Joan Mir (Suzuki) nach Platz 20: «Ich hatte Angst»

Von Tim Althof
MotoGP
MotoGP-Weltmeister Joan Mir erreichte am Samstag beim Qualifying in Portimão nur den 20. Startplatz für das Rennen am Sonntag. Der Suzuki-Pilot hatte Elektronik-Probleme an seiner GSX-RR, die ihm den Tag vermasselten.

Nachdem Joan Mir in Valencia die Sensation perfekt machen konnte und für Suzuki den ersten Titel in der MotoGP-Klasse gewinnen konnte, hoffte der Spanier auch beim Finale der Königsklasse an der Algarve an der Spitze kämpfen zu können. Ein Problem mit der Elektronik an seinem Bike bereitete ihm über große Strecken am Samstag Probleme, sodass er bei der Portimão-Premiere am Sonntag aus der siebten Startreihe losfahren muss.

Mir war beim Videomeeting mit den Pressevertretern trotzdem nicht aus der Ruhe zu bringen. Der Spanier erklärte, wie der Samstag auf der 4,592 km langen Piste verlief. «Es war ein schwieriger Tag, denn die Elektronik hat das Motorrad lahmgelegt. Wir haben das Problem erkannt, aber leider war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät und unser Tag endete am falschen Ende», sagte der Suzuki-Star und betonte: «Wir werden das Problem für Sonntag beheben, mehr kann ich dazu leider nicht sagen.»

«Da wir diese Probleme hatten, konnten wir in FP4 nicht freifahren, sondern wir mussten herausfinden, was uns beeinträchtigte, deshalb konnten wir uns nicht auf die Reifenwahl für das Rennen konzentrieren. Es war ein verlorener Tag», klagte der 23-Jährige. «Dennoch glaube ich, dass der harte Hinterreifen die richtige Wahl sein könnte, denn als wir ihn aufzogen, verhielt sich das Bike deutlich besser. Im Qualifying hatte ich kein Selbstvertrauen und ich hatte zwischendurch Angst, ob und wann das Problem uns erneut beeinträchtigt, dadurch kam ich nicht in den Rhythmus.»

«Ich kam in den letzten Sektor und wusste nicht was los ist», erklärte der Spanier, als er auf den Motorplatzer von Johann Zarco angesprochen wurde, der direkt vor dem Suzuki-Piloten geschah. «Ich war ziemlich überrascht, sah eine Menge Rauch und ich dachte, es wäre jemand gestürzt, also nahm ich das Gas raus. Dann sah ich, dass der Motor von Zarco kaputt war. Glücklicherweise ist nichts weiter passiert und die Session musste nicht unterbrochen werden.»

Am letzten Renntag dieser MotoGP-Saison wird Joan Mir mit dem Messer zwischen den Zähnen fahren. «Wichtig ist, dass unsere Pace für das Rennen nicht schlecht ist, auch wenn wir wegen der Probleme heute nicht zeigen konnten, was wir draufhaben. Ich bin mir sicher, dass wir am Sonntag alle überraschen können, dazu müssen wir das Warm-up am Morgen unbedingt nutzen. Wir planen für das letzte Rennen eine große Aufholjagd.»

Ergebnis MotoGP, Q2, Portimão, 21.11.

1. Oliveira, KTM, 1:38,892 min
2. Morbidelli, Yamaha, 1:38,936
3. Miller, Ducati, 1:39,038
4. Crutchlow, Honda, 1:39,156
5. Quartararo, Yamaha, 1:39,199
6. Bradl, Honda, 1:39,204
7. Zarco, Ducati, 1:39,238
8. Viñales, Yamaha, 1:39,260
9. Pol Espargaró, KTM, 1:39,284
10. Rins, Suzuki, 1:39,467
11. Nakagami, Honda, 1:39,531
12. Dovizioso, Ducati, 1:39,587

Die weitere Startaufstellung:
13. Binder, KTM, 1:39,390 min
14. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,762
15. Bagnaia, Ducati, 1:40,019
16. Alex Márquez, Honda, 1:40,049
17. Rossi, Yamaha, 1:40,058
18. Petrucci, Ducati, 1:40,091
19. Savadori, Aprilia, 1:40,174
20. Mir, Suzuki, 1:40,290
21. Rabat, Ducati, 1:40,427
22. Kallio, KTM, 1:41,753

Stand Fahrer-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Mir, 171 Punkte (Weltmeister). 2. Morbidelli 142. 3. Rins 138. 4. Viñales 127. 5. Quartararo 125. 6. Dovizioso 125. 7. Pol Espargaró 122. 8. Miller 112. 9. Nakagami 105. 10. Oliveira 100. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 71. 14. Alex Márquez 67. 15. Rossi 62. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 34. 18. Crutchlow 29. 19. Lecuona 27. 20. Bradl 18. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Suzuki, 201 Punkte. 2. Ducati 201. 3. Yamaha 188. 4. KTM 175. 5. Honda 133. 6. Aprilia 43.

Team-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Team Suzuki Ecstar, 309 Punkte (Weltmeister). 2. Petronas Yamaha SRT 230. 3. Red Bull KTM Factory Racing 209. 4. Ducati Team 203. 5. Monster Energy Yamaha MotoGP 169. 6. Pramac Racing 163. 7. LCR Honda 134. 8. Red Bull KTM Tech3 127. 9. Repsol Honda Team 85. 10. Esponsorama Racing 81. 11. Aprilia Racing Team Gresini 46.

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