Brad Binder (KTM/7.): «Haben etwas Wichtiges gelernt»

Von Günther Wiesinger
Brad Binder stürzte im FP1 in Le Mans bereits in der fünften Runde. Doch der KTM-Star machte eine wichtige Erkenntnis, die ihn zuversichtlich stimmt.

Brad Binder erlebte am ersten Trainingstag auf dem 4,185 km langen Circuit Bugatti in Le Mans eine wechselhafte Performance. Er stürmte zu Beginn des FP1 gleich zu einer starken Zeit, rutschte dann aus, fiel weit zurück – und verbesserte sich im FP2 mit der Red Bull-KTM RC16 wieder auf dem siebten Gesamtrang. Damit rettete der Südafrikaner wieder einmal das Geschehen aus der Sicht von Arbeitgeber KTM.

«Das FP1 ist nicht gut verlaufen, aber im FP2 ist es besser gegangen. Ich hatte auch zu Beginn des ersten Trainings kein schlechtes Gefühl. Aber leider bin ich in der fünften Runde gestürzt», berichtete der Moto3-Weltmeister von 2016 und Moto2-Vizeweltmeister von 2019. «Ich bin danach auf das Ersatzbike umgestiegen, aber dieses war mit sehr unterschiedlichen Settings ausgestattet. Denn wir wollten herausfinden, ob die Abstimmung von Jerez auch hier funktionieren würde. Aber leider hat sich dieses Set-up hier nicht bewährt, ich war also im restlichen FP1 mit einem Motorrad unterwegs, auf dem ich mich nicht sehr komfortabel gefühlt habe. Im FP2 bin ich wieder auf das Motorrad zurückgekehrt, mit dem ich hingefallen war. Wir haben allerdings das Setting noch etwas verfeinert, ich habe mich dann recht wohlgefühlt damit.»

«Meine Jungs in der Box haben gute Arbeit geleistet, sie haben nett und schnell eine gute Lösung für mein Motorrad gefunden», berichtete Brad Binder. «Mein Vertrauen ist im FP2 deshalb deutlich gewachsen. Deshalb denke ich, ich kann am Samstag hier eine gute Leistung zeigen.»

Doch KTM, in Doha mit Platz 2 von Binder und in Mandalika mit dem Sieg von Oliveira famos in die Saison gestartet, ist deutlich hinter die Gegner von Yamaha, Ducati, Aprilia und Suzuki zurückgefallen. Was ist da passiert?

Binder: «Wir haben heute etwas Wichtiges gelernt. Unser Bike-Set-up unterscheidet sich jetzt komplett von der Abstimmung von 2021. Auf Strecken, auf denen du nicht hart abbremst, auf denen du in Schräglage anbremst, wo du also das Hinterrad auf dem Boden hältst, funktioniert unser Bike ausgezeichnet. Auf anderen Strecken, auf denen du oft auf einer Geraden anbremst und dann rasch einlenken und das Gas schnell aufdrehen musst, da haben wir eine Menge Probleme. Außerdem steigen unsere Chancen, wenn der Belag wenig Grip vermittelt. Wir haben heute eine gute Richtung gefunden, die mir mehr Vertrauen für die kleinen, langsamen Kurven gegeben hat. Das hat im ganzen Jahr bisher gefehlt. Ich konnte das Bike nicht schnell genug abbremsen, und beim Einlenken war ich bisher mit der Front richtig am Limit. Durch das Basis-Set-up habe ich heute auf diesem Gebiet mehr Vertrauen gefunden. Jetzt freue ich mich auf dem Samstag. Ich will morgen noch besser abschneiden.»

MotoGP, Le Mans, kombinierte Zeiten nach FP2 (13. Mai):

1. Bastianini, Ducati, 1:31,148 min
2. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,202 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,297
4. Zarco, Ducati, + 0,360
5. Bagnaia, Ducati, + 0,487
6. Quartararo, Yamaha, + 0,492
7. Brad Binder, KTM, + 0,509
8. Mir, Suzuki, + 0,518
9. Pol Espargaró, Honda, + 0,623
10. Martin, Ducati, + 0,764
11. Miller, Ducati, + 0,766
12. Morbidelli, Yamaha, + 0,877
13. Viñales, Aprilia, + 0,903
14. Marini, Ducati, + 0,980
15. Marc Márquez, Honda, + 1,005
16. Nakagami, Honda, + 1,017
17. Di Giannantonio, Ducati, + 1,127
18. Bezzecchi, Ducati, + 1,166
19. Alex Márquez, Honda, + 1,357
20. Dovizioso, Yamaha, + 1,388
21. Oliveira, KTM, + 1,547
22. Gardner, KTM, + 1,589
23. Fernández, KTM, + 2,409
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,413

MotoGP-Ergebnis, Le Mans, FP2:

1. Bastianini, Ducati, 1:31,148 min
2. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,202 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,297
4. Zarco, Ducati, + 0,360
5. Bagnaia, Ducati, + 0,487
6. Quartararo, Yamaha, + 0,492
7. Brad Binder, KTM, + 0,509
8. Mir, Suzuki, + 0,518
9. Martin, Ducati, + 0,764
10. Miller, Ducati, + 0,766
11. Morbidelli, Yamaha, + 0,877
12. Viñales, Aprilia, + 0,903
13. Pol Espargaró, Honda, + 0,928
14. Marc Márquez, Honda, + 1,005
15. Di Giannantonio, Ducati, + 1,127
16. Bezzecchi, Ducati, + 1,166
17. Marini, Ducati, + 1,268
18. Alex Márquez, Honda, + 1,357
19. Dovizioso, Yamaha, + 1,388
20. Oliveira, KTM, + 1,547
21. Gardner, KTM, + 1,589
22. Nakagami, Honda, + 2,249
23. Fernández, KTM, + 2,409
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,413

Ergebnis Le Mans, MotoGP FP1 (13. Mai):

1. Pol Espargaró, Honda, 1:31,771 min
2. Rins, Suzuki, + 0,109 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 0,122
4. Quartararo, Yamaha, + 0,141 
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,162
6. Mir, Suzuki, + 0,171
7. Miller, Ducati,+ 0,190
8. Viñales, Aprilia, + 0,307 sec
9. Zarco, Ducati, + 0,341
10. Marini, Ducati, + 0,357
11. Nakagami, Honda, + 0,394
12. Bastianini, Ducati, + 0,484
13. Marc Márquez, Honda, + 0,495
14. Martin, Ducati, + 0,720
15. Bezzecchi, Ducati, + 0,903
16. Dovizioso, Yamaha, + 0,965
17. Di Giannantonio, Ducati, + 0,984
18. Brad Binder, KTM, + 0,985
19. Alex Márquez, Honda, + 0,991
20. Morbidelli, Yamaha, + 1,166
21. Oliveira, KTM, + 1,250
22. Gardner, KTM, + 1,531
23. Raúl Fernández, KTM, + 2,380
24. Darryn Binder, Yamaha, + 2,853

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