Chaz Davies: «Aprilia verfolgte eigene Strategie»

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Chaz Davies (34)

Chaz Davies (34)

Chaz Davies äußert sich zum gescheiterten MotoGP-Deal mit Aprilia und dem Potenzial des italienischen Herstellers aus Noale: «Wenn KTM das schaffen kann, dann kann das Aprilia auch.»

Andrea Iannone und Aprilia mussten sich bis zum 10. November 2020 gedulden, ehe der Internationale Sportgerichtshof sein Urteil im Dopingfall fällte: Die Sperre des 31-Jährigen aus Vasto wurde nicht verkürzt, sondern auf vier Jahre verlängert, wie es von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gefordert worden war.

Damit stand endgültig fest, dass der Hersteller aus Noale den zweiten Platz im MotoGP-Werksteam für 2021 neu besetzen musste. Als möglicher Kandidat wurde Mitte November der dreifache Superbike-Vizeweltmeister Chaz Davies (34) gehandelt, der in der seriennahen Weltmeisterschaft vor einer ungewissen Zukunft stand. Doch «sie entschieden sich mit den bekannten Leuten weiterzumachen, die über MotoGP-Erfahrung verfügen», erzählte der Waliser, der nun für das Ducati-Satelliten-Team Go Eleven in der Superbike-WM antritt, SPEEDWEEK.com.

Ende November 2020 stellte das Aprilia-MotoGP-Werksteam einen seltsamen Plan vor: Während Aleix Espargaró für 2021 gesetzt ist, sollten die Testfahrer Lorenzo Savadori und Bradley Smith während der Wintertests um den zweiten Platz kämpfen. Erst vor dem Saisonauftakt in Katar Ende März sollte entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt.

Inzwischen deutet vieles darauf hin, dass Savadori den Platz bekommen wird. Smith wurde von italienischen Medien mit dem Superbike-WM-Team Ten Kate Yamaha in Verbindung gebracht, doch die Niederländer haben das Budget nicht zusammen und fehlen in der vorläufigen Startliste.

Kaum jemand kann die Aprilia-Entscheidung mit dem Duell zwischen den beiden Fahrern nachvollziehen. «Ich möchte diesbezüglich keinen Kommentar abgeben», hielt Davies fest. «Sie wissen, was sie haben, sie wissen aber nicht, was sie nicht haben», meinte er zu seiner Nicht-Verpflichtung.

«Es hätte für sie interessant werden können, verschiedene Optionen abzuwägen. Aber sie verfolgten ihre eigene Strategie und hatten Gründe dafür – das muss ich respektieren. Es gibt immer Potenzial, sich zu verbessern. Wer hätte erwartet, dass KTM 2020 so eine Saison zeigt? Wenn sie das schaffen können, dann kann das Aprilia auch. Aleix hat keine so schlechte Arbeit geleistet und hatte ein paar gute Rennen.»

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