Alex Márquez (Honda/7.): Ein Zeichen an die Kritiker

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Alex Márquez verbesserte sich im Rennen um zehn Plätze

Alex Márquez verbesserte sich im Rennen um zehn Plätze

Alex Márquez hat seinen Kritikern die lange Nase gezeigt und mit P7 sein bislang bestes MotoGP-Ergebnis eingefahren. Ein Problem mit dem Lenker verhinderte, dass er in Misano sogar bester Honda-Pilot geworden wäre.

In seinem siebten MotoGP-Rennen hat Alex Márquez ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Honda-Fahrer verbesserte sich im Vergleich zur Vorwoche um 17 Sekunden und überquerte die Ziellinie als Siebter. Besonders für sein Selbstvertrauen war dieses Rennen wichtig, zumal er schon im Warm-Up am schnellsten war. «Ich bin wirklich glücklich. Natürlich habe ich davon profitiert, dass es einige Stürze gab. Vielleicht übertüncht Platz 7 auch die wahre Leistungsstärke, aber hätte es die Unfälle nicht gegeben, dann hätte ich trotzdem um eine Top-10-Platzierung kämpfen können», ist sich der jüngere Bruder von Weltmeister Marc sicher.

Beinahe hätte er noch als bester Fahrer seines Werks abgeschlossen, doch in der Schlussphase hatte der 24-jährige Neuling ein Problem mit dem Lenker. Dadurch rutschte Takaaki Nakagami noch durch. Márquez sagte: «Taka ist auf einem besseren Level. Das liegt nicht an seinem Motorrad, sondern an seinem Fahrstil.» Nakagami fährt mit eine 2019er Honda.

Für die zwei verbliebenen Piloten des japanischen Werks - Cal Crutchlow fehlte ebenso verletztungsbedingt wie Stefan Bradl und Marc Márquez - war das Wochenende ein Lichtblick. Sie kämpfen sich auch in der WM-Wertung nach vorne: Alex Márquez ist jetzt mit 24 Punkten 16. und zeigt sich selbstkritisch. Der Spanier weiß, wo er ansetzen muss. Schließlich war er nur von P17 aus ins Rennen gegangen. «Das Tempo im Rennen ist ganz gut. Jetzt muss ich mich noch in der Qualifikation steigern. Ich bin aber konstanter, habe ein besseres Gefühl und werde dadurch auch schneller. Ich muss jetzt noch meine Strategie für das Wochenende anpassen und relaxter an den Samstag rangehen.»

Eine Extra-Portion Selbstvertrauen kann angesichts der anstehenden Aufgaben nicht schaden, denn Márquez glaubt, dass Honda in Barcelona Probleme haben könnte: «Das ist nicht die beste Strecke für uns.» Aus persönlicher Sicht kann er das nicht behaupten. Immerhin hat er dort in den kleineren Klassen bereits drei Mal gewonnen. «Ich mag diese Strecke. Ich muss meinen Moto2-Fahrstil noch ein wenig an den MotoGP-Style anpassen, aber ich wachse und bin bereit für die Herausforderung.»

Außerdem hat Alex Márquez erneut bewiesen, dass er sich steigern kann, wenn zwei Rennen innerhalb einer Woche auf ein und derselben Strecke stattfinden.

Ergebnis MotoGP, Emilia Romagna-GP, 20. September

1. Viñales, Yamaha, 27 Runden in 41:55,846 min
2. Mir, Suzuki, + 2,425 sec
3. Pol Espargaró, KTM, + 4,528
4. Quartararo, Yamaha, + 6,419
5. Oliveira, KTM, + 7,368
6. Nakagami, Honda, + 11,139
7. Alex Márquez, Honda, + 11,929
8. Dovizioso, Ducati, + 13,113
9. Morbidelli, Yamaha, + 15,880
10. Petrucci, Ducati, + 17,682
11. Zarco, Ducati, + 23,144
12. Rins, Suzuki, + 24,962
13. Smith, Aprilia, + 30,008

Fahrer-WM nach 7 von 14 Rennen:

1. Dovizioso 84 Punkte. 2. Quartararo 83. 3. Viñales 83. 4. Mir 80. 5. Morbidelli 64. 6. Miller 64. 7. Nakagami, 63. 8. Oliveira 59. 9. Rossi 58. 10. Pol Espargaró 57. 11. Binder 53. 12. Rins 44. 13. Zarco 36. 14. Petrucci 31. 15. Bagnaia 29. 16. Alex Márquez 24. 17. Aleix Espargaró 18. 18. Lecuona 15. 19. Smith 11. 20. Rabat 7. 21. Crutchlow 7. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 7 von 14 Rennen:

1. Yamaha 138 Punkte. 2. Ducati 115. 3. KTM 104. 4. Suzuki 93. 5. Honda 63. 6. Aprilia 26.


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