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Ducati: Wer wird der neue Stoner oder Marc Márquez?

Ducati hat nach 2020 «tabula rasa» gemacht und Fahrer wie Dovizioso aussortiert. Der Mut zum Generationswechsel hat sich glänzend bewährt, Ducati ist stark aufgestellt. Die Bilanz von Sportdirektor Paolo Ciabatti.

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Ducati Corse hat in diesem Jahr bei vier MotoGP-Rennen mit Pecco Bagnaia (3x), Johann Zarco (2x), Jack Miller (1x) und Jorge Martin (1x) bereits sieben von zwölf möglichen Podestplätzen erobert. Aber auch die anderen zwei Rookies neben Martin haben sich bisher gut aus der Affäre gezogen: Bastianini war Neunter in Portugal, Marini ist dort auf Platz 12 gelandet, und er blieb dort immerhin seinem Bruder Valentino Rossi auf den Fersen.

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Ducati hat also vor dem GP de France nicht nur mit Bagnaia, Zarco und Miller drei Fahrer in der WM unter den Top-6, sondern auch dahinter vielversprechende Nachwuchsfahrer unter Vertrag.

Der nicht ganz unumstrittene gewesene Generationswechsel hat sich für Ducati bisher gelohnt. Besonders die Trennung von Dovizioso hat nicht nur in Italien unter den Ducatisti für viel Aufregung gesorgt. "Es war letztes Jahr keine leichte Entscheidung für uns. Aber wir mussten uns aus vielerlei Gründen für diesen Weg entscheiden", sagt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir sind ein Risiko eingegangen, denn man weiß nie genau, wie sich neue Fahrer im Werksteam bewähren und wie sich die jungen Rookies in der MotoGP-Klasse zurechtfinden. Aber nach den ersten vier Grand Prix sind wir sehr happy mit den Ergebnissen. Im Moment fällt die Bewertung unserer Situation in dieser Saison positiv aus. Besonders gefällt uns, dass wir jetzt eine frische Herangehensweise erkennen, von den Fahrern und vom Team."

Die Ducati-Bilanz kann sich sehen lassen. Bisher waren die Roten bei jedem Rennen auf dem Podest, dreimal sogar mit zwei Piloten. Dazu gab es eine Pole-Position durch Bagnaia in Doha. Nach Zarco führt jetzt Bagnaia die WM an. Und Ducati brachte bereits vier unterschiedliche Fahrer auf das Podest – das gelang nicht einmal dem Rivalen Yamaha.

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"Eine Schwäche von Ducati war in den letzten Jahren das Qualifying, In diesem Jahr stehen wir häufig in den ersten zwei Reihen", stellt Ciabatti zufrieden fest. "Im Quali sehen wir 2021 eine klare Verbesserung. Wir erleben generell eine Verbesserung der Ergebnisse. Das macht uns happy."

Ducati hat zwar vielleicht bisher im MotoGP-Aufgebot noch keinen neuen Márquez aufgespürt. Aber für 2021 wurden mit Moto2-Weltmeister Enea Bastianini, Moto2-Vize Luca Marini und dem Moto2-WM-Vierten Jorge Martin gleich drei MotoGP-Rookies unter Vertrag genommen, denn auch die Italiener sind auf der Suche nach dem nächsten Casey Stoner oder Marc Márquez. Mit Dovizioso (34) und Petrucci (30) wurde er in den letzten Jahren nicht gefunden. Deshalb bekamen Miller (26) und Bagnaia (24) ihre Chance. Vorher war Ducati schon mit Jorge Lorenzo gescheitert, während Suzuki mit dem 23-jährigen Joan Mir 2020 die WM gewann und Yamaha mit Fabio Quartararo einen starken Titelanwärter unter Vertrag genommen hat.

