Stefan Bradl: «Wir sind komplett im Nirwana»

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl hat in diesem Jahr bei insgesamt fünf Rennen (inklusive Termas de Río Hondo und Jerez) keinen WM-Punkte eingeheimst. Jetzt warter er auf Lösungen aus Japan.

Stefan Bradl hat jetzt drei MotoGP-Rennen hintereinander für Marc Márquez bestritten, aber er konnte die erhofften WM-Punkte auch in Assen nicht einsammeln. «Hm, mein Resümee fällt trotzdem gut aus. Klar wäre es mir lieber gewesen, wenn wir mit einem Punkt davongekommen wären», stellte der 32-jährige Bayer fest. «Ich bin mit meiner Leistung ganz ordentlich zufrieden, der Start hat gut gepasst. Ich bin ein unterhaltsames Rennen gefahren. Doch ich habe im rechten Unterarm ein bisschen ‘arm pump’-Probleme bekommen, das war vorhersehbar. Denn das Motorrad ist momentan physisch sehr schwer zu fahren. Außerdem habe ich mit dem weichen Hinterreifen in der Endphase etwas Federn lassen müssen.»

Bradl kehrte aus der ersten Runde nach dem 18. Startplatz als 17. zurück und lag zeitweise an 16. Position, aber dann musste er Marini und Dovizioso vorbeilassen. Er brauste als 18. über den Zielstrich und verlor 32 Sekunden auf den Sieger, in Sachsen waren es noch 52 gewesen. «Grundsätzlich bin ich nicht enttäuscht. Besser abzuschneiden wie auf dem Sachsenring, das war heute nicht so schwer. Aber die Situation bei Honda ist nach wie vor schwierig. Wir wissen nach wie vor nicht, in welche Richtung die Entwicklung gehen muss. Wir sind komplett im Nirwana und gerade etwas verloren. Ich bin neugierig, was sich über die Sommerpause tut. Ich hoffe, dass es besser wird.»

«Auch wenn es nicht für Punkte gereicht hat, ich habe heute im Rennen wieder gesehen, wo unsere Stärken und Schwächen liegen», bemerkte der siebenfache GP-Sieger. «Bei Honda haben alle Fahrer den weichen Hinterreifen verwendet, weil wir nicht genau wissen, wie wir die Reifen effizient nutzen können. Das ist momentan unser Hauptproblem. Das habe ich heute beim Kampf gegen Dovi auf der Yamaha und gegen Marini auf der Ducati gesehen. Sie können einfach einen höheren Kurvenspeed fahren.»

MotoGP-Ergebnis, Assen (26. Juni):

1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn. in 40:25,205 min
2. Bezzecchi, Ducati, + 0,444 sec
3. Viñales, Aprilia, + 1,209
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,585
5. Brad Binder, KTM, + 2,721
6. Miller, Ducati, + 3,045
7. Martin, Ducati, + 4,340
8. Mir, Suzuki, + 8,185
9. Oliveira, KTM, + 8,325
10. Rins, Suzuki, + 8,596
11. Bastianini, Ducati, + 9,783
12. Nakagami, Honda, + 10,617
13. Zarco, Ducati, + 14,405
14. Di Giannantonio, Ducati, + 17,681
15. Alex Márquez, Honda, + 25,866
16. Dovizioso, Yamaha, + 29,711
17. Marini, Ducati, + 30,296
18. Bradl, Honda, + 32,225
19. Gardner, KTM, + 34,947
20. Savadori, Aprilia, + 35,798
– Fernández, KTM, 8 Runden zurück
– Quartararo, Yamaha, 15 Runden zurück
– Darryn Binder, Yamaha, 18 Runden zurück
– Morbidelli, Yamaha, 18 Runden zurück

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:
1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.


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