Ducati: Bagnaia & Miller nicht mit neuem 2022er-Motor
Die erste Überraschung der MotoGP-Saison 2022: Vizeweltmeister Pecco Bagnaia und sein Ducati-Lenovo-Teamkollege Jack Miller setzen eine «hybride» Motorenspezifikation ein.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Vor dem ersten Freien Training der MotoGP-Klasse in Losail war einmal mehr Ducati das große Gesprächsthema – es ging dabei allerdings nicht um das viel diskutierte "Front Ride Height Device", sondern um die Triebwerke der fünf GP22 im Feld. Vor dem WM-Auftakt wurden in Katar die Motorenspezifikationen für die Saison homologiert und Vizeweltmeister Francesco "Pecco" Bagnaia entschied sich überraschend nicht für den neuesten 2022er-Motor.
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Stattdessen setzt das Ducati Lenovo Team (die Spezifikation gilt für beide Fahrer eines Factory-Teams) auf einen überarbeiteten Motor, der zum Teil noch auf dem 2021 eingesetzten Triebwerk basiert. Denn Bagnaia bevorzuge eine sanftere Leistungsentfaltung im ersten Moment, wenn er ans Gas gehe, berichteten die Fachmedien in Italien einstimmig. "Wir homologierten drei Motoren-Versionen", bestätigte Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com. "GP21 für Gresini und Bezzecchi, GP22 ‚hybrid‘ für Bagnaia und Miller und GP22 für Pramac und Marini."
Teammanager Davide Tardozzi wurde zum Beginn des FP1 von MotoGP-Pitlane-Reporter Simon Crafar ebenfalls auf die Neuigkeiten angesprochen. "Ich weiß nicht, warum die Leute immer über Ducati reden und uns etwas anhängen", hielt der Italiener entschieden fest. "Pecco sagte nicht: ‚Der 2022er-Motor ist falsch, ich will den 2021er.‘ Das ist ‚bullshit‘ und das will ich so klar sagen. Wir gaben Pecco einfach eine andere Spezifikation. Es gibt die Möglichkeit, den Motor an den Stil des Fahrers anzupassen und dieser Motor geht in die Richtung des Fahrstils von Pecco und auch von Jack. Die anderen Jungs waren mit der anderen spec glücklich und das war’s."
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"Wir wissen, dass ein anderer Hersteller in Sepang drei unterschiedliche Spezifikationen eingesetzt hat. Warum geht nicht jeder zu dieser Marke und fragt, welche Version Marc Márquez und welche ein anderer Fahrer einsetzen", schob Tardozzi nach. "Wir sind glücklich mit der Wahl der Fahrer und glauben, dass wir allen Fahrern die bestmögliche Option gegeben haben."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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