Bei Ducati führt jetzt Pecco Bagnaia in seiner dritten MotoGP-Saison erstmals in der Weltmeisterschaft, Zarco ist Vierter, Miller Sechster. Das Durchschnittsalter des Ducati-Fahrerquartetts ist auf ca. 24,5 Jahre gesunken.

Wenn Jorge Martin nach seinen sieben Knochenbrüchen von Portimão in Mugello auf die Ducati Desmosedici zurückkehrt, wird er einige Zeit brauchen, um wieder in die Fiorm von Katar zu kommen.

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"Denn in Doha hat Jorge zehn oder elf Tage getestet und trainiert, bevor er zum ersten Rennen gestartet ist", sagt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti. "In Europa wird er wie die meisten anderen Rookies die Strecke mit der MotoGP-Maschine jeweils am Freitag im FP1 erstmals befahren. Natürlich würden wir mit den Rookies wie Jorge Martin gerne auf allen Strecken und bei jedem Rennen überraschen. Aber wir sollten realistisch bleiben und keinen zusätzlichen Druck auf die Neulinge abladen. Sie haben alle Zeit, die sie brauchen, um sich anzupassen, reinzuwachsen und Erfahrung zu sammeln. Wenn das wenig Zeit beansprucht, werden wir alle glücklich sein. Wenn es auf manchen Pisten mit der Anpassung länger dauert, werden wir Verständnis dafür haben."

Ergebnisse MotoGP Jerez/E, 2. Mai

1. Jack Miller (AUS), Ducati, 25 Runden in 41:05,602 min

2. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +1,912 sec

3. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +2,516

4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +3,206

5. Joan Mir (E), Suzuki, +4,256

6. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +5,164

7. Maverick Viñales (E), Yamaha, +5,651

8. Johann Zarco (F), Ducati, +7,161

9. Marc Márquez (E), Honda, +10,494

10. Pol Espargaró (E), Honda, +11,776

11. Miguel Oliveira (P), KTM, +14,766

12. Stefan Bradl (D), Honda, +17,243

13. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +18,907

14. Danilo Petrucci (I), KTM, +20,095

15. Iker Lecuona (E), KTM, +20,277

16. Luca Marini (I), Ducati, +20,922

17. Valentino Rossi (I), Yamaha, +22,731

18. Tito Rabat (E), Ducati, +30,314

19. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +37,912

20. Alex Rins (E), Suzuki, +38,234

– Brad Binder (ZA), KTM, 14 Runden zurück

– Enea Bastianini (I), Ducati, 14 Runden zurück

– Alex Márquez (E), Honda, 1. Runde nicht beendet

Stand Fahrer-WM nach 4 Rennen:

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1. Bagnaia, 66 Punkte. 2. Quartararo 64. 3. Viñales 50. 4. Mir 49. 5. Zarco 48. 6. Miller 39. 7. Aleix Espargaró 35. 8. Morbidelli 33. 9. Rins 23. 10. Binder 21. 11. Nakagami 19. 12. Bastianini 18. Martin 17. 14. Pol Espargaró 17. 15. Marc Márquez 16. 16. Bradl 11. 17. Oliveira 9. 18. Alex Márquez 8. 19. Petrucci 5. 20. Marini 4. 21. Rossi 4. 22. Savadori 2. 23. Lecuona 2.

Stand Marken-WM nach 4 Rennen:

1. Yamaha, 91 Punkte. 2. Ducati 85. 3. Suzuki 53. 4. Aprilia 35. 5. Honda 33. 6. KTM 27.

Stand Team-WM:

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1. Monster Energy Yamaha 114 Punkte. 2. Ducati Lenovo 105. 3. Suzuki Ecstar 72. 4. Pramac Ducati 65. 5. Repsol Honda 40. 6. Petronas Yamaha SRT 37. 7. Aprilia Racing Team Gresini 37. 8. Red Bull KTM Factory Racing 30. 9. LCR-Honda 27. 10. Esponsorama Ducati 22. 11. Tech3 KTM Factory Racing 7.

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