Valentino Rossi: «Daran werde ich mich erinnern»

Von Nora Lantschner
Valentino Rossi (42)

Valentino Rossi (42)

Valentino Rossi (Yamaha) erklärt, warum es für ihn persönlich besonders wichtig ist, in seiner letzten Saisonhälfte als MotoGP-Pilot noch gute Rennen zu zeigen, und was ihn dabei zuversichtlich stimmt.

Auch wenn der 18. Rang in Silverstone nach den massiven Gripproblemen («der Hinterreifen war nach fünf Runden wie verbrannt») eine herbe Enttäuschung war, ist Valentino Rossi überzeugt, nach der Sommerpause grundsätzlich besser dazustehen als noch in der ersten Saisonhälfte.

«Die zweite Saisonhälfte begann für mich wirklich anders als die erste. Es gibt technische Gründe dafür», erklärte der Petronas-Yamaha-Star. «In der ersten Saisonhälfte gab es Wochenenden und Strecken, von denen ich erwartet hatte, besser abzuschneiden – vor allem in Assen und Barcelona. Stattdessen hatte ich Mühe und stürzte sogar. Wir hatten aber ein paar Probleme am Motorrad. Es gab Dinge, die nicht gut funktionierten – vor allem, wenn es um die ersten Runden und das Gefühl für die Front ging.»

«Wir versuchten also, den ganzen Sommer über daran zu arbeiten, und fanden auch etwas, um das Motorrad aus technischer Sicht zu verbessern, damit ich mich wohl fühle», verriet der 42-jährige Superstar. «Schon in Österreich, was eine schwierigere Strecke für uns ist, kam ich ein bisschen besser zurecht. Wir wussten, dass es dort für die Yamaha auf dem Papier schwer sein würde – trotzdem waren es am Ende zwei ordentliche Rennen», verwies er auf die Plätze 13 und 8 beim Spielberg-Doppel.

Das und nicht zuletzt der direkte Q2-Einzug und Startplatz 8 in Silverstone weckten die Hoffnung auf mehr. Denn: «Für mich ist es sehr, sehr wichtig, noch eine recht gute zweite Saisonhälfte zu zeigen, Punkte mitzunehmen, in den Top-10 zu sein, schöne Rennen zu fahren… Es sind meine letzten Rennen in der MotoGP, daher sind sie sehr wichtig. Denn an die werde ich mich erinnern – und leider nicht an die Rennen vor 15 Jahren, als ich noch fast immer gewann», gestand der 115-fache GP-Sieger lachend. «Deshalb wird es wichtig.»

Eine wichtige Voraussetzung für bessere Ergebnisse sind bessere Starts. Auch hier sprach «Vale» von einem wesentlichen Fortschritt. «Seit dem Sachsenring haben wir die Startvorrichtung auch an der Front. Leider hatten wir aber immer sehr große Mühe, die Elektronik für dieses neue System abzustimmen. Ich hatte sogar bis zum Ende der ersten Runde Schwierigkeiten, weil mein Bike langsam war. Es scheint jetzt aber ganz so, als hätten wir das Problem gefunden, mein Gefühl ist jetzt besser», versicherte der routinierte Italiener, der in Silverstone in der Anfangsphase tatsächlich bis auf Rang 6 nach vorne gekommen war.

Seine Hoffnungen auf ein Top-10-Ergebnis erfüllten sich beim Britischen Grand Prix bekanntlich trotzdem nicht. Sechs weitere Versuche bleiben dem neunfachen Weltmeister laut aktuellem Kalender noch, ehe er seine außergewöhnliche MotoGP-Karriere mit Saisonende beschließen wird.

Stand Fahrer-WM nach 12 von 18 Rennen:

1. Quartararo, 206 Punkte. 2. Mir 141. 3. Zarco 137. 4. Bagnaia 136. 5. Miller 118. 6. Binder 108. 7. Viñales 95. 8. Oliveira 85. 9. Aleix Espargaró 83. 10. Martin 64. 11. Rins 64. 12. Marc Márquez 59. 13. Nakagami 58. 14. Pol Espargaró 52. 15. Alex Márquez 50. 16. Morbidelli 40. 17. Petrucci 36. 18. Bastianini 35. 19. Lecuona 33. 20. Marini 28. 21. Rossi 28. 22. Bradl 11. 23. Pedrosa 6. 24. Savadori 4. 25. Pirro 3. 26. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:
1. Yamaha 234. 2. Ducati 225 Punkte. 3. KTM 162. 4. Suzuki 158. 5. Honda 115. 6. Aprilia 84.

Team-WM:
1. Monster Energy Yamaha, 301 Punkte. 2. Ducati Lenovo 254. 3. Pramac Racing 205. 4. Suzuki Ecstar 205. 5. Red Bull KTM Factory Racing 193. 6. Repsol Honda 118. 7. LCR Honda 107. 8. Aprilia Racing Team Gresini 87. 9. Tech3 KTM Factory Racing 69. 10 Petronas Yamaha SRT 68. 11. Esponsorama Racing Ducati 63.

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