MotoGP: Das hatte Ducati anders geplant

Cal Crutchlow: «Fabio ist guter Schlechtwetterfahrer»

Von Simon Patterson
Fabio Quartararo hinter Cal Crutchlow

Fabio Quartararo hinter Cal Crutchlow

Im Trockenen war Fabio Quartararo seinen Markenkollegen in dieser Saison weit überlegen, im Regen von Buriram ging der MotoGP-WM-Leader als 17. unter. Cal Crutchlow nimmt den Franzosen in Schutz.

Der Thailand-GP endete für Yamaha in einem «Albtraum», wie es Fabio Quartararo nach seinem 17. Platz schriftlich formulierte. Alle Interview-Termine hatte der enttäuschte WM-Leader am Sonntag nach dem Regenrennen bekanntlich abgesagt.

Dovizioso-Nachfolger Cal Crutchlow, der Quartararo zwischenzeitlich überholt hatte, dann aber hinter ihm die Ziellinie kreuzte, nannte den stark angestiegenen Luftdruck im Vorderreifen als Ursache für das Debakel. Und er hielt fest: «Der Regen verstärkt die Probleme, die wir im Trockenen haben.»

«Es war unglücklich, weil ich glaube, dass wir [Yamaha-Piloten] in einem trockenen Rennen alle ein gutes Rennen gehabt hätten. Wir haben aber auch im Nassen mehr erwartet, denn Fabio stand in Mandalika auf dem Podium. Und hier war er im Nirgendwo», fasste Crutchlow den für das Yamaha-Lager bitteren Renntag in Buriram zusammen.

Der Brite nahm Quartararo ein Stück weit in Schutz: «Fabio ist ein guter Schlechtwetterfahrer», betonte er. «Er war ja im Vorjahr in Le Mans sehr stark und in diesem Jahr in Mandalika auf dem Podium.»

Dass die Markenkollegen im Nassen näher an den französischen WM-Leader heranrücken oder gar vor ihm landen, erklärte der Yamaha-Testfahrer so: «Ehrlich gesagt ist unser Motorrad, wie wir wissen, im Trockenen nicht das Beste. Er fährt auf trockener Piste aber so gut, dass er den Unterschied macht. Im Regen fahren alle so gut, wie es eben geht, aber die Probleme unseres Motorrads wirken sich noch mehr aus. Wir müssen es verbessern. Das ist alles.»

Dazu nannte Cal den 13. Platz von Fabios Teamkollegen Franco Morbidelli (trotz 3-Sekunden-Strafe wegen «track limits»-Vergehen) als Beispiel: «Franky hatte ein gutes Rennen, aber er hat immer noch rund 20 Sekunden auf den Sieger verloren. Und wir kommen nicht hierher, um 20 oder 30 Sekunden zu verlieren. Das ist sicher», unterstrich Crutchlow.

MotoGP-Ergebnis, Buriram (2.10.):

1. Oliveira, KTM, 25 Rdn in 41:44,503 min
2. Miller, Ducati, + 0,730 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 1,968
4. Zarco, Ducati, + 2,490
5. Marc Márquez, Honda, + 2,958
6. Bastianini, Ducati, + 13,257
7. Viñales, Aprilia, + 14,566
8. Alex Márquez, Honda, + 14,861
9. Martin, Ducati, + 15,365
10. Brad Binder, KTM, + 18,097
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 19,041
12. Rins, Suzuki, + 19,659
13. Morbidelli*, Yamaha, + 22,439
14. Pol Espargaró, Honda, + 23,646
15. Raúl Fernández, KTM, + 30,483
16. Bezzecchi, Ducati, + 33,466
17. Quartararo, Yamaha, + 34,072
18. Di Giannantonio, Ducati, + 36,203
19. Crutchlow, Yamaha, + 36,532
20. Petrucci, Suzuki, + 42,508
21. Darryn Binder, Yamaha, + 49,992
22. Nagashima, Honda, + 51,346
23. Marini, Ducati, 2 Runden zurück
– Remy Gardner, KTM, 14 Runden zurück

*= 3-Sekunden-Penalty (wegen «track limits»)

MotoGP-WM-Stand (nach 17 von 20 Rennen):

1.Quartararo 219 Punkte. 2. Bagnaia 217. 3. Aleix Espargaró 199. 4. Bastianini 180. 5. Miller 179. 6. Brad Binder 154. 7. Zarco 151. 8. Oliveira 131. 9. Martin 127. 10. Viñales 122. 11. Rins 112. 12. Marini 101. 13. Marc Márquez 84. 14. Bezzecchi 80. 15. Mir 77. 16. Alex Márquez 50. 17. Pol Espargaró 49. 18. Nakagami 46. 19. Morbidelli 31. 20. Di Giannantonio 23. 21. Dovizioso 15. 22. Darryn Binder 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 9. 25. Crutchlow 3. 26. Bradl 2.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 391 Punkte (Titelgewinner). 2. Aprilia 235. 3. Yamaha 224. 4. KTM 206. 5. Suzuki 138. 6. Honda 124.

Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team 396 Punkte. 2. Aprilia Racing 321. 3. Red Bull KTM Factory 285. 4. Prima Pramac Racing 278. 5. Monster Energy Yamaha 250. 6. Gresini Racing 203. 7. Suzuki Ecstar 189. 8. Mooney VR46 Racing 181. 9. Repsol Honda 135. 10. LCR Honda 96. 11. WithU Yamaha RNF 28. 12. Tech3 KTM Factory 18.

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