Pecco Bagnaia (Ducati/6.): «Der Mittwoch ist der Tag»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Pecco Bagnaia gefolgt von Aleix Espargaró, Oliveira, Binder, Crutchlow, Alex Márquez und Viñales

Pecco Bagnaia gefolgt von Aleix Espargaró, Oliveira, Binder, Crutchlow, Alex Márquez und Viñales

Pecco Bagnaia war mit seiner Renn-Pace beim Catalunya-GP zufrieden, der Pramac-Ducati-Pilot trauerte aber dem Qualifying und vor allem dem Freitag nach. Im Hinblick auf seine MotoGP-Zukunft gibt er sich unwissend.

Mit dem sechsten Rang war Francesco «Pecco» Bagnaia am Sonntag nicht zufrieden, trotzdem nimmt er positives aus Katalonien mit: «Ich kann von diesem Wochenende viel lernen. Denn es darf nicht sein, dass ich einen ganzen Tag verliere, weil ich mich am Freitag nicht auf die Bedingungen und die Grip-Verhältnisse einstellen konnte. Das hat uns dann am Samstag ein bisschen eingeschränkt. Wir wussten aber, dass wir in Sachen Renn-Pace dabei waren und vielleicht hätten aufholen können. Aber wenn man so weit hinten startet, dann ist das keine Hilfe. Vor allem nicht auf so einer Strecke, wo die Reifen stark abbauen», verwies der Italiener auf seinen 14. Startplatz.

«In der ersten Phase des Rennens konnte ich nicht viel Druck machen, weil ich sonst nicht bis zum Schluss durchgekommen wäre. Das ist schade, wenn man sich die Rückstände anschaut: Zehn Runden vor Schluss lag ich mehr als sechs Sekunden zurück, am Ende fuhr ich drei Sekunden hinter Fabio durchs Ziel. Das ist schade, aber mit den Fortschritten, die wir das Wochenende über gemacht haben, können wir zufrieden sein», betonte der Moto2-Weltmeister von 2018.

Zu seiner Strategie erklärte Pecco: «Die ersten Runden waren schwierig, weil die KTM und wer sonst noch vor mir war gepusht haben. Ich habe mich gefragt, wann bei ihnen der ‚Drop‘ am Hinterreifen eingesetzt hätte, weil sie zu sehr gepusht haben für die Bedingungen, die wir vorgefunden haben. Ich habe dagegen versucht abzuwarten, die Reifen zu schonen, um bis zum Ende des Rennens durchzukommen. Bis zum Schluss wurde meine Strategie belohnt. Aber schade, dass wir so weit hinten gestartet sind. Ich hoffe, dass ich die Lektion gelernt habe und diesen Fehler nicht mehr machen werde.»

Das Reifenmanagement stand beim Catalunya-GP, der Corona-bedingt in den deutlich kühleren September verschoben werden musste, im Fokus. Reifenlieferant Michelin nahm der Pramac-Ducati-Pilot aber in Schutz: «Michelin trifft eigentlich keine Schuld, weil wir hier in Barcelona bis Donnerstag noch 28 Grad hatten. Ich glaube, dass sie auch nicht erwartet haben, dass es so kalt sein würde. Die Reifen waren deshalb auf wärmere Temperaturen ausgerichtet. Aber meiner Meinung nach war es kein Fehler von Michelin. Am Ende haben wir uns angepasst und wir konnten trotzdem Rennen fahren. Deshalb glaube ich, dass es auch in Le Mans keine Probleme geben wird. Denn dort erwarten sie schon, dass es kalt wird.»

Im Hinblick auf den Frankreich-GP in zwei Wochen ergänzte der 23-jährige Italiener: «Die Temperaturen werden wohl maximal 13 oder 14 Grad erreichen, wie es jetzt ausschaut – und das Minimum sollten 5 Grad sein. Am Vormittag wird es also sehr schwer werden. Dazu muss man abwarten, ob es regnet. Denn im Nassen sind diese Verhältnisse wirklich schwierig und kritisch. Aber ich glaube, dass wir schnell sein können. Die Strecke gefällt mir sehr und vor allem waren die Ducati dort in den vergangenen Jahren immer recht gut unterwegs. Wir werden versuchen, dort am Freitag stark loszulegen und ein schönes Rennen zu zeigen.»

Vorher wird aber noch eine offizielle Mitteilung aus Borgo Panigale erwartet, denn Ducati wollte nach dem Catalunya-GP verkünden, ob Bagnaia oder Zarco 2021 neben Miller im Werksteam antreten wird. Die jüngsten Leistungen deuten eindeutig in Richtung des Rossi-Schülers, der aber beteuert: «Ich weiß es nicht, warten wir den Mittwoch ab, ich glaube, der Mittwoch ist der Tag, an dem wir etwas erfahren.»

Ergebnisse MotoGP Catalunya/E:

1. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 24 Runden in 40:33,176 min
2. Joan Mir (E), Suzuki, +0,928 sec
3. Alex Rins (E), Suzuki, +1,898
4. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,846
5. Jack Miller (AUS), Ducati, +3,391
6. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +3,518
7. Takaaki Nakagami (J), Honda, 3,671
8. Danilo Petrucci (I), Ducati, +6,117
9. Maverick Vinales (E), Yamaha, +13,607
10. Cal Crutchlow (GB), Honda, +14,483
11. Brad Binder (ZA), KTM, +14,927
12. Aleix Espargaro (E), Aprilia, +15,647
13. Alex Marquez (E), Honda, +17,327
14. Iker Lecuona (E), KTM, +27,066
15. Tito Rabat (E), Ducati, +27,282
16. Bradley Smith (GB), Aprilia, +28,736
17. Stefan Bradl (D), Honda, +32,643
– Miguel Oliveira (P), KTM
– Valentino Rossi (I), Yamaha
– Pol Espargaro (E), KTM
– Johann Zarco (F), Ducati
– Andrea Dovizioso (I), Ducati

Fahrer-WM nach 8 von 14 Rennen: 1. Quartararo, 108 Punkte. 2. Mir 100. 3. Viñales 90. 4. Dovizioso 84. 5. Morbidelli 77. 6. Miller 75. 7. Nakagami 72. 8. Rins 60. 9. Oliveira 59. 10. Binder 58. 11. Rossi 58. 12. Pol Espargaró 57. 13. Bagnaia 39. 14. Petrucci 39. 15. Zarco 36. 16. Alex Márquez 27. 17. Aleix Espargaró 22. 18. Lecuona 17. 19. Crutchlow 13. 20. Smith 11. 21. Rabat 8. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM: 1. Yamaha, 163 Punkte. 2. Ducati 126. 3. Suzuki 113. 4. KTM 109. 5. Honda 72. 6. Aprilia 30.

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