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Portimão FP1: Oliveira startet mit P1 in den Heim-GP

Zum Auftakt des «Grande Prémio MEO de Portugal» gab es ein 70-minütiges FP1 für die MotoGP-Stars. Stefan Bradl mischte lange vorne mit. Am Ende gab es eine Bestzeit von Tech3-KTM-Pilot Miguel Oliveira.

MotoGP

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Ausnahmsweise stehen den MotoGP-Stars am Freitag in Portimão zweimal 70 Minuten zur Verfügung, um sich an das "Autódromo Internacional do Algarve" heranzutasten, das erstmals überhaupt im Kalenders der Motorrad-WM einen Platz gefunden hat.

Es gab zwar einen Test Anfang Oktober, allerdings durften die Stammfahrer nur auf Superbike-Maschinen ausrücken – mit Ausnahme des "concession teams": Einzig Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaró, sein Teamkollege Lorenzo Savadori und HRC-Pilot Stefan Bradl waren zuvor schon auf MotoGP-Maschinen in Portimão gefahren.

Daher war der ältere der Espargaró-Brüder auch kein Fan der zusätzlichen Trainings-Zeit, wie er im Vorfeld deutlich gemacht hatte: "Ich mag diesen neuen Zeitplan überhaupt nicht. Die Regeln erlaubten uns hier vor einem Monat zu testen, das gab uns Vorteile. Aber mit der zusätzlichen ‚track time‘, die Dorna allen zugestanden hat, wird dieser Vorteil verschwinden. Ich glaube, dass bis zum Abend alle ziemlich gleichauf sein werden. Ich bin nicht happy damit, aber ich akzeptiere es natürlich."

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Zu den Streckendaten: Der wegen der Berg- und Talfahrten auch als "Achterbahn" bekannte Rundkurs ist 4,592 km lang und mit 15 Kurven gespickt, neun Rechtskurven, sechs Linkskurven. Die Zielgerade ist 969 Meter lang und 18 Meter breit. Der Rest der Strecke ist 14 Meter breit. Die maximale Steigung liegt bei 6,2 Prozent, das maximale Gefälle bei 12 Prozent. Die Kurven sind zwischen 2 und 8 Prozent überhöht.

Nach knapp zehn Minuten lag Suzuki-Werksfahrer Alex Rins in 1:41,991 min auf Platz 1, im nächsten Umlauf wurde er aber von Lokalmatador Miguel Oliveira auf der Tech3-KTM abgelöst: Er setze in 1:41,703 min eine erste Richtzeit.

Zum Vergleich: Aleix Espargaró fuhr am 7. Oktober auf seiner RS-GP eine 1:40,170 min. Der All-Time-Lap-Record aus der Superbike-WM stammt aus dem Jahr 2019: Jonathan Rea gelang damals in der Superpole eine 1:40,372 min.

Nach 15 Minuten übernahm Ducati-Pilot Jack Miller in 1:41,584 min die Spitze. Nach 20 Minuten lag er damit 0,119 sec vor Oliveira. Dahinter folgten Viñales (+ 0,119), Nakagami (+ 0,191), Alex Márquez (+ 0,226), Morbidelli (+ 0,399), Rins (+ 0,407) und Aleix Espargaró (+ 0,479). Bradl auf Platz 11 (+ 0,871).

Fünf Minuten später fuhr Yamaha-Werksfahrer Viñales in 1:41,427 min eine neue Bestzeit. Kurz nach Halbzeit der 70-minütigen Session holte sich Oliveira den Platz an der Spitze mit einer 1:41,258 min zurück.

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Weil die Strecke relativ unbekannt war und zudem vor kurzem neu asphaltiert wurde, standen übrigens jeweils vier unterschiedliche Vorder- und Hinterreifen zur Auswahl. Ein Großteil der Fahrer war in der ersten Phase auf Soft vorne und dem asymmetrischen Hard hinten unterwegs. Aufgrund der verlängerten Trainings-Sessions gab es zudem bis zu zwölf Vorderreifen (statt max. zehn) und 14 Hinterreifen (statt zwölf) pro Fahrer.

