Joan Mir (Suzuki): Aktuelles Paket genügt nicht

Von Nora Lantschner
Joan Mir dicht gefolgt von Marc Márquez

Joan Mir dicht gefolgt von Marc Márquez

MotoGP-Weltmeister Joan Mir stellte nach dem Assen-GP fest, dass das aktuelle Suzuki-Paket für eine erfolgreiche Titelverteidigung nicht ausreichend sei. Ganz oben auf der Wunschliste ist der «ride height adjuster».

Nach Rang 3 bei der Dutch TT in Assen sprach Joan Mir von einem sehr wichtigen Podestplatz für ihn und Suzuki und einem Motivationsschub für die zweite Saisonhälfte. Denn: «Dieses Paket ist wahrscheinlich nicht gut genug für den Titelgewinn. Deshalb müssen wir uns anstrengen, um unser Motorrad und mich als Fahrer zu verbessern», forderte der letztjährige Weltmeister.

Der Suzuki-Star beklagt schon länger, dass die GSX-RR im Gegensatz zur Konkurrenz noch nicht über den «ride height adjuster» verfügt – jenes Device zur Anpassung der Fahrhöhe, mit dessen Hilfe das Heck der Maschine während der Fahrt abgesenkt wird.

«Wir müssen am Device arbeiten, damit wir es so schnell wie möglich bekommen», forderte Mir. «Denn es gibt viele Strecken, wo es einen riesigen Unterschied macht. Damit wir unter den gleichen Voraussetzungen beginnen wie die anderen, ist es die erste Sache, die wir tun müssen. Dann müssen wir natürlich auch ein bisschen an den Details am Motorrad arbeiten, die immer den Unterschied machen.»

Die andere Baustelle bleibt die eine schnelle Runde: Der Mallorquiner fuhr in der Königsklasse noch nie aus der ersten Startreihe los. In der laufenden Saison sind neunte Startplätze seine Qualifying-Bestleistung.

«Uns fehlt wahrscheinlich noch ein bisschen Speed – nicht Top-Speed, sondern auf der Runde, vor allem mit dem frischen Reifen», bestätigte zwölffache GP-Sieger. «Ich auf meiner Seite muss mit dem Team verstehen, was wir brauchen, um im Qualifying stärker zu sein und eine gute Rundenzeit zu fahren. Die Pace, die ich halten kann, ist nie weit weg von meiner Qualifying-Runde, obwohl ich da am Anschlag bin und pushe wie ein Tier. Es ist schwierig zu verstehen, aber wir werden eine Lösung finden. Es ist ein Prozess.»

Nach der Sommerpause will der 23-jährige Suzuki-Werksfahrer die Titelverteidigung neu angehen. «Deshalb ist dieses Podium so wichtig. Wir sind nahe am Leader dran, wir sind aber auch nicht super weit weg. Das bedeutet: Wenn wir uns verbessern und stärker werden, ist alles möglich», so Mir, der als WM-Vierter mit 55 Punkten Rückstand in den Urlaub ging.

MotoGP-Ergebnis, Assen, 27. Juni:

1. Quartararo, Yamaha, 26 Runden
2. Viñales, Yamaha, + 2,757 sec
3. Mir, Suzuki, + 5,760
4. Zarco, Ducati, + 6,130
5. Oliveira, KTM, + 8,402
6. Bagnaia, Ducati, + 10,035
7. Marc Márquez, Honda, + 10,110
8. Aleix Espargaró, Aprilia, + 10,346
9. Nakagami, Honda, + 12,225
10. Pol Espargaró, Honda, + 18,565
11. Rins, Suzuki, + 21,372
12. Binder, KTM, + 21,676
13. Petrucci, KTM, + 27,783
14. Alex Márquez, Honda, + 29,772
15. Bastianini, Ducati, + 32,785
16. Savadori, Aprilia, + 37,573
17. Gerloff, Yamaha, + 53,213
18. Marini, Ducati, + 1:06,791

Stand Fahrer-WM nach 9 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo, 156 Punkte. 2. Zarco 122. 3. Bagnaia 109. 4. Mir 101. 5. Miller 100. 6. Viñales 95. 7. Oliveira 85. 8. Aleix Espargaró 61. 9. Binder 60. 10. Marc Márquez 50. 11. Nakagami 41. 12. Pol Espargaró 41. 13. Morbidelli 40. 14. Rins 33. 15. Alex Márquez 27. 16. Bastianini 27. 17. Petrucci 26. 18. Martin 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha, 184 Punkte. 2. Ducati 167. 3. KTM 114. 4. Suzuki 105. 5. Honda 86. 6. Aprilia 62.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 251 Punkte. 2. Ducati Lenovo 209. 3. Pramac Racing 149. 4. Red Bull KTM Factory Racing 145. 5. Suzuki Ecstar 134. 6. Repsol Honda 98. 7. LCR Honda 68. 8. Aprilia Racing Team Gresini 65. 9. Petronas Yamaha SRT 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 41. 11. Tech3 KTM Factory Racing 39.

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