Massimo Rivola: «Dovizioso wäre einmalige Chance»

Von Johannes Orasche
MotoGP
Aprilia-Rennchef Massimo Rivola äusserte sich am Mittwoch im Rahmen der Pressekonferenz von Andrea Iannone in Mailand zu einer eventuellen Verpflichtung von Ducati-MotoGP-Aushängeschild Andrea Dovizioso für 2021.

Bei der Pressekonferenz von Andrea Iannone in Mailand am Mittwoch waren ordentlich Emotionen im Spiel. Der aktuell wegen Dopings gesperrte Aprilia-Werksfahrer erwartet am Donnerstag vom unabhängigen Sportgerichtshof TAS eine Entscheidung in seiner Causa. Fakt ist: Würde die Sperre bestätigt werden, dann wäre der 31-jährige Iannone bis Juni 2021 Zuschauer und für Aprilia logischerweise kein Thema mehr.

Es steht sogar eine Sperre über vier Jahre im Raum, aktuell beträgt die Dauer der Iannone-Suspendierung 18 Monate. Genau dieser Fall bringt die Aprilia-Bosse ins Grübeln. Hinter den Kulissen war mehrfach von Andrea Dovizioso als Ersatz die Rede. Der Ducati-Star hat noch keinen Deal für 2021 unterschrieben, allerdings liess er durchblicken, dass Aprilia seine finanziellen Vorstellungen nicht erfüllen kann.

Massimo Rivola äusserte sich dennoch am Mittwoch auch zu Dovizioso. «Es wäre eine einmalige Gelegenheit», erklärte der Rennchef. Bleibe die Sperre von Iannone, dann könne man laut Rivola natürlich nicht mehr auf Iannone warten. «Wir müssten dann anfangen und auf der anderen Seite auch Änderungen vornehmen. Ein Fahrer, der zwölf Monate nicht gefahren ist, das ist sehr viel Zeit. Das ist auch ein Risiko. Wir haben gesehen, wie viele Unfälle es in Jerez gegeben hat, weil die Piloten davor lange nicht gefahren sind.»

Rivola ergänzt weiter: «Wir wissen daher, dass es ein Risiko ist, auf Iannone zu warten. Aber wir hoffen einmal mehr für alle Beteiligten, dass es eine gute Lösung gibt. Wir hoffen auch, dass Iannone mit seinem Talent die verlorenen Zeit aufholen kann.»

Die Aprilia-Verantwortlichen haben nicht nur Dovizioso als möglichen Ersatz für Iannone im Blick. Sie reden auch mit Cal Crutchlow, der bei LCR-Honda Platz für Alex Márquez machen muss. Der Brite wurde in diesem Jahr vom Verletzungspech verfolgt: Nach dem Kahnbeinbruch in Jerez unterzog er sich vor Misano einer Armpump-Operation, die Komplikationen nach sich zog.

Der restliche MotoGP-Kalender 2020

18. Oktober: Aragón (GP von Aragonien)
25. Oktober: Aragón (GP von Teruel)
08. November: Valencia (GP von Europa)
15. November: Valencia (GP Comunitat Valenciana)
22. November: Portimão (GP Portugal)

Rennergebnis MotoGP Le Mans/F:

1. Danilo Petrucci, Ducati, 26 Runden in 45:54,736 min
2. Alex Márquez, Honda, +1,273 sec
3. Pol Espargaró, KTM, +1,711
4. Andrea Dovizioso, Ducati, +3,911
5. Johann Zarco, Ducati, +4,310
6. Miguel Oliveira, KTM, +4,466
7. Takaaki Nakagami, Honda, +5,921
8. Stefan Bradl, Honda, +15,597
9. Fabio Quartararo, Yamaha, +16,687
10. Maverick Viñales, Yamaha, +16,895
11. Joan Mir, Suzuki, +16,980
12. Brad Binder, KTM, +27,321
13. Pecco Bagnaia, Ducati, +33,351
14. Aleix Espargaró, Aprilia, +39,176
15. Iker Lecuona, KTM, +51,087

WM-Stand nach 9 von 14 Rennen:

1. Quartararo, 115 Punkte. 2. Mir 105. 3. Dovizioso 97. 4. Viñales 96. 5. Nakagami 81. 6. Morbidelli 77. 7. Miller 75. 8. Pol Espargaró 73. 9. Oliveira 69. 10. Petrucci 64. 11. Binder 62. 12. Rins 60. 13. Rossi 58. 14. Alex Márquez 47. 15. Zarco 47. 16. Bagnaia 42. 17. Aleix Espargaró 24. 18. Lecuona 18. 19. Crutchlow 13. 20. Smith 11. 21. Bradl 8. 22. Rabat 8. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha, 170 Punkte. 2. Ducati 151. 3. KTM 125. 4. Suzuki 118. 5. Honda 92. 6. Aprilia 32.

Team-WM:

1. Petronas Yamaha SRT, 192 Punkte. 2. Team Suzuki Ecstar 165. 3. Ducati Team 161. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 154. 5. Red Bull KTM Factory Racing 135. 6. Pramac Racing 121. 7. LCR Honda 94. 8. Red Bull KTM Tech3 87. 9. Repsol Honda Team 55. 10. Esponsorama Racing 55. 11. Aprilia Racing Team Gresini 35.

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