Miguel Oliveira (KTM): «Nicht happy mit Platz 11»

Von Johannes Orasche
MotoGP
Mitten im Feld: Bastianini vor Márquez, Oliveira, Petrucci und Lecuona

Mitten im Feld: Bastianini vor Márquez, Oliveira, Petrucci und Lecuona

Red Bull-KTM-Ass Miguel Oliveira war nach dem Sturz seines Teamkollegen Brad Binder die einzige verbliebene Hoffnung im MotoGP-Rennen von Jerez und erlebte einen ernüchternden Nachmittag.

KTM Factory Racing blieb am Sonntag in Jerez de la Frontera beim vierten Kräftemessen 2021 zum zweiten Mal ohne Top-Ten-Ergebnis. Die Österreicher musten sich mit dem elften Rang von Miguel Oliveira begnügen; mehr war diesmal in Andalusien nicht möglich. Oliveira fehlten im Ziel 14,766 Sekunden auf den australischen Sieger Jack Miller (Ducati).

«Es war ein mühsames Rennen für uns», stöhnte Oliveira, der mit der KTM RC16 von Startplatz 16 aus losgefahren war. «Wir kämpfen im Moment hart, um solche Resultate zu erreichen. Es ist schwer, mit einem elften Platz glücklich zu sein. Ich hatte nicht den nötigen Grip und das nötige Gefühl und das schon von der ersten Runde an. Die Reifen haben diesmal leider zu sehr überhitzt. Ich konnte einfach nicht schneller fahren.»

Oliveira fuhr von Runde 7 bis zum 20. Umlauf hinter Stefan Bradl. „Das Problem mit den Reifen hat klarerweise auch meinen Vorwärtsdrang deutlich eingebremst.“ Der Portugiese schildert weiter: „Ich habe versucht, so gut es ging, ruhig zu bleiben, keine Fehler zu machen und das Bike ins Ziel zu bringen.

Im Finish – fünf Runden vor Schluss – konnte OIiveira aber noch eine Position gut machen und an Stefan Bradl vorbeigehen. «Als der Tank etwas leerer wurde, habe ich mich konkurrenzfähiger gefühlt. Aber wir sind weit weg von den Positionen, wo wir sein wollen. Wir haben immer noch viel Arbeit vor uns, um das diesjährige Paket besser zu machen. Wir müssen versuchen, einfach konkurrenzfähiger zu sein. Wir haben morgen am Montag hier einen Testtag und werden versuchen, das Beste aus diesem Paket herauszuholen.»

Zur Thematik Unterarmkrämpfe sagt der Portugiese, der die «arm pump»-Symptome aus der Vergangenheit kennt: «In meinem ersten Moto2-Jahr konnte ich kaum mehr fahren; ch war immer nur Passagier. Ich hatte dann an beiden Armen eine Operation, sie haben die Faszien in Ordnung gebracht. Als ich dann wieder auf das Bike gegangen bin, habe ich mich wie ein anderer Fahrer gefühlt. Ich denke, es hängt von der Person ab. In einigen Rennen bekomme ich trotz der Operation Probleme. Die Bikes werden besser, wir haben mehr Grip und können härter bremsen – das macht die Sache anstrengender.»

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