Marc Márquez (Honda/20.): «Ein normaler Crash»

Von Nora Lantschner
Sachsenring-Sieger Marc Márquez steht in Assen nach einem Sturz im Qualifying nur auf dem 20. Startplatz. Größere Folgen hatte aber der Highsider vom Freitag: «Am Morgen war die erste Frage: Ist es möglich zu fahren?»

Marc Márquez hatte schon am Donnerstag gemahnt, seine Situation auf dem «TT Circuit Assen» sei eine andere als auf dem Sachsenring, wo er am vergangenen Wochenende nach 581 Tagen auf die Siegerstraße zurückgekehrt war.

Tatsächlich findet sich der achtfache Weltmeister nur auf dem 20. Startplatz wieder. Nach dem heftigen Abflug im FP2 war er aber auch froh, dass er sich überhaupt wieder auf seine RC213V schwingen konnte. «Der Crash von gestern hatte einen großen Einfluss auf heute», gestand Marc am Samstagabend. «Am Morgen war die erste Frage: Wird es möglich sein, das Motorrad zu fahren? Ich hatte starke Schmerzen am rechten Fuß. Mit dem rechten Arm kann ich schon nicht stark pushen, mit dem rechten Fuß ging es jetzt auch nicht mehr richtig. Das machte es sehr schwierig. Am Nachmittag fühlte ich mich aber Stück für Stück besser. Das macht mich glücklich, weil es jetzt besser geht und morgen noch besser sein wird.»

Hatte der Monster-Highsider, nach dem sich Márquez bei Honda wegen der unberechenbaren Hinterradslides beklagte, auch mentale Auswirkungen? «Der Sturz von gestern hat sich körperlich und mental ausgewirkt – am Morgen. Am Nachmittag habe ich ein bisschen in einen anderen ‚Mood‘ umgeschalten, ich konnte auf eine gute Weise fahren», versicherte der 28-Jährige Spanier.

Trotzdem brachte im Q1 auch der Versuch, sich an Johann Zarco zu hängen, nicht den gewünschten Erfolg. Der Repsol-Honda-Star legte aber Wert darauf zu betonten: «Ich konnte am Nachmittag allein und hinter jemandem schnell fahren. Im ersten Versuch bin ich die Rundenzeit alleine gefahren. Im zweiten Run hatte ich dann die Chance, Zarco ein paar Runden zu folgen.»

Die Zeitenjagd endete dann aber in der Schlussphase des Q1 mit einem Sturz in Kurve 9. «Der heutige Sturz war ein ‚normaler Crash‘. Es war ein Qualifying, da pusht man mehr. Ich habe die Ursache für den Sturz verstanden», unterstrich Marc Márquez. «Ich war nur wütend, weil ich mich im Qualifying mit dem ersten Reifen merkwürdig fühlte und nicht gut unterwegs war. Ich war zuvor mit dem Soft-Reifen im FP4, der 22 Runden drauf hatte, schneller als dann im Qualifying. Mit dem zweiten Reifen fühlte ich aber ein wirklich gutes Potenzial. Daher habe ich gepusht – und mir ist die Front eingeklappt. Ich war enttäuscht, weil ich weiß, dass sich das für das Rennen morgen sehr negativ auswirken wird, weil ich weit hinten starten werde», erklärte er seine Reaktion im Kiesbett.

Ergebnisse MotoGP-Qualifying 2, Assen/NL:

1. Maverick Viñales (E), Yamaha, 1:31,814 min
2. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,071 sec
3. Pecco Bagnaia (I), Ducati, +0,302
4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +0,500
5. Johann Zarco (F), Ducati, +0,580
6. Miguel Oliveira (P), KTM, +0,636
7. Alex Rins (E), Suzuki, +0,783
8. Jack Miller (AUS), Ducati, +0,795
9. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +0,852
10. Joan Mir (E), Suzuki, +0,934
11. Pol Espargaró (E), Honda, +1,016
12. Valentino Rossi (I), Yamaha, +1,105

Die weitere Startaufstellung:
13. Iker Lecuona (E), KTM, 1:32,724 min
14. Jorge Martin (E), Ducati, 1:32,850
15. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, 1:33,258
16. Alex Márquez (E), Honda, 1:33,288
17. Luca Marini (I), Ducati, 1:33,321
18. Danilo Petrucci (I), KTM, 1:33,378
19. Enea Bastianini (I), Ducati, 1:33,404
20. Marc Márquez (E), Honda, 1:33,477
21. Brad Binder (ZA), KTM, 1:33,597
22. Garrett Gerloff (USA), Yamaha, 1:33,739

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