MotoGP-Kollegen würdigen Idol Valentino Rossi

Von Maximilian Wendl
Bei der Pressekonferenz vor dem MotoGP-Wochenende in Spielberg drehte sich alles um Valentino Rossis Abschied nach der Saison 2021

Bei der Pressekonferenz vor dem MotoGP-Wochenende in Spielberg drehte sich alles um Valentino Rossis Abschied nach der Saison 2021

Nicht einmal eine Stunde nachdem Valentino Rossi sein Karriereende vor dem Österreich-GP vermeldet hatte, saßen auf dem Podium sechs Fahrer, die den neunfachen Weltmeister als ihr Idol bezeichneten. Eine Würdigung.

Nachdem Valentino Rossi am Donnerstag um kurz vor 16.30 Uhr sein Karriereende bekanntgegeben hatte, konnten die MotoGP-Fahrer eine halbe Stunde später bei der offiziellen Pressekonferenz gar nicht um diese Frage drum herumkommen: Welche Gedanken Fabio Quartararo, Johann Zarco, Miguel Oliveira, Franco Morbidellis Vertretung Cal Crutchlow, Maverick Vinales und Weltmeister Joan Mir in die Köpfe kamen, als der neunfache Weltmeister aus Italien seinen Abschied vermeldete, beantwortete das Sextett ausführlich. Auch Yamaha meldete sich durch Renndirektor Lin Jarvis und CEO Yoshihiro Hidaka zu Wort. Vorneweg: Es ist eine Hommage an den 42-jährigen Yamaha-Fahrer.

Fabio Quartararo: «Das ist schwierig, zu glauben. Er war schon zwei Mal Weltmeister, bis ich überhaupt auf die Welt kam. Sich vorzustellen, dass er nächstes Jahr nicht mehr dabei sein wird, ist traurig. Er war der Fahrer, wegen dem ich auch Motorrad fahren wollte. Ich habe auf ihn vor der Hospitality gewartet, um ein Bild zu bekomme und habe wegen Valentino die Rennen geschaut. Er ist die Legende dieses Sports und hat eine herausragende Karriere vorzuweisen. Ich habe keine Worte, um zu beschreiben, was er für mich ist.»

Johann Zarco: «Ich möchte mich bei Vale bedanken. Er hat den Rennsport seit den 2000er Jahren verändert. Wenn jemand mit der MotoGP nichts zu tun hat, dann sagt man seinen Namen und die andere Person weiß Bescheid. Wir wussten alle, dass dieser Tag irgendwann kommen würde. Jetzt ist er da. Er war unser Idol, bevor wir gegen ihn gefahren sind, das ist einfach großartig. Es gibt im Sport wenig vergleichbare Personen.»

Joan Mir: «Ich fühle mich wirklich priveligiert, dass ich gegen ihn fahren durfte. Als er die Pressekonferenz gab, war ich wahrscheinlich nervöser als er. Es ist ein schwieriger Moment. Ich bin mir sicher, dass er das Leben genießen wird. Für mich ist er der Michael Jordan der MotoGP. Es wird schwierig sein, noch einmal einen Valentino Rossi zu finden.»

Maverick Vinales: «Er war immer meine Referenz. Meine Leidenschaft für den Sport kam, als ich ihn habe fahren sehen. Ich bin mit ihm aufgewachsen, durfte mit ihm in einem Team fahren und habe von ihm gelernt. Es ist traurig, aber auf der anderen Seite müssen wir uns bei ihm bedanken. Ich habe die Zeit genossen - vor allem die langen Nächte in Malaysia oder Indonesien. Wir saßen lange zusammen, haben auch mal nicht über das Rennfahren gesprochen. Auch abseits der Rennstrecke ist er eine großartige Persönlichkeit.»

Miguel Oliveira: «Es ist schwierig, noch etwas hinzuzufügen. Als Kind ist man immer für denjenigen, der gewinnt. Bei uns allen war das Valentino. Der entscheidende Punkt in seiner Karriere war der, als er von Yamaha zu Ducati und dann wieder zurückkehrte. Die Fans haben ihn immer noch geliebt, obwohl er nicht mehr gewann. Er hat gezeigt, wie stark sein Image ist. Wir hätten uns wahrscheinlich alle noch mehr private Momente mit ihm gewünscht, um ihn besser kennenzulernen, aber es hat auch gereicht, mit ihm die Strecke zu teilen.»

Cal Crutchlow: «Sogar als ich jung war, ist er schon in der WM gefahren. Ich habe es genossen, ihm zuzuschauen. Wir waren schon früher zusammen bei Yamaha und ich kann mich erinnern, wie wir auf der Strecke gekämpft haben. Das hat Spaß gemacht. Es ist unglaublich, was er für den Sport gemacht hat. Joan hat das schon ganz gut erklärt. Ich bewundere ihn, weil er sieben Jahre länger gefahren ist als ich. Das ist unglaublich. Er ist physisch und mental so stark und hat immer dazugelernt. Ich freue mich, dass wir zusammen hier sind.»

Lin Jarvis: «Die Partnerschaft begann wie ein Märchen. Seine Ankunft bei unserem Team veränderte alles. Er hat uns geholfen, unseren Kampfgeist zu finden und Selbstvertrauen aufzubauen. Er ist eine lebende Legende. Mit seinen Erfolgen hat er viel zum Vermächtnis und Flair von Yamaha beigetragen.»

Yoshihiro Hidaka: «Bei Yamaha sind wir sehr stolz auf das, was wir in den 16 gemeinsamen Jahren erreicht haben. Wir haben großartige Momente erlebt und Herausforderungen gemeistert und deswegen sind wir stolz darauf, ein Teil seiner einzigartigen Erfolgsgeschichte zu sein.»

Stand Fahrer-WM nach 9 Rennen:

1. Quartararo, 156 Punkte. 2. Zarco 122. 3. Bagnaia 109. 4. Mir 101. 5. Miller 100. 6. Viñales 95. 7. Oliveira 85. 8. Aleix Espargaró 61. 9. Binder 60. 10. Marc Márquez 50. 11. Nakagami 41. 12. Pol Espargaró 41. 13. Morbidelli 40. 14. Rins 33. 15. Alex Márquez 27. 16. Bastianini 27. 17. Petrucci 26. 18. Martin 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha, 184 Punkte. 2. Ducati 167. 3. KTM 114. 4. Suzuki 105. 5. Honda 86. 6. Aprilia 62.

Stand Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 251 Punkte. 2. Ducati Lenovo 209. 3. Pramac Racing 149. 4. Red Bull KTM Factory Racing 145. 5. Suzuki Ecstar 134. 6. Repsol Honda 98. 7. LCR Honda 68. 8. Aprilia Racing Team Gresini 65. 9. Petronas Yamaha SRT 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 41. 11. Tech3 KTM Factory Racing 39.


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