Alex Marquez (Honda): Von Startplatz 18 aufs Podium!

Von Johannes Orasche
MotoGP
Alex Marquez (73) vor Pol Espargaro

Alex Marquez (73) vor Pol Espargaro

Repsol-Honda-Neuling Alex Marquez war im MotoGP-Rennen in Le Mans die Sensation und wetzte im Regen erstmals aufs Podium. Der Spanier wunderte sich selbst, wie schnell er war.

Alex Marquez stürmte im verregneten MotoGP-Rennen von Le Mans von Startplatz 18 auf Rang 2 und verblüffte die Konkurrenz. Für den Moto2-Weltmeister von 2019 war es der erste Podiumsplatz in der Königsklasse, die in dieser Saison im neunten Rennen bereits den siebten Sieger sah. Kaum zu glauben: Es war außerdem der erste Podestplatz für Honda in diesem Jahr!

Marquez fehlten am Ende nur 1,2 Sekunden auf Sieger Danilo Petrucci (Ducati), der sich davor etwas von der Gruppe mit Dovizioso, Marquez und Pol Espargaro hatte absetzen können. «Es war ein langes und mühsames Rennen», strahlte Marquez. «Von Platz 18 war es verrückt. Aber ich wusste von Beginn an, dass etwas möglich ist. Natürlich dachte ich nicht ans Podium. Der Start war ganz gut, ich habe in der ersten Kurve attackiert, was etwas riskant war. Ich musste dann aber erst das Vorderrad auf Temperatur bringen, weil wir die Medium-Version drauf hatten. Ich habe es zu Beginn leicht genommen, dann wurde das Gefühl immer besser. Ich habe gesehen, dass die drei Ducati einen Vorsprung hatten. Hinter Crutchlow habe ich etwas Zeit verloren.»

Dann wurde der Vorwärtsdrang neu entfacht: «Ich sah, dass die Ducati etwas langsamer werden. Ich dachte, warum nicht. Dann habe ich auch Pol überholt. Der Schlüssel war, dass ich mit Dovi etwas Zeit verloren habe, weil er auf der Geraden so schnell war und auf der Bremse stark. Ich musste somit eine andere Stelle zum Überholen suchen, zwischen den Kurven 4 und 6, was ein Risiko war. Petrux war dann zu weit weg, ich wollte das Ergebnis nur noch ins Ziel bringen. Ich wollte keinesfalls stürzen, dann wäre all das nichts wert und weg gewesen. Niemand hätte sich an mein Rennen erinnert. Dann kam Pol, aber ich habe es kontrolliert.»

«Wir müssen uns stark verbessern, was das Set-up für die Rennen bei trockener Fahrbahn betrifft», betonte der Spanier. «Mein letztes Podium war in Malaysia. Das hat sich damals mit dem Gewinn des WM-Titels noch besser angefühlt. Jetzt muss ich weiterarbeiten und vor allem im Qualifying besser werden.»

Ergebnisse MotoGP Le Mans/F:

1. Danilo Petrucci, Ducati, 26 Runden in 45:54,736 min
2. Alex Marquez, Honda, +1,273 sec
3. Pol Espargaro, KTM, +1,711
4. Andrea Dovizioso, Ducati, +3,911
5. Johann Zarco, Ducati, +4,310
6. Miguel Oliveira, KTM, +4,466
7. Takaaki Nakagami, Honda, +5,921
8. Stefan Bradl, Honda, +15,597
9. Fabio Quartararo, Yamaha, +16,687
10. Maverick Vinales, Yamaha, +16,895
11. Joan Mir, Suzuki, +16,980
12. Brad Binder, KTM, +27,321
13. Pecco Bagnaia, Ducati, +33,351
14. Aleix Espargaro, Aprilia, +39,176
15. Iker Lecuona, KTM, +51,087

Stand nach 9 von 14 Rennen: 1. Quartararo, 115 Punkte. 2. Mir 105. 3. Dovizioso 97. 4. Vinales 96. 5. Nakagami 81. 6. Morbidelli 77. 7. Miller 75. 8. Pol Espargaro 73. 9. Oliveira 69. 10. Petrucci 64. 11. Binder 62. 12. Rins 60. 13. Rossi 58. 14. Alex Marquez 47. 15. Zarco 47. 16. Bagnaia 42. 17. Aleix Espargaro 24. 18. Lecuona 18. 19. Crutchlow 13. 20. Smith 11. 21. Bradl 8. 22. Rabat 8. 23. Pirro 4.

Hersteller-WM: 1. Yamaha, 170 Punkte. 2. Ducati 151. 3. KTM 125. 4. Suzuki 118. 5. Honda 92. 6. Aprilia 32.

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