Miguel Oliveira: «Keine Verletzung, das ist positiv»

Von Günther Wiesinger
Die Pechsträhne von Red Bull-KTM-Werksfahrer Miguel Oliveira setzte sich beim Algarve-GP fort. Lecuona räumte den KTM-Piloten ab.

Lokalmatador Miguel Oliveira kämpfte sich nach seinem fulminanten Start (er fuhr vom 17. Startplatz los) schon in der ersten Runde an zwölfter Stelle vor. Er fightete im Finish gegen seinen Red Bull KTM-Teamkollegen Brad Binder und Iker Lecuona (Tech3-KTM) um Platz 10, als ihn der übermütige Spanier an einer aussichtlosen Stelle innen überholen wollte, wegrutschte und den Portugiesen mitriss.

Oliveira, vor einem Jahr klarer Sieger beim Portugal-GP, wirkte nach dem Crash angeschlagen. Er wurde sogar mit einer Trage aus dem Gefahrenbereich befördert, ehe die rote Flagge rauskam. Der dreifache MotoGP-Sieger sagte dann das Media Debrief ab und ließ sich zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus bringen.

Erst heute am späten Vormittag meldete sich Oliveira erstmals zu Wort. «Ich habe gestern nach dem Rennen wegen eines Medical Checks das Spital aufgesucht», berichtete der KTM-Werkspilot. «Die ganzen Untersuchungen haben keine Verletzungen zutage gefördert, es ist nichts entdeckt worden. Das ist eine gute Nachricht. Aber ich muss alle Symptome beobachten, die in den nächsten Tagen eventuell auftreten werden. Bisher sieht jedoch alles gut aus.»

Was sagte Miguel Oliveira, der sein Zahnarztstudium nach zwei von fünf Jahren wegen seiner Rennfahrerkarriere unterbrochen hat, zum Zwischenfall mit Iker Lecuona? «Es war schade, denn im Rennen ist es gestern viel besser gelaufen als bei allen anderen Sessions vorher. Ich hoffte auf ein Top-Ten-Ergebnis, nachdem ich wirklich ausgezeichnet gestartet war. Der Crash war natürlich eine Enttäuschung. Aber wir blicken jetzt voraus in die Zukunft. Hoffentlich gelingt uns in Valencia ein versöhnliches Saisonfinale.»

Oliveira, der von Mugello bis Sachsen dreimal aufs Podest fuhr, in Catalunya sogar gewann und in Assen Fünfter wurde, ist inzwischen vom sechsten auf den 13. WM-Rang abgerutscht. Er hat seit der Sommerpause in neun Rennen nur einen 14. und einen elften Platz erzielt.

Resultate MotoGP Portimão, 7. November 2021:

1. Pecco Bagnaia, Ducati, 23 Runden in 38:17,720 min
2. Joan Mir, Suzuki, +2,478 sec
3. Jack Miller, Ducati, +6,402
4. Alex Márquez, Honda, +6,453
5. Johann Zarco, Ducati, +7,882
6. Pol Espargaró, Honda, +9,573
7. Jorge Martin, Ducati, +10,114
8. Alex Rins, Suzuki, +10,742
9. Enea Bastianini, Ducati, +13,840
10. Brad Binder, KTM, +14,487
11. Takaaki Nakagami, Honda, +20,912
12. Luca Marini, Ducati, +22,450
13. Valentino Rossi, Yamaha +22,752
14. Andrea Dovizioso, Yamaha, +26,207
15. Stefan Bradl, Honda, +26,284
16. Maverick Viñales, Aprilia, 26,828
17. Franco Morbidelli, Yamaha, +27,863
– Miguel Oliveira, KTM, 1 Runde zurück
– Iker Lecuona, KTM, 1 Runde zurück
– Fabio Quartararo, Yamaha, 3 Runden zurück
– Aleix Espargaró, Aprilia, 16 Runden zurück
– Danilo Petrucci, KTM, 1. Runde nicht beendet

Stand Fahrer-WM nach 17 von 18 Rennen:

1. Quartararo, 267 Punkte (Weltmeister). 2. Bagnaia 227. 3. Mir 195. 4. Miller 165. 5. Zarco 163. 6. Marc Márquez 142. 7. Binder 142. 8. Aleix Espargaró 113. 9. Viñales 106. 10. Pol Espargaró 100. 11. Rins 99. 12. Bastianini 94. 13. Oliveira 92. 14. Martin 91. 15. Nakagami 76. 16. Alex Márquez 67. 17. Morbidelli 42. 18. Marini 41. 19. Lecuona 38. 20. Rossi 38. 21. Petrucci 37. 22. Bradl 14. 23. Pirro 12. 24. Dovizioso 8. 25. Pedrosa 6. 26. Savadori 4. 27. Rabat 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 332 Punkte (Weltmeister). 2. Yamaha 298. 3. Suzuki 227. 4. Honda 211. 5. KTM 196. 6. Aprilia 114.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo, 392 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 364. 3. Suzuki Ecstar 294. 4. Pramac Racing 258. 5. Repsol Honda 250. 6. Red Bull KTM Factory Racing 234. 7. LCR Honda 143. 8. Esponsorama Racing 135. 9. Aprilia Racing Team Gresini 128. 10. Petronas Yamaha SRT 86. 11. Tech3 KTM Factory Racing 75.

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