Brad Binder (KTM): Die Geschichte meines Wochenendes

Von Nora Lantschner
Brad Binder fing Miller und Co. noch ab

Brad Binder fing Miller und Co. noch ab

Brad Binder hatte auf dem Sachsenring Anlaufschwierigkeiten, Platz 4 konnte sich am Ende aber sehen lassen. Der Red Bull-KTM-Werksfahrer rechnet vor, wie eng die MotoGP-Klasse ist.

Brad Binder war am vergangenen Wochenende zum ersten Mal als MotoGP-Fahrer in Hohenstein-Ernstthal: Er beendete das FP1 auf dem 3,671 km langen Sachsenring mit den zehn Links- und drei Rechtskurven am Freitagvormittag noch als 22. und Letzter. Als 18. der kombinierten Zeitenliste musste der letztjährige Brünn-Sieger dann am Samstag ins Q1, wo ihm als Dritter gerade einmal 0,036 sec auf ein Q2-Ticket fehlten.

Am Sonntag kämpfte sich der Südafrikaner von Startplatz 13 vor allem im Finish des 30-Runden-Rennens noch bis auf den vierten Rang nach vorne. Das bedeutete Saisonbestleistung für den 25-Jährigen. Dabei gelang ihm übrigens das Kunststück, von Runde 12 bis 14 dreimal in Folge die exakt selbe Rundenzeit zu fahren, eine 1:22,268 min.

«Ich glaube, ich hatte meinen bisher besten Start in der MotoGP. Ich bin vor der ersten Kurve an einen Haufen Jungs vorbeigekommen, aber dann fiel es mir schwer, meinen Weg nach vorne zu finden», schilderte der KTM-Pilot. «Das war ein bisschen die Geschichte meines Wochenendes. Ich hatte einen guten Rhythmus und konnte die Rundenzeiten halten, aber mir fehlten ein paar Zehntel. Es war schwierig für mich zu überholen, aber ich habe mich wirklich darauf konzentriert, meinen Hinterreifen nicht zu zerstören und bis zum Ende durchzukommen. Die Ziellinie als Vierter zu überqueren, war großartig, wenn man bedenkt, wo wir am Freitag angefangen haben. Mit dem Fortschritt, den wir gemacht haben, bin ich super happy.»

«Es ist ein bisschen frustrierend, dass ich am Freitag und Samstagvormittag so langsam war. Der größte Punkt ist, dass wir uns alle so schnell wie möglich anpassen wollen. Es geht aber um so kleine Dinge, wenn die nicht perfekt stimmen, vor allem auf einer Strecke wie dem Sachsenring, wo die Runde so kurz und die Zeiten so eng sind… Ich habe in einem Sektor 0,4 oder 0,5 sec verloren – und die Top-15 lagen in 0,6 sec», rechnete Binder vor.

Zur Erinnerung: Die Top-10 nach FP3 trennten gar nur 0,334 sec.

Von Deutschland geht es nun ohne Pause weiter in die Niederlande, wo mit dem 4,542 km langen «TT Circuit Assen» eine weitere Strecke wartet, die in Brads Rookie-Jahr in der Königsklasse Corona-bedingt aus dem Kalender gestrichen worden war. Sorgen macht sich der Red Bull-KTM-Werksfahrer deswegen aber keine, denn auch Mugello war für ihn auf der RC16 schon Neuland.

«Es ist merkwürdig, weil ich mich in Mugello wirklich gut anpassen konnte, ich war auf Anhieb schnell. Ich habe auf dem Sachsenring ein bisschen dasselbe erwartet. Es war dann aber nicht so, ich hatte ziemlich Mühe. Ich bin aber froh, dass wir weitergearbeitet haben, ich bis zum FP4 aufgewacht bin und den Dreh raus hatte», ergänzte der WM-Achte.

Ergebnisse MotoGP Sachsenring/D:

1. Marc Márquez (E), Honda, 30 Runden in 41:07,243 min
2. Miguel Oliveira (P), KTM, +1,610 sec
3. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +6,772
4. Brad Binder (ZA), KTM, +7,922
5. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +8,591
6. Jack Miller (AUS), Ducati, +9,096
7. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +9,371
8. Johann Zarco (F), Ducati, +11,439
9. Joan Mir (E), Suzuki, +11,625
10. Pol Espargaró (E), Honda, +14,769
11. Alex Rins (E), Suzuki, +16,803
12. Jorge Martin (E), Ducati, +16,915
13. Takaaki Nakagami (J), Honda, +19,217
14. Valentino Rossi (I), Yamaha, +22,300
15. Luca Marini (I), Ducati, +23,615
16. Enea Bastianini (I), Ducati, +23,738
17. Iker Lecuona (E), KTM, +23,946
18. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +24,414
19. Maverick Vinales (E), Yamaha, +24,715
– Lorenzo Savadori (I), Aprilia, 25 Runden zurück
– Danilo Petrucci (I), KTM, 26 Runden zurück
– Alex Márquez (E), Honda, 26 Runden zurück

Stand Fahrer-WM nach 8 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo 131 Punkte. 2. Zarco 109. 3. Miller 100. 4. Bagnaia 99. 5. Mir 85. 6. Viñales 75. 7. Oliveira 74. 8. Binder 56. 9. Aleix Espargaró 53. 10. Marc Márquez 41. 11. Morbidelli 40. 12. Pol Espargaró 35. 13. Nakagami 34. 14. Rins 28. 15. Bastianini 26. 16. Alex Márquez 25. 17. Martin 23. 18. Petrucci 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha 159 Punkte. 2. Ducati 154. 3. KTM 103. 4. Suzuki 89. 5. Honda 77. 6. Aprilia 54.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha 206 Punkte. 2. Ducati Lenovo 199. 3. Pramac Racing 136. 4. Red Bull KTM Factory Racing 130. 5. Suzuki Ecstar 113. 6. Repsol Honda 83. 7. LCR Honda 59. 8. Petronas Yamaha SRT 57. 9. Aprilia Racing Team Gresini 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 40. 11. Tech3 KTM Factory Racing 36.

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