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Matteo Ballerin (WITHU): «Dovi soll auf das Podest»

Matteo Ballerin ist CEO des Energiekonzerns WITHU und neuer Hauptsponsor des RNF-Yamaha-Kundenteams von Razlan Razali. Das Budget liegt bei 12 Mio Euro. Von Andrea Dovizioso wird viel erwartet.

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Als vor dem ersten Spielberg-GP Anfang August 2021 durchgesickert ist, dass der malaysische Mineralkonzern Petronas den Drei-Jahres-Vertrag mit dem Yamaha-MotoGP-Kundenteam nicht verlängern wird, war der bisherige Co-Sponsor WITHU mit CEO Matteo Ballerin (48) der erste Ansprechpartner. Der Italienische Unternehmer sagte nach dem ersten Anruf ohne langes Nachdenken zu. "Ich kann kein Budget wie Petronas aufbringen, das ist klar", erklärte Ballerin im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Ich nannte ihnen mein Budget und fragte, ob sie WITHU für diesen Betrag zum Namensponsor des MotoGP-Teams machen würden. So hat diese Story für das nächste Jahr begonnen. Wir haben innerhalb von zwei Tagen zu einem Agreement gefunden. Mein Verhältnis zu Razali war sehr, sehr gut."

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Da der neue WITHU-Yamaha-RNF-Teameigentümer Razlan Razali bei Yamaha vorläufig nur einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben hat mit Option für eine Verlängerung, ist auch die Zusammenarbeit von WITH mit RNF vorläufig auf ein Jahr befristet.

Ballerin will keine exakte Summe nennen. Er verrät aber: "Der Betrag liegt unter 5 Millionen Euro."

Das neue WITHU-Yamaha-RNF-Team plant mit einem Jahresbudget von 12 bis 13 Millionen Euro. Der finanzielle Aufwand für die MotoGP-Klasse wird gegenüber den drei Petronas-Jahren nicht reduziert. Dass Yamaha jetzt die Fahrergage von Dovi bezahlt, ist hilfreich.

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Razali: "Und da wir gern mit jungen Fahrern antreten, macht das Fahrerbudget üblicherweise keine Riesensumme aus. Da reden wir von weniger als 1 Million Euro für zwei Fahrer."

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Übrigens: In den drei Petronas-Jahren gab das Sepang-Circuit-Team 18 Millionen Euro im Jahr aus – weil auch noch die Moto3- und Moto2-WM bestritten wurde.

Bevor sich die Möglichkeit mit dem MotoGP-Yamaha-Rennstall ergab, interessierte sich Matteo Ballerin für die Möglichkeit, beim Petronas-Sprinta-Team als Hauptsponsor für die Klassen Moto3 und Moto2 einzusteigen. "Das wäre billiger gewesen als MotoGP. Die Teambezeichnung hätte 'WITHU Petronas Team' gelautet. Aber als Petronas den Rückzug angekündigt hat, mussten die zwei kleinen Teams zugesperrt werden. Es war unmöglich, in der kurzen Zeit für alle drei GP-Klassen genug Geld aufzutreiben."

WITHU legte Wert auf einen italienischen MotoGP-Fahrer, deshalb wurde Andrea Dovizioso verpflichtet und beim ersten Misano-GP im September bereits statt Franco Morbidelli (er wechselte statt Viñales ins Factory-Team) auf die Petronas-Yamaha des bisherigen Sepang-Circuit-Teams gesetzt. Nächstes Jahr wird die WITHU-Yamaha-RNF-Mannschaft mit Andrea Dovizioso und Rookie Darryn Binder antreten, der direkt aus der Moto3-Klasse aufsteigt – und nur einen Moto3-GP-Sieg errungen hat.

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"Ich bin ziemlich zuversichtlich. Ich denke, wir können mit Dovi einige Podestplätze erreichen", erklärte der neue Hauptsponsor. "Denn Dovi ist ein Ingenieur. Er wird sich weiter Schritt für Schritt steigern. Er war im Valencia-Quali auf Platz 13, er hat bei den letzten vier Rennen immer gepunktet, nicht schlecht."

Beim Jerez-Test freundete sich "Dovi" in der vergangenen Woche mit einem Prototyp der 2022-Werks-Yamaha an. Er wird die Saison bei sener YZR-M1-Yamaha mit demselben technischen Stand beginnen wie das Werksteam mit Quartararo und Morbidelli. Die neuesten Technik-Upgrades werden in der Saison aber zuerst der Monster-Mannschaft zur Verfügung stehen.

"Franco Morbidelli hat uns mitgeteilt, dass der Unterschied zwischen Doviziosos aktuellem Bike und der neuesten Werks-Yamaha sehr groß ist", berichtete Matteo Ballerin im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Das macht mich recht glücklich. Denn damit ist klar, dass Dovis Motorrad nicht sehr konkurrenzfähig war. Das wird sich 2022 ändern, er bekommt eine nächstjährige Werksmaschine. Der Materialunterschied zu 2021 wird bei ihm also beträchtlich sein. Das eröffnet uns erfreuliche Möglichkeiten."

MotoGP-Test Jerez, 19. November:

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1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min

2. Quartararo, Yamaha, + 0,452 sec

3. Rins, Suzuki, + 0,551

4. Pol Espargaró, Honda, + 0,624

5. Viñales, Aprilia, + 0,750

6. Mir, Suzuki, + 0,762

7. Nakagami, Honda, + 0,800

8. Bastianini, Ducati, + 0,826

9. Miller, Ducati, + 0,845

10. Alex Márquez, Honda, + 0,888

11. Brad Binder, KTM, + 1,070

12. Marini, Ducati, + 1,153

13. Dovizioso, Yamaha, + 1,157

14. Oliveira, KTM, + 1,213

15. Morbidelli, Yamaha, + 1,228

16. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277

17. Zarco, Ducati, + 1,288

18. Martin, Ducati, + 1,563

19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656

20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819

21. Savadori, Aprilia, + 1,852

22. Gardner*, KTM, + 1,856

23. Guintoli, Suzuki, + 2,168

24. Pedrosa, KTM, + 2,313

25. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440

26. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

* = MotoGP-Rookie

MotoGP-Test Jerez, kombinierte Zeiten (18. und 19. November):

1. Bagnaia, Ducati, 1:36,872 min

2. Nakagami, Honda, + 0,441 sec

3. Quartararo, Yamaha, + 0,452

4. Zarco, Ducati, + 0,484

5. Bastianini, Ducati, + 0,530

6. Rins, Suzuki, + 0,551

7. Pol Espargaró, Honda, + 0,624

8. Viñales, Aprilia, + 0,750

9. Mir, Suzuki, + 0,762

10. Miller, Ducati, + 0,845

11. Alex Márquez, Honda, + 0,888

12. Morbidelli, Yamaha, + 1,012

13. Brad Binder, KTM, + 1,070

14. Marini, Ducati, + 1,153

15. Dovizioso, Yamaha, + 1,157

16. Oliveira, KTM, + 1,213

17. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,277

18. Martin, Ducati, + 1,280

19. Di Giannantonio*, Ducati, + 1,656

20. Raúl Fernández*, KTM, + 1,819

21. Savadori, Aprilia, + 1,852

22. Gardner*, KTM, + 1,856

23. Guintoli, Suzuki, + 2,168

24. Pedrosa, KTM, + 2,313

25. Kallio, KTM, + 2,404

26. Bezzecchi*, Ducati, + 2,440

27. Darryn Binder*, Yamaha, + 3,069

28. Tsuda, Suzuki, + 4,064

* = MotoGP-Rookie

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