Danilo Petrucci (KTM/11.) «Ich mache seltsame Dinge»

Von Günther Wiesinger
Danilo Petrucci: Starke Vorstellung am Freitag

Danilo Petrucci: Starke Vorstellung am Freitag

Danilo Petrucci ist froh, dass er auf dem Sachsenring keine lange Gerade vorfindet. Der KTM-Pilot war mit Rang 11 am Freitag zufrieden und plauderte offenherzig aus dem Nähkästchen.

Danilo Petrucci, 2019 auf der Werks-Ducati beim GP von Deutschland auf Platz 4 gelandet, stellte seine Fahrkunst auch am Freitag auf dem 3,671 km langen Sachsenring unter Beweis. Mit Platz 11 sicherte er sich die Poasition des zweitbesten KTM-Piloten hinter Bestzeithalter Miguel Oliveira, der in der Fahrer-WM bereits auf Platz 7 vorgedrungen ist.

Petrucci bekam wie sein Tech3-Teamkollege Iker Lecuona für dieses Wochenende in Hohenstein-Ernstthal das neue KTM-Chassis. Wie hat es sich am ersten Tag bewährt? «Der neue Rahmen ist eine kleine Hilfe. Aber er ist nicht das Einzige, was ich momentan brauche», schilderte der 30-jährige Römer, der mit Ducati zwei MotoGP-Siege (Mugello 2019, Le Mans 2020) errungen hat. «Denn für uns ist die Aerodynamik der heikelste Punkt, weil ich auf der Geraden zu viel Zeit verliere. Ich wünsche mir, dass ich trotz meiner kräftigen Statur mehr Top-Speed bekomme, damit ich beim Bremsen etwas weniger riskieren muss. Aber im Augenblick sind die Bremszonen der einzige Bereich, in denen ich Zeit wettmachen kann.»

Pit Beirer, Motorsport-Direktor von KTM, freut sich über die Steigerung seines Schützlings. «Danilo war in Le Mans im Regen Fünfter, in Mugello hat er mit Platz 9 sein bestes KTM-Ergebnis im Trockenen erzielt. Wir erwarten jetzt keine Siege von ihm. Aber das nächste Ziel könnte ein achter Platz sein. Das kann er!»

«Am Freitag hatten wir Gelegenheit, unterschiedliches Set-ups zu probieren», berichtete KTM-Tech3-Pilot Petrucci. «Außerdem haben wir ausschließlich mit den harten Reifen gearbeitet. Wir haben uns also absichtlich in schwierige Verhältnisse befördert und uns die schlimmst möglichen Bedingungen beschert. Es war ein ziemlich langer Tag, doch am Schluss war ich zufrieden. Meine Hauptaufgabe besteht darin, mich besser an das Motorrad zu gewöhnen. Ich bin zuversichtlich für die zwei Rennen in Deutschland und Holland, denn bei diesen Grand Prix ist es üblicherweise kühler. Dazu gibt es auf diesen zwei Pisten keine so langen Geraden. Deshalb freue ich mich auf diese beiden Wettkämpfe.»

Wie bereitet sich Danilo auf das Rennen im Detail vor? Wie bringt er sich in die richtige Stimmung? Hat er ein gewisses Ritual wie Rossi?
Petrucci: «Ich versuche immer, ein paar Dinge ganz gleich zu machen. Sie sollen mir auch Glück bringen. Man muss präzise sein und alles wiederholen. Ich bemühe mich, an alle Eventualitäten zu denken. Aber diese Gedanken beginnen nicht erst unmittelbar vor dem Start. Diese Stimmung beginnt eigentlich schon während der Woche, wenn ich mein Haus in Italien verlasse. Ich bringe vorher noch alles daheim in Ordnung. Ich unternehme dann ein paar seltsame Dinge, um mich auf das Rennwochenende einzustimmen. Zum Beispiel ordne ich daheim alle Schuhe schön in einer Reihe an. Ich lege die Fernbedienungen an fest bestimmte Stellen. Und andere dumme Sachen…»

MotoGP, Sachsenring, kombinierte Zeiten nach FP2 (18. Juni)

1. Oliveira, KTM, 1:20,690 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,220 sec
3. Viñales, Yamaha, + 0,333
4. Rins, Suzuki, + 0,387
5. Pol Espargaró, Honda, + 0,418
6. Nakagami, Honda, + 0,441
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,453
8. Zarco, Ducati, + 0,491
9. Miller, Ducati, + 0,502
10. Morbidelli, Yamaha, + 0,538
11. Petrucci, KTM, + 0,592
12. Marc Márquez, Honda, + 0,601
13. Alex Márquez, Honda, + 0,603
14. Martin, Ducati, + 0,708
15. Binder, KTM, + 0,736
16. Mir, Suzuki, + 0,763
17. Lecuona, KTM, + 0,878
18. Marini, Ducati, + 0,905
19. Bastianini, Ducati, + 1,012
20. Savadori, Aprilia, + 1,188
21. Rossi, Yamaha, + 1,278
22. Bagnaia, Ducati, + 1,521

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