Danilo Petrucci (Ducati): «So kommen wir nicht weit»

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Danilo Petrucci

Danilo Petrucci

Wenn ein Werksfahrer hinter sämtlichen Satelliten-Piloten ins Ziel kommt, ist das ein Tiefschlag sondergleichen. Danilo Petrucci (Ducati) hat nach dem ersten MotoGP-Rennen in Misano einiges zu grübeln.

Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci wusste bereits nach dem Qualifying, dass das Rennen in Misano kein Jubeltag für ihn wird. «Meine Pace war nicht so grauenhaft, wie meine Position», meinte er nach Startplatz 15 am Samstag. «Auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, zu überholen.»

Im Rennen kam der 29-Jährige sogar noch eine Position weiter hinten an, erschreckende 22,094 sec hinter Sieger Franco Morbidelli (Petronas Yamaha). Und fast 20 sec hinter dem besten Ducati-Fahrer Pecco Bagnaia, der Zweiter wurde. Bis auf den gestürzten Tito Rabatt kamen sämtliche Ducati-Piloten vor Werksfahrer Petrucci ins Ziel.

«Das war eines der schwierigsten Rennen meiner Karriere», hielt Petrucci fest. «Einige Positionen verlor ich durch Kollisionen, das Motorrad war sehr schwer zu verstehen. Meine Probleme sind schwer zu verstehen. Fest steht, dass nichts funktionierte, was wir versuchten. Auch wenn es nicht so heiß war, konnte ich nur mit dem harten Vorderreifen fahren, das Motorrad ließ sich nicht abbremsen. Deshalb kollidierte ich auch zweimal mit Alex Marquez, wofür ich mich entschuldige. Glücklicherweise ist er nicht gestürzt. Ich hatte mit meiner Motorbremse zu kämpfen, meine beste Zeit fuhr ich in der letzten Runde. Das beweist, dass es eine Frage des Gewichts ist – ohne Sprit war das Bike besser. Jetzt müssen wir genau herausfinden, wie wir die Balance bei solchen Bedingungen anpassen, ich bin schwerer als die anderen Piloten. Beim Test am Dienstag wollen wir zumindest herausfinden, in welche Richtung es gehen muss. Wie ich mich bewegen muss und was wir mit der Balance und der Geometrie machen müssen. Mit dem jetzigen Set-up kommen wir nicht weit.»

Ergebnisse MotoGP Misano/I:

1. Morbidelli, Yamaha, 27 Runden in 42:02,272 (=162,8 km/h)
2. Bagnaia, Ducati, + 2,217 sec
3. Mir, Suzuki, + 2,290
4. Rossi, Yamaha, + 2,643
5. Rins, Suzuki, + 4,044
6. Viñales, Yamaha, + 5,383
7. Dovizioso, Ducati, + 10,358
8. Miller, Ducati, + 11,155
9. Nakagami, Honda, + 10,839 (eine Position zurückversetzt)
10. Pol Espargaró, KTM, +12,030
11. Oliveira, KTM, + 12,376
12. Binder, KTM, + 12,405
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 15,142
14. Lecuona, KTM, + 19,914
15. Zarco, Ducati, + 20,152
16. Petrucci, Ducati, + 22,094
17. Alex Márquez, Honda, + 22,473
18. Bradl, Honda, + 37,856
19. Smith, Aprilia, + 1:18,831 min

Fahrer-WM nach 6 von 14 Rennen: 1. Dovizioso, 76 Punkte. 2. Quartararo 70. 3. Miller 64. 4. Mir 60. 5. Viñales 58. 6. Rossi 58. 7. Morbidelli 57. 8. Binder 53. 9. Nakagami 53. 10. Oliveira 48. 11. Pol Espargaró 41. 12. Rins 40. 13. Zarco 31. 14. Bagnaia 29. 15. Petrucci, 25.

Konstrukteurs-WM nach 6 von 14 Rennen: 1. Yamaha, 113 Punkte. 2. Ducati 107. 3. KTM 88. 4. Suzuki 73. 5. Honda 53. 6. Aprilia 23.

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