Marc Márquez (Honda): Wie es zum Chaos mit Fabio kam

Von Günther Wiesinger
Marc Márquez

Marc Márquez

Repsol-Honda-Star Marc Márquez war im Chaos der ersten Kurven einer der Hauptdarsteller beim MotoGP-Rennens in Aragón. Er schildert die Verkettung unglücklicher Umstände und gibt Quartararo und Nakagami keine Schuld.

Wie kam es zum Zusammenstoß zwischen Marc Márquez und WM-Leader Fabio Quartararo in der ersten Runde? «Mir ist im Turn 3 ein bisschen das Hinterrad weggerutscht», schilderte Marc. «Das war aber kein sehr heftiger Slide. Das Problem war, dass Fabio super super dicht hinter mir war. Vielleicht hatte er die Absicht, mich dort beim Richtungswechsel zu überholen, wie das dort schon in der Vergangenheit passiert ist. Ich hatte diesen Rutscher, auch weil der Reifen kalt war, und Enea und Aleix waren ein bisschen neben der Ideallinie vor mir, ich wollte sie nicht attackieren, aber ich war auf der besseren Linie. Es war ein Rennzwischenfall, und dass Fabio so knapp hinter mir war, hat natürlich nicht geholfen. So kam es zum Kontakt. Aber es ist normal, dass man keinen großen Abstand lässt, da kann man ihm keinen Vorwurf machen.»

«Durch diesen Zwischenfall hat alles begonnen. Denn ich bin dann in die Kurve 5 eingebogen, ich fühlte etwas Seltsames und fragte mich: ‘Was geht da vor sich?’ Ich habe das Gas wieder aufgedreht und habe mich beim Einbiegen in den Turn 6 okay gefühlt. Danach hat mich Nakagami in Turn 7 innen überholt, er wurde dann weit rausgetragen und hat das Rear Ride Height Device aktiviert. Ich war dann wieder ein kleines Stück vor ihm. Dann hatte ich plötzlich das Gefühl, das Hinterrad habe blockiert. Ich habe die TV-Bilder dann genau angeschaut. Man sieht, welche Teile aus der Verkleidung rausfliegen. Irgendwie hat das Hinterrad blockiert, alles fühlte sich verrückt an. Und als ich nach links umlegen wollte, spürte ich kein Drehmoment mehr. Ich habe dann aufgehört, aber nicht wegen dem Zwischenfall mit Taka, sondern wegen der Kollision mit Fabio. Beide Vorfälle waren sehr unglücklich.»

Wäre der Vorfall mit Nakagami ohne Rear Ride Height-Device vermieden worden? Márquez: «Das weiß man nie. Die Kollision mit Fabio wäre auch ohne Devices und ohne Winglets passiert. Taka hat bei unserem Kampf das Rear Ride Height Device eingeschaltet. Es ging sehr eng zu. Dadurch kann so etwas passieren. Aber ohne Winglets hätte sich der Zusammenstoß mit Taka vermeiden lassen. Und als ich vorher das Rear-Ride Height-Device eingeschaltet habe, ist mein Hinterrad weggerutscht. Denn es steckte ein Stück von Fabios Verkleidung irgendwo in meinem hinteren Kotflügel. Dadurch ist alles blockiert worden. Aber es ist klar: Wenn sich zwei Bikes mit den Flügeln berühren, fallen sie nieder.»

Die Stürze und das Renngeschehen im Video:
MotoGP-Ergebnis, Aragón (18. September):

1. Bastianini, Ducati, 23 Rdn. in 41:35,462 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,042 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 6,139
4. Brad Binder, KTM, + 6,379
5. Miller, Ducati, + 6,964
6. Martin, Ducati, + 12,030
7. Marini, Ducati, + 12,474
8. Zarco, Ducati, + 12,655
9. Rins, Suzuki, + 12,702
10. Bezzecchi, Ducati, + 16,150
11. Oliveira, KTM, + 17,071
12. Alex Márquez, Honda, + 18,463
13. Viñales, Aprilia, + 18,730
14. Crutchlow, Yamaha, + 20,090
15. Pol Espargaró, Honda, + 27,588
16. Gardner, KTM, + 28,805
17. Morbidelli, Yamaha, + 30,422
18. Darryn Binder, Yamaha, + 31,330
19. Di Giannantonio, Ducati, + 31,595
20. Raúl Fernández, KTM, + 36,160
– Marc Márquez, Honda, 22 Runden zurück
– Takaaki Nakagami, Honda, erste Runde nicht beendet
– Fabio Quartararo, Yamaha, erste Runde nicht beendet

MotoGP-WM-Stand (nach 15 von 20 Rennen):

1. Quartararo, 211 Punkte. 2. Bagnaia 201. 3. Aleix Espargaró 194. 4. Bastianini 163. 5. Miller 134. 6. Zarco 133. 7. Brad Binder 128. 8. Rins 108. 9. Martin 104. 10. Viñales 104. 11. Oliveira 95. 12. Marini 91. 13. Mir 77. 14. Bezzecchi 74. 15. Marc Márquez 60. 16. Nakagami 46. 17. Pol Espargaró 43. 18. Alex Márquez 39. 19. Morbidelli 26. 20. Di Giannantonio 23. 21. Dovizioso 15. 22. Darryn Binder 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 8. 25. Bradl 2. 26. Crutchlow 2.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 346 Punkte. 2. Aprilia 217. 3. Yamaha 213. 4. KTM 161. 5. Suzuki 134. 6. Honda 100.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team, 335 Punkte. 2. Aprilia Racing 298. 3. Monster Energy Yamaha 237. 4. Prima Pramac Racing 237. 5. Red Bull KTM Factory 223. 6. Gresini Racing 186. 7. Suzuki Ecstar 185. 8. Mooney VR46 Racing 165. 9. Repsol Honda 105. 10. LCR Honda 85. 11. WithU Yamaha RNF 27. 12. Tech3 KTM Factory 17.

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