Maverick Viñales rätselt, weshalb er verschont bleibt

Von Ivo Schützbach
Maverick Vinales

Maverick Vinales

«Armpump» ist ein weit verbreitetes Leiden unter Straßen- und Motocross-Rennfahrern, zuletzt kostete es Fabio Quartararo den MotoGP-Sieg in Jerez. Welche Erfahrungen Maverick Vinales und Andrea Dovizioso damit machten.

Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo entschloss sich nach dem schmerzhaften und enttäuschenden MotoGP-Rennen von Jerez, in dem er ab der 16. Runde wegen «Arm pump» vom ersten auf den 13. Platz durchgereicht wurde, zu einer Unterarm-Operation. Am Dienstag wurde der Eingriff bei «El Diablo» im «Centre Hospitalier Aix en Provence» in Marseille vorgenommen, nach Juni 2019 zum zweiten Mal am selben Arm. Der Franzose geht davon aus, dass er bis zu seinem Heimrennen in Le Mans am 16. Mai wieder 100-prozentig fit ist.

Ein Kompartment- oder Muskelkompressionssyndrom zwang schon viele Zweirad-Stars dazu, sich einer Operation zu unterziehen: Ein erhöhter Gewebedruck verursacht eine schlechte Durchblutung der Muskeln, was zu Schmerzen und Taubheit führt. Wegen starker Beschwerden im Unterarm entschied sich nach dem Saisonstart in Katar Ducati-Star Jack Miller für diesen Eingriff, ebenso KTM-Pilot Iker Lecuona.

«Es ist nicht wie beim Motocross, wo die Muskeln anschwellen und sich verhärten, du verlierst einfach die Kraft», erklärte der dreifache MotoGP-Vizeweltmeister Andrea Dovizioso, der in seiner langen Karriere mehrfach mit Armpump zu kämpfen hatte. «Ich habe die Operation schon 2005 gemacht, in meinem ersten 250er-Jahr. Das hat mir geholfen. Normalerweise passiert es, wenn du die Kategorie wechselst und nicht entspannt genug auf dem Motorrad bist. Wenn man darüber nachdenkt, wie viel Kraft wir auf dem Bike anwenden müssen, von diesen Muskeln ausgehend, dann ist es unglaublich. Es geht darum, wie sanft du fährst, wie schnell du bist und wie viel Energie du aufwenden musst. Jeder Fahrer setzt seinen Körper anders ein, es hängt auch davon ab, ob du das Bike aggressiv fahren musst oder nicht.»

Das erklärt, weshalb einige Fahrer große Probleme mit harten Unterarmen haben und andere gar nicht. «Ich hatte noch nie Armpump, in keiner Klasse», unterstrich der WM-Dritte Maverick Viñales aus dem Yamaha-Werksteam. «Ich kann nicht erklären, welche Umstände es hervorrufen. Ich weiß aber, dass Jerez für die Arme eine der härtesten Rennstrecken ist. Das kommt von den Bremszonen. Du fährst die ganze Zeit am Limit und dann musst du sehr hart bremsen. Und das geht die ganze Zeit so. Auch Assen und Mugello sind bekannt dafür, dass man Probleme mit den Armen bekommen kann.»

Stand Fahrer-WM nach 4 Rennen:
1. Bagnaia, 66 Punkte. 2. Quartararo 64. 3. Viñales 50. 4. Mir 49. 5. Zarco 48. 6. Miller 39. 7. Aleix Espargaró 35. 8. Morbidelli 33. 9. Rins 23. 10. Binder 21. 11. Nakagami 19. 12. Bastianini 18. Martin 17. 14. Pol Espargaró 17. 15. Marc Márquez 16. 16. Bradl 11. 17. Oliveira 9. 18. Alex Márquez 8. 19. Petrucci 5. 20. Marini 4. 21. Rossi 4. 22. Savadori 2. 23. Lecuona 2.

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