MotoGP: Kündigung als Befreiungsschlag?

Livio Suppo (Suzuki): «Manchmal ist abwarten besser»

Von Otto Zuber
Suzuki-Teammanager Livio Suppo

Suzuki-Teammanager Livio Suppo

Die Suzuki-Werksverträge von Joan Mir und Alex Rins laufen nach der Saison 2022 aus. Teammanager Livio Suppo erklärt, warum er dennoch keine Eile hat, die Abkommen mit den beiden Spaniern zu verlängern.

Livio Suppo ist zurück im MotoGP-Paddock. Der Italiener hat den Posten des Teammanagers im Suzuki Ecstar Team übernommen und damit die Lücke gefüllt, die Davide Brivio nach der Saison 2020 hinterlassen hatte. Nach einem Jahr ohne Teammanager musste Suzuki-Projektleiter Shinichi Sahara einsehen, dass es besser ist, den erfolgreichen Brivio durch einen MotoGP-erfahrenen Nachfolger zu ersetzen.

Und mit Suppo, der jahrelang als Ducati-Projektleiter und HRC-Teamprinzipal fungierte, fand sich ein Manager, der das Fahrerlager der Motorrad-WM gut kennt. Der 57-Jährige freut sich auf die Herausforderungen, die ihn erwarten. Er sagt über seinen Brötchengeber: «Suzuki ist wie ein Kompromiss zwischen Ducati und Honda. Das Team ist japanisch, legt aber viel italienische Attitüde an den Tag. Es ist die perfekte Mischung aus Italien und Japan.»

Suppo weiss: «Viele Leute im Paddock waren schon lange da, eigentlich hat sich nicht viel verändert. Der grösste Unterschied ist, dass keine Dominanz mehr zu erkennen ist, natürlich auch, weil Marc Márquez in den vergangenen beiden Jahren nicht immer dabei war.»

Mit Blick auf seine eigenen beiden Fahrer Joan Mir und Alex Rins, deren Verträge nach der aktuellen Saison auslaufen, erklärt der Teammanager: «Wenn man zwei so starke Fahrer hat, dann gehört es natürlich zu den Prioritäten, dass man sie an Bord hält. Aber auch wenn ich mit Casey Stoner 2010 schon in Jerez einig wurde, muss ich sagen, dass es manchmal gut für alle Beteiligten und den Sport ist, wenn man abwartet.»

MotoGP-Ergebnis, Doha, 6. März:

1. Enea Bastianini, Ducati, 22 Runden in 42:13,198 min
2. Brad Binder, KTM, + 0,346 sec
3. Pol Espargaró, Honda, + 1,351
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,242
5. Marc Márquez, Honda, + 4,099
6. Joan Mir, Suzuki, + 4,843
7. Alex Rins, Suzuki, + 8,810
8. Johann Zarco, Ducati, + 10,536
9. Fabio Quartararo, Yamaha, + 10,543
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 14,967
11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 16,712
12. Maverick Viñales, Aprilia, + 23,216
13. Luca Marini, Ducati, + 27,283
14. Andrea Dovizioso, Yamaha, + 27,374
15. Remy Gardner, KTM, + 41,107
16. Darryn Binder, Yamaha, + 41,119
17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 41,349
18. Raúl Fernández, KTM, + 42,357
– Jorge Martin, Ducati, 11 Runden zurück
– Francesco Bagnaia, Ducati, 11 Runden zurück
– Miguel Oliveira, KTM, 12 Runden zurück
– Alex Márquez, Honda, 13 Runden zurück
– Marco Bezzecchi, Ducati, 16 Runden zurück
– Jack Miller, Ducati, 16 Runden zurück

WM-Stand nach 1 von 21 Grand Prix:

1. Bastianini 25 Punkte. 2. Brad Binder 20. 3. Pol Espargaró 16. 4. Aleix Espargaró 13. 5. Marc Márquez 11. 6. Mir 10. 7. Rins 9. 8. Zarco 8. 9. Quartararo 7. 10. Nakagami 6. 11. Morbidelli 5. 12. Viñales 4. 13. Marini 3. 14. Dovizioso 2. 15. Gardner 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 25 Punkte. 2. KTM 20. 3. Honda 16. 4. Aprilia 13. 5. Suzuki 10. 6. Yamaha 7.

Team-WM:

1. Repsol Honda 27 Punkte. 2. Gresini Racing 25. 3. Red Bull KTM Factory 20. 4. Suzuki Ecstar 19. 5. Aprilia Racing 17. 6. Monster Energy Yamaha 12. 7. Pramac Racing 8. 8. LCR Honda 6. 9. Mooney VR46 Racing 3. 10. WithU Yamaha RNF 2. 11. Tech3 KTM Factory 1.

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