Maverick Viñales (Yamaha): «Ich verstehe nichts»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Crew-Chief Silvano Galbusera und Maverick Viñales fanden noch keine Lösung

Crew-Chief Silvano Galbusera und Maverick Viñales fanden noch keine Lösung

Maverick Viñales sieht nach dem letzten Platz auf dem Sachsenring nur eine Lösung: Er will in Assen jetzt doch seinen Yamaha-Teamkollegen und MotoGP-WM-Leader Fabio Quartararo kopieren.

Ein sichtlich niedergeschlagener Maverick Viñales präsentierte sich am Donnerstag bei seiner obligatorischen Online-Presserunde. Dabei ist er der bisher letzte Sieger der Dutch TT, er triumphierte 2019 in Assen.

Als der Yamaha-Werksfahrer gefragt wurde, wie er das anstehende GP-Wochenende sehe, antwortete er: «Ich weiß es nicht. Es ist schwierig zu verstehen, wo wir stehen werden. Die Reifen sind auch ein bisschen anders. Ich weiß es nicht. Zuerst werden wir herausfinden müssen, wie wir das Motorrad für eine Runde abstimmen, und dann werden wir ein bisschen mehr arbeiten.»

Die Körpersprache ist eindeutig, seine Aussagen dagegen weniger. Nach dem 19. und letzten Platz auf dem Sachsenring hatte Viñales noch erklärt: «Der einfache Weg ist der, Fabios Set-up zu übernehmen, um zu sehen, wie weit ich komme. Aber das ist nicht die Lösung. Wenn ich wirklich gewinnen will, muss ich mit meinem Set-up gewinnen.»

Vier Tage später kündigte der Spanier nun in Assen an: «Meine Lösung wird sicherlich sein, dasselbe Motorrad wie Fabio zu verwenden: Set-up, Elektronik, Federelemente, alles – um zu sehen, was vor sich geht. Ich werde hier in Assen alles exakt kopieren. Alles. Dann werden wir sehen, wo wir stehen. Es sollte nicht so sein. Man sollte versuchen, ein eigenes Set-up zu finden und das Bike auf den eigenen Fahrstil abzustimmen. Aber ich bin gezwungen es zu tun, weil ich nicht so weitermachen kann. Ich verliere Zeit und am Ende auch das Gefühl für das Motorrad. In Deutschland bin ich schon ohne Grund gestürzt.»

Am vergangene Rennsonntag beklagte der Auftaktsieger von Katar zudem, dass er nur zum Datensammeln auf die Strecke geschickt werde und sich dabei als Fahrer nicht respektiert fühle. Ist er noch glücklich bei Yamaha? «Es ist nicht so, dass ich nicht glücklich wäre, ich war aber noch nie vorher in meinem Leben in der Position, in einem Rennen Letzter zu werden. Deshalb habe ich gesagt, dass ich einen Mangel an Respekt fühle. So wie die Dinge im Moment laufen, ist es einfach so, dass ich nichts verstehe. Wir brauchen mehr und wir werden versuchen mehr zu finden, weil wir viele Probleme haben.»

Viñales weiter: «Für mich ist es sehr merkwürdig, dass ich in Katar-1 dem Rest noch überlegen war – und dann ist alles weg, ich bin vom ersten auf den letzten Platz zurückgefallen. Warum? Und hier kann ich vielleicht wieder Erster sein, wisst ihr, was ich meine? Es ist wirklich merkwürdig und als Fahrer ist es so kompliziert, motiviert zu bleiben. Ich versuche wirklich, clever und ruhig zu arbeiten, aber am Ende ist die Antwort immer: Ich weiß es nicht. Wir wissen nicht, was vor sich geht. Das ist schwierig zu akzeptieren.»

Ergebnisse MotoGP Sachsenring/D:

1. Marc Márquez (E), Honda, 30 Runden in 41:07,243 min
2. Miguel Oliveira (P), KTM, +1,610 sec
3. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +6,772
4. Brad Binder (ZA), KTM, +7,922
5. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +8,591
6. Jack Miller (AUS), Ducati, +9,096
7. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +9,371
8. Johann Zarco (F), Ducati, +11,439
9. Joan Mir (E), Suzuki, +11,625
10. Pol Espargaró (E), Honda, +14,769
11. Alex Rins (E), Suzuki, +16,803
12. Jorge Martin (E), Ducati, +16,915
13. Takaaki Nakagami (J), Honda, +19,217
14. Valentino Rossi (I), Yamaha, +22,300
15. Luca Marini (I), Ducati, +23,615
16. Enea Bastianini (I), Ducati, +23,738
17. Iker Lecuona (E), KTM, +23,946
18. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +24,414
19. Maverick Vinales (E), Yamaha, +24,715
– Lorenzo Savadori (I), Aprilia, 25 Runden zurück
– Danilo Petrucci (I), KTM, 26 Runden zurück
– Alex Márquez (E), Honda, 26 Runden zurück

Stand Fahrer-WM nach 8 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo, 131 Punkte. 2. Zarco 109. 3. Miller 100. 4. Bagnaia 99. 5. Mir 85. 6. Viñales 75. 7. Oliveira 74. 8. Binder 56. 9. Aleix Espargaró 53. 10. Marc Márquez 41. 11. Morbidelli 40. 12. Pol Espargaró 35. 13. Nakagami 34. 14. Rins 28. 15. Bastianini 26. 16. Alex Márquez 25. 17. Martin 23. 18. Petrucci 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha, 159 Punkte. 2. Ducati 154. 3. KTM 103. 4. Suzuki 89. 5. Honda 77. 6. Aprilia 54.

Stand Team-WM:

1. Monster Energy Yamaha, 206 Punkte. 2. Ducati Lenovo 199. 3. Pramac Racing 136. 4. Red Bull KTM Factory Racing 130. 5. Suzuki Ecstar 113. 6. Repsol Honda 83. 7. LCR Honda 59. 8. Petronas Yamaha SRT 57. 9. Aprilia Racing Team Gresini 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 40. 11. Tech3 KTM Factory Racing 36.

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