Aleix Espargaró: «Gute Basis mit der Aprilia RS-GP21»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Aprilia-Ass Aleix Espargaró vor WM-Leader Pecco Bagnaia (Ducati)

Aprilia-Ass Aleix Espargaró vor WM-Leader Pecco Bagnaia (Ducati)

So nah wie in Jerez war Aprilia in der MotoGP-Ära noch nie dran. Aleix Espargaró spricht über deutliche Fortschritte, mahnt aber auch: «Es ist noch kein Motorrad, mit dem man die Weltmeisterschaft gewinnt.»

Schon beim Katar-Test machte die RS-GP21 einen guten Eindruck, der sich auch in den ersten Rennen der laufenden Saison bestätigte: Bei Aleix Espargaró stehen die Plätze 7, 10, 6 und 6 zu Buche, in der WM-Tabelle liegt er auf Rang 7. In Jerez kreuzte die Aprilia-Speerspitze die Ziellinie zuletzt nur 5,164 Sekunden hinter Jack Miller. Das bedeutete für den Hersteller aus Noale den bisher geringsten Rückstand auf den Sieger in der MotoGP-Ära.

Neben vielen positiven Entwicklungen nannte Aleix Espargaró in Katar auch einen negativen Punkt: Obwohl die neue RS-GP im Vergleich zum Vorjahr abgespeckt hat, fühle sich das Motorrad in den Richtungswechseln sehr schwer an. Wurde dieser Aspekt inzwischen verbessert?

«Ja, wir haben ein bisschen daran gearbeitet. Deshalb habe ich auch gesagt, dass wir in Jerez am vergangenen GP-Wochenende nicht dasselbe Set-up hatten wie noch beim unserem Shakedown in Jerez am Februar», erklärte der ältere Espargaró. «Wir haben ein bisschen an der Geometrie des Bikes gearbeitet, an der Schwinge. Das Motorrad scheint nun etwas agiler zu sein. Wir haben gleichzeitig aber nicht die Stabilität verloren, die aus meiner Sicht eine der Stärken dieser RS-GP 21 war. Insgesamt haben wir uns also verbessert. In den sehr schnellen Richtungswechseln leiden wir immer noch ein bisschen, aber in den langsamen Richtungswechseln wie in Jerez, was ja kein Highspeed-Kurs ist, haben wir uns verbessert.»

Der 31-jährige Spanier glaubt zudem, ein gutes Basis-Set-up gefunden zu haben: «Ja. Wenn man auf drei so unterschiedlichen Strecken wie Katar, Portimão und Jerez in fast jeder Session um einen Top-5-Platz kämpfen kann, dann bedeutet das, dass das mehr oder weniger das Set-up ist. Ja, es gibt Spielraum, um sich zu verbessern, denn man kann sich immer verbessern. Ich will aber keine Verwirrung stiften. Denn wir haben jetzt eine gute Basis mit der RS-GP21.»

Auffallend ist allerdings, dass Aleix Espargaró an den Rennwochenenden meist von der ersten Session an schnell ist, sich dann aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht mehr groß verbessern kann. Was bedeutet das? Müssen er und seine Aprilia-Mannschaft noch verstehen, wie sie mehr aus der aktuellen RS-GP herausholen können? Oder beginnen sie einfach schon auf einem guten Level?

«Das Erste ist, dass ich schon lange dasselbe Motorrad fahre. Ich fühle mich also schnell bereit, um zu pushen. Ich habe auch den Eindruck, dass ich auf einem guten Level fahre, also habe ich gleich das Gefühl, dass ich versuchen kann, schnell zu fahren», schickte Aleix voraus.

Dazu gab der WM-Siebte zu bedenken: «Aprilia ist gewachsen, wir haben uns stark verbessert. Es ist aber noch kein Motorrad, mit dem man die Weltmeisterschaft gewinnt. Die anderen haben in der ersten Session vielleicht mehr Mühe, aber danach noch etwas Spielraum, um sich zu steigern, während ich vielleicht schon bei 105 Prozent bin und dann Mühe haben, noch viel besser zu werden. In Wahrheit haben wir aber auch gezeigt, dass wir Freitag, Samstag und Sonntag über ein ähnliches Level halten und in den Top-6 oder Top-7 bleiben können», betonte Espargaró.

Ergebnisse MotoGP Jerez/E:

1. Jack Miller (AUS), Ducati, 25 Runden in 41:05,602 min
2. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +1,912 sec
3. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,516
4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +3,206
5. Joan Mir (E), Suzuki, +4,256
6. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +5,164
7. Maverick Viñales (E), Yamaha, +5,651
8. Johann Zarco (F), Ducati, +7,161
9. Marc Márquez (E), Honda, +10,494
10. Pol Espargaró (E), Honda, +11,776
11. Miguel Oliveira (P), KTM, +14,766
12. Stefan Bradl (D), Honda, +17,243
13. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +18,907
14. Danilo Petrucci (I), KTM, +20,095
15. Iker Lecuona (E), KTM, +20,277
16. Luca Marini (I), Ducati, +20,922
17. Valentino Rossi (I), Yamaha, +22,731
18. Tito Rabat (E), Ducati, +30,314
19. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +37,912
20. Alex Rins (E), Suzuki, +38,234
– Brad Binder (ZA), KTM, 14 Runden zurück
– Enea Bastianini (I), Ducati, 14 Runden zurück
– Alex Márquez (E), Honda, 1. Runde nicht beendet

Stand Fahrer-WM nach 4 Rennen:

1. Bagnaia, 66 Punkte. 2. Quartararo 64. 3. Viñales 50. 4. Mir 49. 5. Zarco 48. 6. Miller 39. 7. Aleix Espargaró 35. 8. Morbidelli 33. 9. Rins 23. 10. Binder 21. 11. Nakagami 19. 12. Bastianini 18. Martin 17. 14. Pol Espargaró 17. 15. Marc Márquez 16. 16. Bradl 11. 17. Oliveira 9. 18. Alex Márquez 8. 19. Petrucci 5. 20. Marini 4. 21. Rossi 4. 22. Savadori 2. 23. Lecuona 2.

Stand Marken-WM nach 4 Rennen:
1. Yamaha 91 Punkte. 2. Ducati 85. 3. Suzuki 53. 4. Aprilia 35. 5. Honda 33. 6. KTM 27.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 114 Punkte. 2. Ducati Lenovo 105. 3. Suzuki Ecstar 72. 4. Pramac Ducati 65. 5. Repsol Honda 40. 6. Petronas Yamaha SRT 37. 7. Aprilia Racing Team Gresini 37. 8. Red Bull KTM Factory Racing 30. 9. LCR-Honda 27. 10. Esponsorama Ducati 22. 11. Tech3 KTM Factory Racing 7.

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