli 31. 4. Dovizioso 31. 5. Binder 28. 6. Zarco 28. 7. Rossi 27. 8. Nakagami 27. 9. Miller 20. 10. Rins 19. 11. Pol Espargaró 19. 12. Oliveira 18. 13. Alex Márquez 13. 14. Mir 11. 15. Petrucci 11. 16. Bagnaia 9. 17. Rabat 7. 18. Aleix Espargaró 6. 19. Crutchlow 6. 20. Smith 5.

Konstrukteurs-WM nach 3 von 14 Rennen:

1. Yamaha 70. 2. KTM 44. 3. Ducati 42. 4. Honda 27. 5. Suzuki 24. 6. Aprilia 11.

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