Spielberg: Neue Schikane wartet auf ersten Einsatz

Von Sarah Göpfert
Die neue Schikane bei Kurve 2 auf dem Red Bull Ring

Die neue Schikane bei Kurve 2 auf dem Red Bull Ring

Um die Sicherheit der GP-Piloten zu erhöhen, wurde auf dem Red Bull Ring in Kurve 2 eine Schikane gebaut, die beim Österreich-GP erstmals zum Einsatz kommt. Die MotoGP-Stars haben geteilte Meinungen zur Layout-Variante.

Vom 19. bis 21. August gastiert die MotoGP auf dem Red Bull Ring in Spielberg, wo die Fahrer aller drei GP-Klassen erstmals auf die neue Layout-Variante bei Kurve 2 treffen werden. Nach dem schrecklichen Unfall von Franco Morbidelli und Johann Zarco beim MotoGP-Rennen in Spielberg 2020 drängten die Fahrer und Verantwortlichen auf die Entschärfung der High-Speed-Kurve 2. In Abstimmung mit FIM, Dorna und FIA wurde daraufhin eine Schikane entworfen, die die betroffene Kurve sowie das Anbremsen auf Turn 3 sicherer gestalten sollte.

Die Länge der österreichischen Grand-Prix-Strecke beträgt inklusive Münzer-Schikane 4,348 Kilometer. Fans können sich damit auf 30 Meter mehr Rennaction und Extra-Überholmanöver in dieser Passage direkt vor der Red Bull-Tribüne freuen. Verantwortlich für die Planung ist der renommierte Rennstrecken-Entwickler Hermann Tilke. Zwei 90-Grad-Turns im Charakter einer schnellen Doppelkurve sorgen für eine sportliche Herausforderung und werden den Piloten ihr komplettes fahrerisches Können abverlangen.

KTM-Ass Miguel Oliveira begrüßte den Umbau: «Die Kurvenkombination ist genau das, was wir Fahrer gefordert haben. Wir wollten Kurve 3 stark verlangsamen und die Schikane ist der beste Weg dafür.»

Auch der WM-Zweite Aleix Espargaró sieht in der Schikane einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Streckensicherheit: «Sie schaut nicht schlecht aus, vorher war die Strecke wesentlich gefährlicher. Von Seiten der Sicherheit ging der Umbau in die richtige Richtung. Aber letztlich können wir die Situation erst vor Ort beurteilen, aus der Ferne ist so etwas immer schwierig einzuschätzen.»

Doch nicht alle Fahrer zeigten sich durchweg begeistert vom neuen Layout. Enea Bastianini kommentierte: «Ich finde die Schikane sehr gewöhnungsbedürftig, aber wir müssen sie erst einmal testen.» Da der Ducati-Pilot die Stärken seiner Desmosedici GP21 überwiegend auf geraden Streckenabschnitten ausspielen kann, fügte er lachend hinzu: «Für uns wird die Gerade dadurch definitiv zu kurz sein.»

Auch Titelverteidiger Quartararo meinte, viel werde ihm die Schikane nicht helfen. «Denn Kurve 3 war eine Kurve, wo ich immer super spät gebremst habe.» Dennoch sieht er in der neuen Streckenführung einen Vorteil: «Auf jeden Fall erhöht sich durch die Schikane die Sicherheit.»

MotoGP-Fahrer-WM nach 12 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 180 Punkte. 2. Aleix Espargaró 158. 3. Bagnaia 131. 4. Bastianini 118. 5. Zarco 114. 6. Miller 107. 7. Brad Binder 98. 8. Rins 84. 9. Viñales 82. 10. Oliveira 81. 11. Martin 81. 12. Mir 77. 13. Bezzecchi 61. 14. Marc Márquez 60. 15. Marini 56. 16. Nakagami 45. 17. Pol Espargaró 42. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 26. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 271 Punkte. 2. Yamaha 180. 3. Aprilia 175. 4. KTM 131. 5. Suzuki 110. 6. Honda 88.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 240 Punkte. 2. Ducati Lenovo Team 238. 3. Monster Energy Yamaha 206. 4. Prima Pramac Racing 195. 5. Red Bull KTM Factory 179. 6. Suzuki Ecstar 161. 7. Gresini Racing 136. 8. Mooney VR46 Racing 117. 9. Repsol Honda 102. 10. LCR Honda 72. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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