Miguel Oliveira (KTM): «Bike noch ziemlich ähnlich»

Von Nora Lantschner
In der Red Bull-KTM-Box wurde beim MotoGP-Test in Jerez eifrig gearbeitet, das Aero-Paket war nicht die einzige Neuerung. Mit welchem Gefühl Miguel Oliveira in die Winterpause geht.

Die Red Bull-KTM-Werksfahrer berichteten am Freitag in Jerez von zwei intensiven Arbeitstagen. «Wir hatten im Grunde neue Ideen und Komponenten für alle Bereiche des Motorrads», erklärte Sebastian Risse, der Technical Coordinator des MotoGP-Projekts von KTM. Zu diesen Bereichen zählten der Motor, die Elektronik, das Chassis, die Federelemente und ein neues Aero-Paket.

«Einiges davon war schon im IRTA-Test in Misano getestet worden. Es kommen auch viele Dinge aus dem Testteam zum Rennteam. Bei guten Bedingungen konnten wir zum Glück viel überprüfen, aber wie immer sind wir weit entfernt davon, alles abzuhaken. Wir fanden aber einige Verbesserungen und wir wissen, woran wir im Winter arbeiten müssen. Für Sepang werden wir einen guten Plan haben», kündigte Risse an.

«Das Programm enthielt einige ziemlich signifikante Dinge», bestätigte Miguel Oliveira. «Mir konnten einige klare Schlüsse ziehen. Es stimmt aber, dass wir im Moment noch kein endgültiges Paket zusammengestellt haben. Es sind unterschiedliche Dinge, die wir separat testen. Es gab viel zu tun in der Box, alle arbeiteten unermüdlich und sehr hart, um das Maximum aus jedem Run und jedem Teil herauszuholen. Mit diesen Informationen kann das Werk hoffentlich wesentliche Änderungen am aktuellen Motorrad vornehmen, damit wir für den Wintertest in Sepang ein gutes Paket haben.»

Geht es für den dreifachen MotoGP-Sieger in die richtige Richtung? «Ja, ich glaube, wir müssen ein Motorrad hinstellen, es dann ans Limit bringen und dann in den ersten Tests sehen, was wir tun können. Im Moment ist das Motorrad noch ziemlich ähnlich zum diesjährigen Bike, der Charakter ist derselbe. Wir müssen den Charakter des Motorrads verändern, damit wir mit unseren Gegnern kämpfen können.»

Der 16. Platz in der Endabrechnung und 1,2 Sekunden Rückstand auf Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia spielten eine untergeordnete Rolle. «Diese zwei Tage in Jerez waren von den Bedingungen her ziemlich schwierig, weshalb die Rundenzeiten nicht wirklich die Arbeit und das Potenzial widerspiegeln», meinte Oliveira. «Hoffentlich geht es im Februar besser.»

MotoGP-Test Jerez, 19. November:

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,452 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,551
4. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
5. Viñales, Aprilia, + 0,750
6. Mir, Suzuki, + 0,762
7. Nakagami, Honda, + 0,800
8. Bastianini, Ducati, + 0,826
9. Miller, Ducati, + 0,845
10. Alex Márquez, Honda, + 0,888
11. Brad Binder, KTM, + 1,070
12. Marini, Ducati, + 1,153
13. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
14. Oliveira, KTM, + 1,213
15. Morbidelli, Yamaha, + 1,228
16. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
17. Zarco, Ducati, + 1,288
18. Martin, Ducati, + 1,563
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
26. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

* = MotoGP-Rookie

MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,452
4. Zarco, Ducati, + 0,484
5. Bastianini, Ducati, + 0,530
6. Rins, Suzuki, + 0,551
7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
8. Viñales, Aprilia, + 0,750
9. Mir, Suzuki, + 0,762
10. Miller, Ducati, + 0,845
11. Alex Márquez, Honda, + 0,888
12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012
13. Brad Binder, KTM, + 1,070
14. Marini, Ducati, + 1,153
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
16. Oliveira, KTM, + 1,213
17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
18. Martin, Ducati, + 1,280
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Kallio, KTM, + 2,404
26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069
28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

* = MotoGP-Rookie

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari: Wer soll auf dem Schleudersitz Platz nehmen?

Mathias Brunner
Es ist einer der reizvollsten Posten in der Königsklasse, aber ein Job mit Stress-Garantie: Teamchef bei Ferrari. Mattia Binotto hatte davon die Nase voll, aber wer soll folgen? Erneut gibt’s bei Ferrari viel Unruhe.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di.. 06.12., 06:00, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:23, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:32, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:40, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:50, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:54, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 06:59, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:09, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:20, ORF Sport+
    silent sports +
  • Di.. 06.12., 07:28, ORF Sport+
    silent sports +
» zum TV-Programm
3