27 Minuten vor Schluss fuhr Bradl eine neue Bestzeit: 1:41,235 min. Übrigens: Repsol-Honda-Teammanager Alberto Puig lobte den Job des Deutschen in der Saison 2020 und bestätigte beim Saisonfinale in Portimão, dass HRC auch 2021 mit ihm als Testfahrer weitermachen werde.

Als noch 22 Minuten auf der Uhr standen, blieb Fabio Quartararo in 1:40,877 min als Erster des Tages unter der Marke von 1:41 min. Bradl zog nach (+ 0,043 sec).

Auch die Medium-Medium Reifenkombination nahmen immer mehr Fahrer unter die Lupe, nicht alle Fahrer planten noch eine Zeitattacke. Noch Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso verbesserte sich knapp vier Minuten vor Schluss auf Platz 3.

Im nächsten Umlauf setzte Viñales in 1:40,162 min (auf Medium vorne und hinten) noch eine neue Bestzeit. Oliveira reihte sich kurzzeitig auf Platz 2 ein, wurde aber umgehend von Aleix Espargaró verdrängt. In der letzten Minute überraschte dann Savadori, der auf einem weichen Hinterreifen einen Sprung auf Platz 2 (+ 0,135 sec) machte. Sein Aprilia-Teamkollege konterte allerdings.

Tech3-KTM-Ass Miguel Oliveira schnappte sich im Finish, ebenfalls auf Medium-Medium, mit einer 1:40,122 min dann noch die Bestzeit zum Start in seinen ersten Heim-GP seit 2012.

Ergebnisse MotoGP FP1, Portimão:

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1. Oliveira, KTM, 1:40,122 min

2. Viñales, Yamaha, + 0,040 sec

3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,114

4. Savadori, Aprilia, + 0,175

5. Pol Espargaró, KTM, + 0,558

6. Crutchlow, Honda, + 0,573

7. Mir, Suzuki, + 0,734

8. Quartararo, Yamaha, + 0,755

9. Nakagami, Honda, + 0,756

10. Bradl, Honda, + 0,798

11. Rins, Suzuki, + 0,838

12. Dovizioso, Ducati, + 0,839

13. Morbidelli, Yamaha, + 1,045

14. Zarco, Ducati, + 1,059

15. Alex Márquez, + 1,106

16. Miller, Ducati, + 1,149

17. Bagnaia, Ducati, + 1,311

18. Petrucci, Ducati, + 1,806

19. Rossi, Yamaha, + 1,824

20. Binder, KTM, + 1,960

21. Rabat, Ducati, + 3,032

22. Kallio, KTM, + 3,788

Zum Vergleich Portimão-Test, 7. und 8. Oktober 2020:

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,170 min.

2. Michele Pirro, Ducati, 1:40,435

3. Stefan Bradl, Honda, 1:40,833

4. Bradley Smith, Aprilia, 1:41,112

5. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:41,153

6. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:41,483

7. Dani Pedrosa, KTM, 1:41,627

8. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:43,163

9. Maverick Viñales, Yamaha, 1:43,699*

10. Miguel Oliveira, KTM, 1:44,700*

11. Brad Binder, KTM, 1:44,820*

* auf Superbike-Maschinen

Ergebnisse Moto3 FP1, Portimão:

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1. Masia, Honda, 1:48,896 min

2. Fenati, Husqvarna, + 0,158 sec

3. Arenas, KTM, + 0,213

4. Garcia, Honda, + 0,392

5. Migno, KTM, + 0,641

6. Fernandez, KTM, + 0,660

7. Öncü, KTM, + 0,702

8. Alcoba, Honda, + 0,713

9. McPhee, Honda, + 0,770

10. Rodrigo, Honda, + 0,777

11. Arbolino, Honda, + 0,809

Ferner:

26. Ogura, Honda, + 1,896

29. Dupasquier, KTM, + 1,989

30. Kofler, KTM, + 2,092

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