Marc Márquez (Honda/9.): «Ich bin nicht Favorit»

Von Günther Wiesinger
Marc Márquez startet aus der dritten Reihe

Marc Márquez startet aus der dritten Reihe

«Ich habe im Quali nicht an mich geglaubt», gab Marc Márquez zu. Zum ersten Mal seit Beginn seiner MotoGP-Karriere im Jahr 2013 geht der Honda-Star als Außenseiter in den Texas-GP.

Repsol-Honda-Star Marc Márquez rechnete sich nach den vielversprechenden Trainings mit Plätzen von 4 bis 6 für das Qualifying auf dem Circuit of The Americas (COTA), dem 5,513 km langen Kurven-Labyrinth mit neun Rechts- und elf Linkskurven und der 1200 Meter langen Start-Ziel-Geraden, einen Startplatz unter den Top-6 aus. Doch am Ende reichte es für den Vorjahressieger in seinem «Wohnzimmer» (sieben Siege bei acht Auftritten) nur für den neunten Platz auf dem Grid.

«Meine Performance im Qualifying kann ich leicht beschreiben. Ich habe kein Vertrauen in meine Fähigkeiten gehabt», erklärte Marc. «Bis dahin habe ich das ganze Wochenende gute Arbeit geleistet, ich habe meinen Rhythmus und meine Pace verbessert. Aber als ich im Quali rausgefahren bin, bin ich in den Verkehr geraten, und ich wollte nicht richtig pushen. Ja, ich habe mir nichts zugetraut. Das war mein Fehler. Außerdem hatten wir mit dem zweiten Reifen einige Probleme, das war nicht meine Schuld. Dazu bin ich durcheinander gekommen, denn ich dachte, ich könne noch eine weitere Runde fahren. Aber wenn du nicht an dich glaubst, stehst du in der dritten Reihe. Die erste Reihe war sowieso außer Reichweite. Aber eine Position in der zweiten Reihe, das hätte mir gebührt.»

«Zum Glück kann ich wenigstens von Platz 9 starten. Denn das war meine schlechteste Q2-Runde. Die Ausgangslage für die 20 Rennrunden ist also nicht ideal, denn es wird besonders schwierig sein, die vielen Ducati-Fahrer zu überholen. Aber das Rennen ist lange. Wir werden sehen...»

«Ich kann auf keinen Fall der Favorit für dieses Rennen sein», ist sich Marc bewusst. «Wenn man sich meine Trainings anschaut, habe ich ein seltsames Wochenende hinter mir. Denn ich musste mich am Freitag manchmal schonen, ich konnte nur einzelne schnelle Runden fahren, sonst hätte ich das Weekend kräftemäßig nicht überlebt. Auch im FP3 am Samstag in der Früh habe ich nur wenige schnelle Runden gedreht. Nur das FP4 habe ich normal abgespult. Da wollte ich zeigen, wozu ich fähig bin und meine Pace demonstrieren.»

In diesem FP4, in dem das Rennen simuliert wird, schaffte der Honda-Star den zweiten Platz, nur 0,132 Sekunden hinter Pecco Bagnaia.

«Ich werde am Sonntag auch im Warm-up nur vier oder fünf Runden fahren und mich dann für das Rennen schonen», kündigte der 29-jährige Spanier an, der in der WM 34 Punkte hinter Leader Aleix Espargaró liegt.

«Ich denke, Bagnaia, Quartararo und Bastianini, diese drei Jungs haben die beste Pace für das Rennen», ergänzte Márquez.

MotoGP-Ergebnis, Austin, Q2 (9. April):

1. Martin, Ducati, 2:02,039 min
2. Miller, Ducati, 2:02,042 min, + 0,003 sec
3. Bagnaia, Ducati, 2:02,167, + 0,128
4. Zarco, Ducati, 2:02,570, + 0,531
5. Bastianini, Ducati, 2:02,578, + 0,539
6. Quartararo, Yamaha, 2:02,634, + 0,595
7. Rins, Suzuki, 2:02,694, + 0,655
8. Mir, Suzuki, 2:02,947, + 0,908
9. Marc Márquez, Honda, 2:03,038, + 0,999
10. Nakagami, Honda, 2:03,054, + 1,015
11. Marini, Ducati, 2:03,059, + 1,020
12. Pol Espargaró, Honda, 2:03,096, + 1,057

Die weitere Startaufstellung:
13. Aleix Espargaró, Aprilia, 2:02,922 min
14. Viñales, Aprilia, 2:03,121
15. Dovizioso, Yamaha, 2:03,133
16. Bezzecchi, Ducati, 2:03,328
17. Brad Binder, KTM, 2:03,467
18. Di Giannantonio, Ducati, 2:03,576
19. Morbidelli, Yamaha, 2:03,579
20. Oliveira, KTM, 2:03,983
21. Fernández, KTM, 2:04,140
22. Gardner, KTM, 2:04,185
23. Alex Márquez, Honda, 2:04,229
24. Darryn Binder, Yamaha, 2:04,646

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