Taka Nakagami (Honda/2.): «Neues Bike gibt Vertrauen»

Von Günther Wiesinger
Takaaki Nakagami mit dem 2022-Werksbike

Takaaki Nakagami mit dem 2022-Werksbike

Takaaki Nakagami sorgte beim Jerez-MotoGP-Test mit Platz 2 für einen Lichtblick bei den HRC-Mannschaft, die wegen der neuen Verletzung von Marc Márquez nicht in bester Stimmung ist.

Nach der Bestzeit am Donnerstag verabschiedete sich der Japaner Takaaki Nakagami aus dem Idemitsu-LCR-Honda-Team von Lucio Cecchinello mit dem zweiten Gesamtrang vom letzten MotoGP-IRTA-Test der Saison auf dem Circuito de Jerez.

Taka Nakagami demonstrierte das Potenzial der neuen Honda RC213V auf eindrucksvolle Weise, obwohl er sich den 2022-MotoGP-Prototyp mit seinem LCR-Teamkollegen Alex Márquez teilen musste. Die Rundenzeiten wirkten bei den HRC-Verantwortlichen ermutigend in einer Zeit, die von großen Sorgen um den Gesundheitszustand von Marc Márquez geprägt ist, der nach seinem Offroad-Crash (er passierte am 31. Oktober) an einer biopolaren Störung (er sieht Doppelbilder) leidet.

Nakagami spulte am Donnerstag 68 Runden ab und fuhr die Tagesbestzeit noch mit seinem 2021-Bike, bevor er am Freitagvormittag noch einmal auf die 2022-Honda stieg, um die Vorbereitung für die Saison 2022 voranzutreiben, indem er verschiedene Settings und Teile ausprobierte.

Der 29-jährige Japaner hat 2021 seine vierte MotoGP-Saison bestritten und bisher 66 Rennen in der «premier class» absolviert, aber noch keinen Podestplatz zustande gebracht. Beste Ergebnisse: zwei vierte Ränge beim Andalusien-GP in Jerez und beim Europa-GP in Valencia 2020. Er schaffte im Vorjahr auch die Pole-Position in Aragón und den zehnten WM-Gesamtrang. 2021 kam «Taka» über den 15. WM-Rang nicht hinaus.

«Das war ein guter Zwei-Tage-Test», lautete das Resümee von Nakagami. «Das verdeutlichen schon die Ergebnisse mit Rang 1 am Donnerstag und Rang 2 in der Gesamtwertung. Am zweiten Tag haben wir die Strategie geändert, weil ich das neue Motorrad mit dem alten vergleichen durfte.»

Mit seiner Zeit von 1:37,313 min hielt der LCR-Honda-Pilot tadellos mit. «Nach der Mittagspause am Freitag haben wir dann am 2021-Bike noch einiges probiert und das Set-up überprüft. Wir sind am Freitag weniger Runden gefahren als am ersten Tag, aber das neue Motorrad vermittelt mir viel Vertrauen. Darüber bin ich wirklich happy», versicherte er.

Jetzt gönnt sich der zweimalige Moto2-GP-Sieger (Assen 2016, Silverstone 2017) eine Pause. «Jetzt gehen wir in die Winterpause. Und bevor ich das tue, möchte ich mich bei meinem Team bedanken, das in diesem Jahr wieder unermüdlich geschuftet hat. Ich freue mich auf die Ruhepause und gleichzeitig auf die Rückkehr beim Sepang-Test im Februar.»

MotoGP-Test Jerez, 19. November:

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,452 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,551
4. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
5. Viñales, Aprilia, + 0,750
6. Mir, Suzuki, + 0,762
7. Nakagami, Honda, + 0,800
8. Bastianini, Ducati, + 0,826
9. Miller, Ducati, + 0,845
10. Alex Márquez, Honda, + 0,888
11. Brad Binder, KTM, + 1,070
12. Marini, Ducati, + 1,153
13. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
14. Oliveira, KTM, + 1,213
15. Morbidelli, Yamaha, + 1,228
16. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
17. Zarco, Ducati, + 1,288
18. Martin, Ducati, + 1,563
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
26. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

* = MotoGP-Rookie

MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min
2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec
3. Quartararo, Yamaha, + 0,452
4. Zarco, Ducati, + 0,484
5. Bastianini, Ducati, + 0,530
6. Rins, Suzuki, + 0,551
7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624
8. Viñales, Aprilia, + 0,750
9. Mir, Suzuki, + 0,762
10. Miller, Ducati, + 0,845
11. Alex Márquez, Honda, + 0,888
12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012
13. Brad Binder, KTM, + 1,070
14. Marini, Ducati, + 1,153
15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157
16. Oliveira, KTM, + 1,213
17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277
18. Martin, Ducati, + 1,280
19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656
20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819
21. Savadori, Aprilia, + 1,852
22. Gardner*, KTM, + 1,856
23. Guintoli, Suzuki, + 2,168
24. Pedrosa, KTM, + 2,313
25. Kallio, KTM, + 2,404
26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440
27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069
28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

* = MotoGP-Rookie


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