Franco Morbidelli: «Müssen realistisch bleiben»

Von Otto Zuber
MotoGP
Franco Morbidelli

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli hat sein Rallye-Abenteuer in Monza auf dem 61. Schlussrang abgeschlossen. Der WM-Zweite gestand hinterher: «Mental ist die Rallye-Teilnahme sehr viel anstrengender.»

Für Franco Morbidelli ging mit der ACI Rallye Monza ein Abenteuer zu Ende, über das er hinterher sagte: «Es war cool.» Der 25-Jährige aus Rom, der im Hyundai i20R5 des Rallye Team Italia am Steuer sass, fügte laut «GPOne.com» an: «Nun, da die Rallye vorbei ist, kann ich das sagen, während des Events hielt ich mich noch zurück, doch nun haben wir das Ziel erreicht und ich kann endlich den Moment und alle Emotionen geniessen. Ich möchte mich bei allen bedanken, bei den Sponsoren, bei Hyundai, bei WithU und bei allen, die an meiner Seite waren und mich bei diesem Einsatz begleitet haben»

«Es war eine wunderbare Erfahrung für mich, aber gleichzeitig auch eine sehr harte, denn die Bedingungen waren wirklich grenzwertig. Ich startete langsam und versuchte, mich Schritt für Schritt zu verbessern und das Auto sicher ins Ziel zu bringen. Wie alle wissen, bin ich ein Motorrad-Rennfahrer. Aber am vergangenen Wochenende fühlte ich mich wie ein Rallye-Pilot», fügte der Petronas-Yamaha-Star an.

Auf die Frage, welche Erkenntnisse er gewonnen habe, gestand der WM-Zweite: «Ich habe realisiert, dass man in Monza immer konzentriert bleiben muss. Anders als in der MotoGP sind die Tage zwischen den Tests und Transfers sehr lang, deshalb muss man immer präsent sein. Mental ist die Rallye-Teilnahme sehr viel anstrengender als beim Motorradfahrer, und Fehler sind auch kostspieliger.»

Er wolle wieder nach Monza zurückkehren, beteuerte Morbidelli daraufhin. «Aber ich will mich etwas besser vorbereiten. Leider endete die Saison in diesem Jahr aber recht spät und deshalb stand nicht viel Zeit dafür zur Verfügung.» Auf die Saison 2020 zurückblickend verriet er auch: «In diesem Jahr habe ich gelernt, dass es wichtig ist, jeden Tag zuhause zu arbeiten. Ich habe in meinem bisherigen Leben schon viel gearbeitet, aber in diesem Jahr war alles etwas ernster. Und das war auch der nötige Schritt, den ich gebraucht habe.»

Dass nach dem zweiten WM-Rang in der MotoGP in diesem Jahr die Erwartungen an 2021 hoch sind, weiss der Italiener mit brasilianischen Wurzeln. «Man darf aber nicht vergessen, wer ich bin und dass Petronas zwar eine grossartige Mannschaft ist, aber eben auch immer noch ein Kundenteam. Wir müssen realistisch bleiben, denn im nächsten Jahr starten wir wieder bei Null. Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen und versuchen, mein Bestes zu geben», erklärte er.

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