Joan Mir (Suzuki/8.): Auffahrunfall mit Oliveira

Von Johannes Orasche
Auch nach dem Start war der Abstand zwischen Mir und Oliveira gering

Auch nach dem Start war der Abstand zwischen Mir und Oliveira gering

Der spanische Suzuki-Fahrer Joan Mir zeigte auf dem TT Circuit Assen ein fehlerloses MotoGP-Rennen, erlebte aber schon am Start zwei Schreckmomente der ganz besonderen Art.

Das MotoGP-Rennen von Assen brachte für die Suzuki-Truppe um Livio Suppo kaum Grund zum Jubel. Obwohl: Joan Mir fuhr ein recht unauffälliges Rennen, war er von Startplatz 14 kommend nach Runde 1 nur 16. – direkt vor Stefan Bradl. Am Ende kam der künftige Repsol-Honda-Werksfahrer aus Spanien aber immerhin noch auf Position 8 an.

Dem nach vorne stürmenden Aleix Espargaró (Aprilia) hatte auch Mir mit der Suzuki im Finish rein gar nichts entgegenzusetzen.

Zur Anfangsphase sagt Mir: «Es waren für mich zwei Dinge in diesem Rennen. Der Start war nicht fantastisch, ich hatte eine Berührung mit Marini. Ich konnte damit keinen Boden gut machen, war weit hinten und musste auf der Piste aufholen. Ich war 15. oder 16. zu Beginn des Rennens.»

«Als ich dann ein paar Fahrer überholen konnte, war es der beste Teil des Wochenendes. Am Ende lief es aber nicht gut. Die Rundenzeiten war noch da. Ich habe aber viel Zeit verloren, als ich an Zarco vorbeifahren wollte. Er fuhr enge Linien und auf der Geraden war es unmöglich», schilderte der MotoGP-Weltmeister von 2020. «Wir müssen das Paket für das Finish der Rennen noch etwas verbessern.»

Zu seinem Auffahrunfall mit Miguel Oliveira (Red Bull-KTM) sagt Mir: «Man muss ja das Front-Device für den Start aktivieren und dafür muss man einmal hart bremsen. In diesem Moment hat mich Oliveira hinten links erwischt. Oliveira hat, glaube ich, dabei einen Winglet verloren. Es war ein recht harter Schlag, muss ich sagen. Nach dem Anprall von Oliveira dachte ich kurz – okay, das war’s, ich muss jetzt an die Box.»

Zur Berührung mit Marini beim Losfahren erklärte der Spanier: «Er hatte ein starkes Wheelie, kam etwas zu mir rüber und dadurch haben wir uns dann berührt. Er hat etwas die Kontrolle verloren in diesem Moment und daher kam es zum seitlichen Anprall.»

MotoGP-Ergebnis, Assen (26. Juni):

1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn. in 40:25,205 min
2. Bezzecchi, Ducati, + 0,444 sec
3. Viñales, Aprilia, + 1,209
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,585
5. Brad Binder, KTM, + 2,721
6. Miller, Ducati, + 3,045
7. Martin, Ducati, + 4,340
8. Mir, Suzuki, + 8,185
9. Oliveira, KTM, + 8,325
10. Rins, Suzuki, + 8,596
11. Bastianini, Ducati, + 9,783
12. Nakagami, Honda, + 10,617
13. Zarco, Ducati, + 14,405
14. Di Giannantonio, Ducati, + 17,681
15. Alex Márquez, Honda, + 25,866
16. Dovizioso, Yamaha, + 29,711
17. Marini, Ducati, + 30,296
18. Bradl, Honda, + 32,225
19. Gardner, KTM, + 34,947
20. Savadori, Aprilia, + 35,798
– Fernández, KTM, 8 Runden zurück
– Quartararo, Yamaha, 15 Runden zurück
– Darryn Binder, Yamaha, 18 Runden zurück
– Morbidelli, Yamaha, 18 Runden zurück

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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