Jack Miller freut sich über australische Verstärkung

Von Nora Lantschner
Jack Miller und Remy Gardner

Jack Miller und Remy Gardner

Mit dem künftigen Tech3-KTM-Piloten Remy Gardner wird 2022 ein weiterer Australier in der Startaufstellung der Königsklasse MotoGP stehen. Jack Miller erinnert an den harten Weg seines Landsmanns.

Schon Anfang Juni gab KTM bekannt, dass Remy Gardner 2022 zu Tech3 in die MotoGP befördert wird. Jack Miller freut sich über australische Verstärkung in der Königsklasse der Motorrad-WM. Er sei völlig aus dem Häuschen gewesen, als er davon erfuhr, schwärmte der Ducati-Werksfahrer rückblickend: «Einfach mega, es ist unglaublich für ihn.»

Remy gönnt «JackAss» die MotoGP-Chance ganz besonders, denn die Karriere des aktuellen Moto2-WM-Leaders verlief nicht immer geradlinig. «Er musste den harten Weg gehen: Von der Moto3 zurück in die Spanische Meisterschaft, in die Moto2», erinnerte Miller. «Dann war er bei Tech3 und hat sich hochgearbeitet, bis er schließlich für nächstes Jahr seine Chance in der MotoGP bekommen hat. Das ist ein Durchbruch für ihn.»

Tatsächlich schaffte es der Sohn des früheren 500er-Weltmeisters Wayne Gardner in seiner ersten vollen Saison in der Moto3-WM 2015 auf Mahindra nur einmal in die WM-Punkte. 2016 war er zur Rückkehr in die CEV-Serie gezwungen, ehe er die Saison bei Tasca Racing in der Moto2-WM zu Ende fuhr. In den folgenden zwei Jahren hatte er auf der Eigenbau-Mistral von Tech3 Mühe (WM-Ränge 21 und 19). 2019 gelang ihm auf der SAG-Kalex beim Argentinien-GP endlich der erste Podestplatz, 2020 beim Saisonfinale in Portimão schließlich der erste GP-Sieg.

«Ich bin sicherlich nicht den konventionellsten Weg gegangen», bestätigte Gardner. «In der Moto3 war es fürchterlich, ich habe im ganzen Jahr nur einmal gepunktet. In der Moto2 hatte ich dann vielleicht nicht dasselbe Equipment wie die anderen Jungs zu der Zeit. Als ich das 2019 dann hatte, war ich einfach noch nicht bereit Rennen zu gewinnen, ich habe ständig Fehler gemacht. Es war aber auch mein erstes Jahr, in dem ich an der Spitze mitgefahren bin. Es war in gewisser Hinsicht eine neue Erfahrung. Am Ende der Saison 2019 habe ich an mir und mit dem Team gearbeitet – und ich glaube, gegen Ende 2020 habe ich gut gearbeitet, um das dann auch in dieses Jahr mitzunehmen.»

«Es war hart, aber ich glaube, diese schwierigen Jahre haben mich am Ende vielleicht stärker gemacht – auf dem Motorrad, mental und körperlich. Und ich habe es schließlich in die große Klasse geschafft», so Remy. 

Zur Halbzeit der laufenden Saison führt der 23-Jährige auf der Kalex des Red Bull KTM Ajo Teams die Moto2-Tabelle nach acht Podestplätzen und einem vierten Rang aus neun Rennen souverän an: Er liegt 31 Punkte vor seinem Teamkollegen Raul Fernandez.

Mit Blick auf den Titelkampf gab Miller zu bedenken: «Der wichtigste Punkt für Remy ist auch, dass alles schon fixiert ist und er sich ganz darauf fokussieren kann, zu versuchen diese Weltmeisterschaft in der Moto2 zu holen und als Weltmeister aufzusteigen. Das wäre fantastisch für ihn, aber es ist auf jeden Fall großartig für Australien, dass wir noch einen Kerl dabei haben werden.»

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